Die Zahl der Autohäuser in Deutschland wird in den kommenden Jahren drastisch abnehmen. Die Unternehmensberatung PwC prognostiziert, dass 2020 nur noch 4.500 der derzeit 7.800 Vertragshändler existieren.

Diese Entwicklung hat mehrere Gründe. Zum einen sinkt die Zahl der potenziellen Autokäufer in den kommenden sieben Jahren um 1,5 Millionen. Die restliche Käuferschaft wohnt zudem immer häufiger in Großstädten, wo es mit Bus, Bahn und dem immer wichtiger werdenden Carsharing zahlreiche Alternativen zum Pkw gibt.

Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz durch das Internet. Neuwagenvermittlungen gibt es schon seit geraumer Zeit, nun steigen auch die Hersteller in den Online-Direktvertrieb ein. Mercedes etwa bietet seit kurzem im Raum Hamburg Leasingfahrzeuge im Netz an, BMW vermarktet das Elektroauto i3 zumindest teilweise online.

Alle Dienstleistungen rund ums Auto werden die Hersteller aber wohl nicht ins Virtuelle verlagern können. Bei Reparatur und Service geraten die Vertragshändler aber von anderer Seite unter Druck. So hat der ADAC kürzlich seine erste eigene Kfz-Werkstatt eröffnet, weitere Filialen sollen folgen. Der Club wirbt dabei auch mit einem zehnprozentigen Preisnachlass für seine Mitglieder.