WLTP CO2-Austoß neuer Pkw sinkt auf 113 g/km

Beim CO2-Ausstoß steht die Automobilindustrie insgesamt gut da – und dass trotz ambitionierter Vorgaben der EU. Über alle Länder hinweg liegen die durchschnittlichen Emissionen neu zugelassener Pkw, Stand Januar-September 2022, bei nur noch 113 g/km. Das sind 6 g/km weniger als im gleichen Zeitraum 2021. Die Zielvorgabe der EU – umgerechnet auf WLTP ergeben die 95 g/km etwa 116 g/km – wird so um 3 g/km unterschritten. Und das berücksichtigt noch nicht einmal die Supercredits und den Gewichtsfaktor. Ersterer erlaubt 2022 zum letzten Mal eine höhere Anrechnung von BEVs und PHEVs, letzterer stellt darauf ab, dass die Fahrzeuge im Mittel etwas schwerer sind als das von der EU definierte Durchschnittsgewicht und erlaubt daher teils höhere Zielwerte für Hersteller mit schwereren Fahrzeugen.

Für den VW Konzern wird es eng

Eine größere Herausforderung sind die CO2-Vorgaben für den VW-Konzern. Die Marken VW, Audi, Skoda und SEAT kommen zusammen auf einen Mittelwert von 125 g/km und liegen damit sogar leicht über ihren Vorjahreswerten. Hier haben die Produktionsausfälle von Elektroautos im ersten Halbjahr dieses Jahres die Planungen durcheinandergewirbelt. Strafzahlungen kommen aber wohl nicht auf die Wolfsburger zu. Unter Anrechnung der Supercredits und des höheren Durchschnittsgewichts wird es in diesem Jahr reichen. Außerdem haben sie einen Pool mit verschiedenen kleineren Elektroautoherstellern (u.a. MG, Nio, LEVC, Xpeng, eGo) gebildet, was die Mittelwerte zusätzlich drücken wird.

Skandinavische Länder mit fast 50 Prozent BEV-Anteil

Getrieben werden die CO2-Minderungen durch immer größere Anteile an Elektroautos. Vorreiter sind hier die skandinavischen Länder. 46 Prozent der Privatkäufer haben sich hier 2022 für einen BEV entschieden, Tendenz steigend. Doch auch in anderen Ländern geht die Elektrifizierung weiter. So erwartet Dataforce unter anderem für Frankreich, dass Elektro bis 2027 die beliebteste Kraftstoffart sein wird.