Das neue Enyaq Coupé iV, soeben in den Markt gestartet, ist Skodas zweites Modell, das auf der vielseitigen elektrischen MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns aufbaut. Zu den nächsten Prioritäten gehören ein Kompaktwagen, der ähnlich groß wie der Volkswagen ID.3 ausfallen soll, sowie das erste Modell auf der kompakten MEB Entry-Plattform, welches bei Skoda den Citigo e-iV ersetzen würde, der seit 2020 nicht mehr produziert wird.

Die Markenschwestern Volkswagen mit dem ID.Life und Cupra mit dem Urban Rebel haben bereits eine Vorschau gegeben, wie Elektroautos auf der kleineren MEB-Plattform aussehen können. Mit der Einführung dieser Modelle, zu Kaufpreisen um 20.000 Euro, darf ab etwa 2025 gerechnet werden. Auf die Frage, wann Skoda ein Modell auf dieser Plattform präsentieren wird, antwortete Schäfer: „Unsere Kollegen von Seat, Cupra und Volkswagen gehen in diesem Segment etwas forscher voran“. Skoda balanciere hier innerhalb des VW-Konzerns ein wenig aus.

Schäfer kündigte aber an, dass auch Skoda in Kürze eine Modellvorschau für ein E-Auto auf Basis der MEB-Entry-Plattform geben werde. Er stellte dabei klar, dass sich das Skoda-Konzept deutlich von jenem der Schwestermarken unterscheiden und der Philosophie des tschechischen Autoherstellers entsprechen soll. Was heißen dürfte: Auf kleiner Plattform das Maximum an Innenraum- und Kofferraumvolumen herauskitzeln, während VW mit dem ID.Life das Thema Nachhaltigkeit und Cupra mit dem Urban Rebel die Sportlichkeit in den Vordergrund stellt. 

Während also unmittelbare Priorität darin bestehe, das E-Auto-Portfolio unterhalb des Enyaq mit drei weiteren E-Modellen zu füllen, schloss Schäfer nicht aus, dass es künftig auf einige größere E-Modelle aus Tschechien geben wird. Konkret stellte er einen größeren, siebensitzigen SUV oder einen Van/Transporter ähnlich dem unmittelbar bevorstehenden ID.Buzz von VW in Aussicht.