SUCHE
Beta
News
Magazin
Flottenmanagement
Messe
Flotte! Der Branchnetreff
die nächste
"Flotte! Der Branchentreff" 2020

Carsharing rechnet sich doch!

0 2019-08-16 1271

Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung vermeldete es exklusiv und viele weitere Medien folgten: CarSharing sei unwirtschaftlich, entlaste den Verkehr in den Städten unmerklich, kannibalisiere andere Verkehrsangebote wie Bus, Bahn oder das Fahrrad und deshalb sei der ökologische Nutzen überschaubar. Diesen Aussagen liegt eine aktuelle Studie zugrunde, die von einer internationalen Unternehmensberatung herausgegeben wurde. 

Darin wird abgeleitet, inwiefern CarSharing eine entlastende Wirkung auf den Verkehr hat, und ob es überhaupt wirtschaftlich ist. Die Analysten kommen zu dem Schluss, dass dieser Markt kaum lohne, da es lediglich „rasierklingendünne Margen“ gibt. Die Studie trägt den Titel „Entmythisierung des Carsharing“ und alleine schon der Titel lässt erahnen, dass die Studie kaum ein gutes Haar am CarSharing lässt.

Es gibt nicht DAS CarSharing

Was dem Ganzen jedoch gänzlich fehlt, ist die Unterscheidung der verschiedenen Angebotsformen. So wird sowohl in der Studie als auch in den daraus resultierenden Artikeln von DEM CarSharing gesprochen. Die Erhebungen lassen jedoch kaum Zweifel daran, dass mit dem beschriebenen CarSharing-Markt ausschließlich das Angebot der großen Free-floating-Anbieter gemeint ist. Umso bedauerlicher ist es, dass renommierte Redakteure von großen meinungsbildenden Medienhäusern diese Bewertung zitieren und die Aussagen der Studie unreflektiert veröffentlichen. Sie bringen damit die jahrelange Arbeit einer ganzen Branche in Verruf, die sehr viel größer ist als das Angebot einiger weniger Anbieter. So gibt es in Deutschland an über 740 Orten CarSharing-Angebote. Die reinen Free-floating-Anbieter sind dagegen nur in sieben Metropolen aktiv. Gemessen an der Flotte stellen Anbieter mit einem stationsbasierten oder kombinierten Angebot die Hälfte der CarSharing-Fahrzeuge in Deutschland. Die Entlastungswirkung der unterschiedlichen Angebotsformen variiert teilweise deutlich. Und auch bei der Wirtschaftlichkeit lohnt sich die getrennte Betrachtung der Angebotsformen.

CarSharing kann wirtschaftlich betrieben werden – es kommt auf die Art des Angebots an

„Der CarSharing-Markt in Deutschland wächst rasant. Wir wachsen mit ihm und schreiben seit fünfzehn Jahren schwarze Zahlen“, so Joachim Schwarz, Geschäftsführer der cambio-Gruppe. „Warum die Angebote der großen Konzerne regelmäßig hohe Defizite machen, möchten wir nicht kommentieren. Für cambio können wir sagen, dass sich unsere Kundennähe im Alltag auszahlt. Wir betreiben nur Fahrzeuge, die auch nachgefragt oder besser noch gebraucht werden. Und wir geben kaum Geld für Werbung aus. Und bei alledem wachsen wir jährlich um rund 300 Fahrzeuge. Dabei behalten wir immer das Ziel im Auge, mit unserer Dienstleistung eine Alternative zum eigenen Auto zu bieten.“

Die cambio-Städte Aachen und Bremen gehören zu den Städten, in denen 1990 die ersten CarSharing-Fahrzeuge angeboten wurden. 10 Jahre später haben sich die Unternehmen aus Aachen, Bremen und Köln zur cambio-Gruppe zusammengeschlossen. Seitdem wächst das Unternehmen stetig und ist neben Deutschland auch in Belgien aktiv. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umsatz 30,7 Millionen Euro.

cambio bietet sein CarSharing-Angebot derzeit in 25 deutschen und 49 belgischen Städten an. Unter anderem in der Hansestadt Bremen, wo im Jahr 2018 die Entlastungsleistung des lokalen CarSharing-Angebots in einer von der EU geförderten Studie untersucht wurde. Demnach sind auf den Bremer Straßen jeden Tag 5000 private Pkw weniger unterwegs. Das Angebot in Bremen ist ausschließlich stationsbasiert und eine Entlastungswirkung mit dieser Studie nachgewiesen.

