Wenn es um Fahrzeugflotten geht, sparen die wenigsten Unternehmen. In der aktuellen Dataforce Studie zum Thema Fuhrparkmanagement gaben gerade einmal 60 Prozent der Fuhrparkverantwortlichen mit mehr als 50 Pkw im Fuhrpark an, dass ein TCO-Monitoring durchgeführt wird. Analog schauen also 40 Prozent nicht detailliert auf die Fuhrparkausgaben. Somit läuft bei dem Fahrzeugbestand ein signifikanter Kostenblock unter dem Radar.

Dennoch haben insbesondere die kleinen Fuhrparks (1-9 Pkw) die Kosten viel stärker im Blick als früher. Der Anteil der Fuhrparks mit Kostenerfassung kletterte von lediglich 5 Prozent 2019 auf inzwischen 32 Prozent. Während bei kleinen Flotten versucht wird, bei Werkstattbesuchen Kosten zu sparen, versuchen dies Flotten mit 10-49 Fahrzeugen bei den Leasingraten. Große Flotten haben vor allem die Optimierung der Kraftstoffkosten im Visier.

 

Trend zur Car Policy

Es ist eine deutliche Zunahme an schriftlich fixierten Car Policies in Unternehmen zu verzeichnen. Die Hälfte aller Fuhrparks nutzen mittlerweile eine Dienstwagenordnung – nicht zuletzt, um Klarheit zu schaffen und möglicherweise auftretenden Streit zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen zu vermeiden. 87 Prozent der Unternehmen haben die Car Policy in den letzten Jahren auch angepasst. Unter anderem aufgrund der Einführung von Hybriden und Elektrofahrzeugen und zur Änderung der wählbaren Marken und Modelle. „Wir haben die Modellpalette erweitert und es gibt nun keine Pflicht mehr, Dieselfahrzeuge zu wählen“, so ein Fuhrparkleiter.

 

Job-Räder völlig unabhängig vom Dienstwagen

Der Anteil der Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden auch Fahrräder anbieten, steigt von 9 Prozent 2019 auf mittlerweile 34 Prozent. Dieses Angebot erhalten fast immer alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrer Position oder ihrem Mobilitätsbedarf. Entsprechend müssen sich die Dienstwagenberechtigten am Ende auch nicht zwischen Dienstwagen und -rad entscheiden. Wenn dennoch auf einen Pkw verzichtet wird, erhalten 43 Prozent dafür einen Ausgleich. Hierbei steht das höhere Gehalt mit 80 Prozent an erster Stelle, gefolgt von einem Mobilitätsbudget und der Übernahme von Fahrtkosten.