Die Studie basiert auf den Ergebnissen einer Befragung von 522 Fuhrparkleiter*innen in Deutschland, die Dataforce von Ende Juli bis Anfang August durchgeführt hat. Zudem stehen Vergleichsdaten aus der Corona-Studie von April diesen Jahres zur Verfügung. 

Fahrzeugbeschaffung läuft wieder, Kostendruck lässt etwas nach

Inzwischen ist die Fahrzeugbeschaffung in den meisten Unternehmen wieder angelaufen. Doch 10 Prozent der befragten Firmen zögern noch immer. Immerhin führt das nur in wenigen Fällen zu einem Rückgang des Pkw-Bestands. Die meisten Ersatzkäufe werden später nachgeholt. Auch der Corona-bedingte Kostendruck hat im Mittel merklich nachgelassen. Allerdings planen viele größere Flottenbetreiber weiterhin, die Fuhrparkkosten zu senken. Dazu möchten sie beispielsweise die Fahrzeuge länger halten und weniger Kilometer zurücklegen. Auch beim Fahrzeugpreis möchten einige den Rotstift ansetzen und sich mit einer günstigeren Marke oder weniger Ausstattung begnügen.

 

Auswirkungen auf den Flottenmarkt

Und was bedeutet das für den Flottenmarkt? In Bezug auf das Gesamtvolumen bleiben die mittelfristigen Auswirkungen begrenzt, auch wenn der 2019er Rekord von knapp 940.000 Neuzulassungen wohl einige Jahre Bestand haben wird. Dafür werden die durchschnittlichen Ausgaben pro Fahrzeug wohl zurückgehen, sowohl bei der Anschaffung als auch bei den Nebenkosten. Das betrifft allerdings weniger die E-Fahrzeuge. Hier sind die Fuhrparkverantwortlichen tendenziell bereit, einen höheren Anschaffungspreis in Kauf zu nehmen, um die TCO insgesamt zu senken.