Stationsbasierte Angebote entlasten den Verkehr

Bei cambio nutzen im Schnitt 43 Kunden ein Auto. Die Fahrzeuge kommen für Kurztrips, Einkäufe, Urlaube oder als Dienstfahrzeuge zum Einsatz. Bei den reinen Free-floating-Angeboten sind es durchschnittlich 223 Kunden, die ein Fahrzeug nutzen – in der Regel für kurze Fahrten innerhalb des Stadtkerns. „Tatsächlich werden die reinen Free-floating-Angebote eher zusätzlich zum eigenen Auto genutzt. Damit das Angebot attraktiv ist, muss man das Stadtgebiet mit freien Autos engmaschig vollstellen,“ so Schwarz. „Wenn, dann wird sich Profitabilität bei einem derartigen Nachfrage-Angebot erst auf lange Sicht einstellen.“

Es muss zwischen den Angebotsformen unterschieden werden

In 2018 wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekt STARS die Entlastungsleistung der unterschiedlichen Angebotsformen untersucht.  Neben dem stationsbasierten Angebot wurden auch Free-floating und kombinierte Angebote abgefragt. In Köln, Frankfurt und Stuttgart wurden die Teilnehmer zum Besitz eines privaten Pkw im Haushalt zum Zeitpunkt vor und nach dem Beginn der CarSharing-Nutzung befragt.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Die Nutzer von Free-floating-Angeboten haben zwar zu Beginn der CarSharing-Nutzung knapp 18 Prozent ihrer Fahrzeuge abgeschafft, kauften sich jedoch später wieder einen eigenen Pkw und nutzen demnach das Free-floating-CarSharing eher als Ergänzung zum eigenen Auto. Die Nutzer stationsbasierter Angebote hingegen verringerten die Anzahl der eigenen Fahrzeuge im Haushalt um zwei Drittel, was deutlich belegt, dass diese Nutzergruppe CarSharing als echte Alternative für einen eigenen Pkw nutzt.

Statement von VDA-Präsident Bernhard Mattes zu Tesla

0 2019-11-14 294

„Die Ankündigung von Elon Musk zeigt, wie wichtig der Automobilstandort Deutschland für den Hochlauf der Elektromobilität in Europa ist. Sollten die Pläne in einigen Jahren umgesetzt werden, bedeutet dies einen weiteren Schub für die Elektromobilität. Eine Ansiedlung von Tesla in Deutschland stärkt den Automobilstandort Deutschland, der VDA begrüßt daher diese Entscheidung.

Zulassungsmarkt geht neue Wege

0 2019-11-13 425

Jede Menge Papier gehört noch immer zum Tagesgeschäft, wenn es um die Zulassung von Kraftfahrzeugen geht. Das soll jetzt anders werden. Unter dem Dach der Kölner Genossenschaft „PremiumZulasser“ bündeln die ersten lokalen und regionalen Anbieter ihre Kompetenzen und setzen auf die Digitalisierung ihres Geschäfts. Damit verfolgen sie das Ziel, ihre Dienstleistungen bundesweit anbieten zu können und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten – auch in Autohäusern und bei Flottenbetreibern.

Hohes Sicherheitsniveau

0 2019-11-13 312

In aktuellen Crashtests der Sachverständigenorganisation DEKRA haben Serien-Elektrofahrzeuge ihr hohes Sicherheitsniveau bestätigt. Für ein gemeinsames Forschungsprojekt der DEKRA Unfallforschung und der Verkehrsunfallforschung der Universitätsmedizin Göttingen wurden im DEKRA Crash Test Center in Neumünster ein Renault Zoe und drei Nissan Leaf gecrasht.

BCA baut auf Elektrofahrzeuge

0 2019-11-13 308

BCA Europe hat mit seinem wöchentlichen Online-Verkauf von Plug-In Elektrofahrzeugen (PEV) unter dem Titel „Electric Fridays“ begonnen und baut so einen europaweiten Handelsplatz für das wachsende Gebrauchtwagensegment auf.

Einmal Elektro, immer Elektro?

0 2019-11-12 352

In diesem Jahr lässt sich auch in Deutschland bei Elektrofahrzeugen eine klare Absatzsteigerung erkennen. Den meisten Herstellern ist aber auch bewusst: Neukunden zu gewinnen ist das eine, diese Kunden zu halten das andere. Dataforce ist nach eigener Auskunft für den deutschen Pkw-Markt in der Lage, die Loyalität bzw. die Eroberungen nicht nur auf Marken-und Modellebene, sondern auch für die verschiedenen Kraftstoffarten aufzuzeigen. Kehren Käufer von Elektrofahrzeugen also beim nächsten Kauf wieder zu Verbrennern zurück oder halten sie den Stromern die Treue?

TOP RSS Meldungen
GDPR Flotte.de

Flotte Medien möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.

Einverstanden