Zwar kann man an dem mit Camouflage-Folie beklebten Prototypen nur wenige Designdetails erkennen, offensichtlich ist aber die weiterhin sehr kastige Gestalt des Fünftürers. Vorn ragt der Kühlergrill wie bisher hoch auf und die Motorhaube schließt sich flach an, hinten bilden Dach und Heckabschluss ebenfalls nahezu einen 90-Grad-Winkel. Eine geteilte Hecktür gewährt beim Prototypen Zugang zum Kofferraum. Auch in anderen Details, wie in den Fenster- und Türausschnitten zeigt der Geländewagen noch immer Ecken und Kanten. Erkennbar ist aber auch, dass die nun leicht gewölbte Frontscheibe sich nicht mehr ganz so steil und plan in den Wind stellt und zu den A-Säulen einen fließenden Übergang bildet. Die bullige Front des Allraders erinnert an aktuelle Range-Rover-Modelle.

Zu technischen Details hat Land Rover sich noch nicht geäußert. Den klassischen Leiterrahmen des Vorgängers wird der Offroader aber wohl nicht bekommen. Berichten zufolge setzen die Briten auf ein neues Aluminium-Monocoque-Chassis mit Einzelradaufhängung, das auch dem Discovery als Plattform dient. Neben der fünftürigen Karosserievariante dürfte es auch wieder eine kurze und besonders geländegängige Dreitürer-Version geben.

Ab 1948 ist der Land Rover Defender mit im Laufe der Zeit wenigen technischen Änderungen fast 70 Jahre lang gebaut worden. Anfang 2016 wurde die Produktion im britischen Solihull eingestellt, unter anderem weil die neuen EU-Vorgaben zum Fußgängerschutz mit der kantigen Karosserie nicht mehr einzuhalten waren.