Das erste Quartal zeigt einen Rückgang von 5 Prozent gegenüber Q4 2019

Die allgemeinen Treiber für diesen Effekt:  

  • Elektrifizierung: Zunahme von Plug-In-Fahrzeugen und vollelektrischen Fahrzeugen. Teilweise getrieben durch die hohe Marktnachfrage, aber auch durch eine Vielzahl neuer Modelle wie den Peugeot 208 EV und Ford Kuga Plug-in.
  • Verbesserung bestehender Motoren oder Einführung neuer Motoren
  • Hersteller lenken den Verkaufsmix innerhalb ihrer Produktpalette auf CO2-arme Versionen
  • Nicht geschehen ist ein Wechsel zu kleineren Segmenten oder weg von SUVs. Im Vergleich zum Vorjahr hat es praktisch keine Veränderungen gegeben.

    Dennoch tragen die größten fünf Fahrzeugsegmenten alle zum Rückgang der CO2-Emissionen bei.

    Woher kommt der Anstieg in den Niederlanden und Irland?

    In Irland wurde in Q4 ein historischer Rückgang der CO2-Emissionen verzeichnet, was folglich in Q1 2020 zu einem Anstieg von 7 Prozent führte. Gegenüber dem Gesamtjahr 2019 beträgt der Rückgang jedoch 6 Prozent. Und in den Niederlanden gab es im vierten Quartal einen enormen Schub an EVs, um Steuervorteile zu nutzen. Im Laufe des Jahres wird sich das wahrscheinlich ausgleichen, so wie es auch in den Jahren 2016 und 2018 der Fall war.

    Sind 5 Prozent ausreichend?

    Nun, es wird nicht leicht sein. Trotz des Rückgangs, der der größte seit 2009 ist, bleibt im 1. Quartal eine Lücke von 21 Gramm. Das ist zu viel und muss im weiteren Verlauf des Jahres ausgeglichen werden.

    Drei Effekte können dazu beitragen, die Situation zu verbessern:

  • Im Jahr 2020 werden die obersten fünf Prozent der Autos mit den höchsten Emissionen aus der Berechnung herausgenommen
  • Durch das Super-Credit-System, werden EV's doppelt gezählt
  • Der CO2-Grenzwert liegt im Durchschnitt bei 95 Gramm, ist aber für jeden Hersteller individuell. Das endgültige CO2-Ziel wird vom Durchschnittsgewicht der Flotte abhängen. Je höher das Gewicht im Vergleich zum Durchschnitt, desto höher das Ziel.
  • Fazit

    Es ist unwahrscheinlich, dass alle Marken es schaffen werden, Strafen zu vermeiden. Die Nachfrage nach SUVs ist weiterhin ungebrochen, die Kraftstoffpreise sind auf einem Rekordtief, die Versorgung mit Akkus ist ungewiss und die Einführung neuer Technologien verläuft nicht immer reibungslos. Ob in diesen Zeiten der Krise jedoch riesige Strafen an Hersteller verhängt werden, bleibt abzuwarten.