Ein Falschparker darf nur mit den Kosten des reinen Abschleppvorgangs belastet werden, aber nicht auch mit sonstigen Zuschlägen und Pauschalen. Das AG München hatte über einen Fall zu entscheiden, bei dem ein in einer Feuerwehrzufahrt parkendes Fahrzeug abgeschleppt wurde. Es entschied, dass diejenigen Kosten, die über den reinen Abschleppvorgang hinausgehen, nicht erstattungsfähig sind. So seien die durch die Beauftragung des Abschleppunternehmens entstandenen Versetzungskosten erstattungsfähig, nicht aber auch die Kosten für die Kontrolle, Vorbereitung und Beweissicherung sowie von Nachtzuschlägen oder Fahrtkostenpauschalen. Auch dürften die Kosten für die Überwachung des Grundstücks im Hinblick auf unberechtigtes Parken sowie die Kosten für allgemeine Schadensverhütungsmaßnahmen an evtl. Falschparker weitergegeben werden.

AG München, Urteil vom 7.6.2010. Az. 472 C 33393/09