In diesem Umfeld mussten alle Kanäle Verluste hinnehmen. Der Relevante Flottenmarkt verlor mit 22,0 Prozent etwas weniger als der Gesamtmarkt. Im Privatmarkt war der Rückgang dafür mit -25,3 Prozent stärker. In den sonstigen gewerblichen Zulassungen ist das Bild uneinheitlich. Der Fahrzeugbau (- 30,6 %) musste unter allen Kanälen die größten Verluste hinnehmen, Fahrzeughandel (- 18,5 %) und Autovermieter (- 18,6 %) schneiden im Vergleich zu ihren niedrigen Vergleichswerten aus 2020 besser ab.

Im Flottenmarkt überholen Elektroautos den Diesel

Bei der vorläufigen Auswertung nach Kraftstoffarten zeigt sich ein sprunghafter Anstieg von BEVs. Mit einem Anteil von 14,9 Prozent liegen die reinen Elektroautos nun wieder deutlich vor den Plug-In Hybriden mit 12,7 Prozent. Im Privatmarkt knackten die BEVs zum ersten Mal die 20-Prozent-Marke.

Auch im Relevanten Flottenmarkt gab es einen Quantensprung. BEVs und PHEVs erreichten mit 18.934 Neuzulassungen zum ersten Mal überhaupt ein höheres Volumen als Diesel und Dieselhybride (18.901).

Transportermarkt verliert noch stärker

Die Produktionsausfälle betreffen auch den Transportermarkt immer stärker. Im August schrumpften die Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge und ihrer Schwestermodelle mit Pkw-Zulassung um 24,9 Prozent. Wie bei den Pkw war auch hier der Kanal Fahrzeugbau besonders betroffen. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt ist der Rückgang im Privatmarkt am kleinsten. Hier zeigt sich weiterhin der Nachfrageboom bei Wohnmobilen und der Zuwachs durch ehemalige MPV-Käufer.