Nachfolgend der Link auf ein entsprechendes Video, das die extremen Klima- und Haltbarkeitstests zeigt, denen die unterschiedlichen Vorserien-Varianten des neuen E-Transit in Europa und Nordamerika ausgesetzt wurden: https://youtu.be/hEnsA3Y22AU

„Boot Camp“ für Ford-Fahrzeuge

Ford unterzieht den E-Transit anspruchsvollen Testreihen, um sicherzustellen, dass er so langlebig ist wie seine Schwestermodelle mit Dieselantrieb. Dieser kompromisslose Ansatz stellt die Auswirkungen von mehr als 240.000 Kilometern Fahrstrecke nach – dem Äquivalent eines ganzen Jahrzehnts im harten Arbeitsalltag. Dabei werden Bedingungen wie in der Sahara oder in Sibirien erzeugt. Bei den Tests wird der E-Transit beispielsweise mit 28 Strahlern (jeweils 4.000 Watt) zwei Wochen lang auf über 40 Grad Celsius aufgeheizt, das sind durchschnittliche Wüstentemperaturen. Denn auch unter solch unerbittlichen Umständen muss die Funktion der bordeigenen Batterie gewährleistet sein.

Der elektrische Transporter musste aber auch beweisen, dass er bei minus 35 Grad Celsius – kälter als ein typischer sibirischer Winter – zuverlässig funktioniert, ebenso auf Höhen von 2.500 Metern, dies entspricht der Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich, eine der höchsten asphaltierten Straßen Europas. Auch Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster gehörten zum Testprogramm, um insbesondere die Haltbarkeit des Akkupacks, des Elektromotors und der Radaufhängung zu prüfen. In Schlamm- und Salzbäder ging es vor allem um die Funktionalität und die Korrosionsbeständigkeit von zahlreichen Komponenten. Außerdem wurde die Zuverlässigkeit des Elektromotors durch ununterbrochenen Betrieb über einen Zeitraum von 125 Tagen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„Wir testen unsere Nutzfahrzeuge generell unter Bedingungen, die weit über den normalen Einsatz im Alltag unserer Kunden hinausgehen. Beim vollelektrischen E-Transit machen wir da keine Ausnahme“, sagt Andrew Mottram, Chief Program Engineer E-Transit, Commercial Vehicles, Ford of Europe. „Erst wenn wir ihn in unserer kontrollierten Testumgebung an seine Grenzen bringen, können wir sicher sein, dass der E-Transit unseren Kunden zuverlässig dienen wird, nachdem sie sich für den Umstieg auf ein vollelektrisches Nutzfahrzeug entschieden haben“.

Im Spätsommer erste Praxistests auf öffentlichen Straßen

Im Spätsommer sollen die ersten Praxistests auf öffentlichen Straßen mit dem neuen E-Transit beginnen. Dazu werden Prototypen dieses leichten Nutzfahrzeugs in gewerbliche Flotten integriert. Zum Einsatz kommen die Testfahrzeuge beispielsweise bei der Lebensmittel-Anlieferung, der Paketzustellung und bei Versorgungsunternehmen. Sie sind Teil eines umfangreichen Entwicklungsprogramms im Vorfeld der Markteinführung des neuen E-Transit. Ziel ist die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des vollelektrischen Nutzfahrzeugs in vielfältigen Anwendungsszenarien.

Der vollelektrische Antriebsstrang des E-Transit mobilisiert eine Leistung von 198 kW (269 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 430 Nm. Seine nutzbare Batterie-Kapazität von 67 kWh (400 Volt) verhilft dem Fahrzeug zu einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 350 Kilometern (kombiniert) gemäß WLTP-Fahrzyklus*.

Elektrifizierung der europäischen Ford-Nutzfahrzeuge

Im Februar 2021 hat Ford angekündigt, ab dem Jahr 2024 alle Nutzfahrzeuge in Europa entweder als vollelektrische Modellversionen oder mit Plug-In-Hybrid-Antrieb (PHEV) verfügbar zu machen. Ab 2030 sollen elektrifizierte Varianten zwei Drittel der Nutzfahrzeug-Verkaufszahlen von Ford in Europa ausmachen.

Um diesen Wandel in so kurzer Zeit stemmen zu können, investiert Ford massiv in die Elektromobilität: Die Ford Motor Company hat erst vor wenigen Wochen angekündigt, ihre Investitionen in die Elektrifizierung massiv auszuweiten. So sollen die Ausgaben für neue Elektroautos und für die Entwicklung von Batterien bis 2025 um mehr als ein Drittel auf über 30 Milliarden Dollar (25 Milliarden Euro) gesteigert werden. Zudem sollen in den nächsten Jahren sieben Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von autonom fahrenden Autos fließen – davon fünf Milliarden noch in diesem Jahr.