Verbringungskosten sind bei fiktiver Abrechnung auf der Basis der Reparaturkosten einer Markenwerkstatt zumindest in Berlin nicht erstattungsfähig.

Die Verbringungskosten entstehen dann, wenn das Fahrzeug zum Lackieren in eine andere Werkstatt gebracht werden muss. Ihre Entstehung hängt also davon ab, ob die von dem Geschädigten ausgewählte Werkstatt diese Arbeiten selbst ausführen kann. Es handelt sich daher nicht um einen unmittelbaren Schaden an der Fahrzeugsubstanz, sondern um einen mittelbaren Begleitschaden, der erst bei der Reparatur in einer bestimmten Werkstatt tatsächlich anfallen kann. Derartige Kosten können - jedenfalls in Berlin - auch nicht aus dem Gesichtspunkt zuerkannt werden, dass sie üblicherweise entstehen. Der Geschädigte berechnet seinen Schaden auf der Grundlage der Kosten einer markengebundenen Werkstatt. In Berlin verfügen die VW-Markenwerkstätten - insbesondere auch die V... GmbH, bei der sich das Fahrzeug des Geschädigten bei der Begutachtung befand - regelmäßig über eine Karosseriewerkstatt mit Lackiererei, wie dem Senat bekannt ist. Auch seitens des Geschädigten wird nicht konkret vorgetragen, dass in Berlin bei der Reparatur in Markenwerkstätten Verbringungskosten anfallen.

KG Berlin, Beschluss vom 27.06.2018, Az. 25 U 155/17