FCA Italy S.p.A., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Fiat Chrysler Automobiles N.V., und ENGIE EPS, ein italienisches Technologieunternehmen im Bereich Energiespeicherung und Elektromobilität, haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint-Ventures unterzeichnet. Ziel ist es, europaweit eine führende Rolle in der Elektromobilität einzunehmen, die sich auf die finanziellen Ressourcen und die industrielle Präsenz von FCA sowie auf das technologische Know-how und das geistige Eigentum von ENGIE EPS stützt. Beide Unternehmen wollen ihre Kräfte bündeln, um ihre jeweiligen Positionen im Sektor nachhaltiger Mobilität auszubauen sowie innovative Lösungen und Dienstleistungen anzubieten, die Autokäufern den Zugang zur Elektromobilität erleichtern.

Das neu gegründete Unternehmen wird eine vollständige Palette von Produkten und Lösungen für Käufer und Besitzer von Elektrofahrzeugen anbieten. Zum Portfolio gehören beispielsweise die Ladeinfrastruktur für Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie Ökostrom-Angebote, die Aufladen von Elektrofahrzeugen zu Hause und an jeder öffentlichen Ladestation in ganz Europa mit einem einfachen Abonnement zu einem festen monatlichen Preis ermöglichen.

Mit dem neuen Unternehmen entsteht ein großer italienischer Akteur im Bereich der Elektromobilität mit Zugang zu Hunderten von Patenten, dem geistigen Eigentum und den finanziellen Ressourcen von FCA und ENGIE EPS sowie einem starken Team von Elektro- und Systemingenieuren. Die Positionen von FCA und ENGIE EPS in der Automobilindustrie werden entsprechend gestärkt. Ziel des geplanten Joint-Venture ist es, sich auf innovative und wegweisende Lösungen für den europäischen Markt der Elektromobilität zu konzentrieren. Die geplante Transaktion stellt einen wichtigen strategischen Schritt in der Entwicklung des Produktportfolios beider Unternehmen dar. Ziel ist es, Hindernisse im Übergang zur Elektromobilität in Europa zu beseitigen.

„Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung geht auf eine konstruktive, bereits dreijährige Zusammenarbeit zwischen FCA und ENGIE EPS zurück. Zu den gemeinsamen Projekten zählen beispielsweise die exklusive easyWallbox, eine einfach zu bedienende Plug-and-Play-Ladestation für Privathaushalte, das kürzlich im FCA Werk Mirafiori gestartete Vehicle-to-Grid-Pilotprojekt sowie innovative, kundenorientierte Kundenpakete zur Energieversorgung“, sagt Mike Manley, CEO von Fiat Chrysler Automobiles. „Das geplante Joint-Venture ermöglicht ein noch größeres Engagement beider Parteien, erweitert die bestehende Zusammenarbeit und bietet Chancen, unsere innovativen Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln, um einen reibungslosen Übergang zur Elektromobilität in Europa zu unterstützen.“

„Die Elektrifizierung von Fahrzeugen stellt einen unausweichlichen Trend dar, der die städtische Mobilität revolutioniert und vor allem einen Paradigmenwechsel der weltweiten Energiesysteme darstellt. Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ist ein Beweis für unser gemeinsames Bestreben, diesen Wandel und den Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu beschleunigen“, kommentiert Carlalberto Guglielminotti, CEO und General Manager ENGIE EPS. „Italien hat als starke Kraft in der Automobilindustrie und bei der Entwicklung innovativer Technologien für den Energiesektor einen tiefen Eindruck in der Geschichte hinterlassen. Dieses Joint-Venture ist die Gelegenheit, dieses Erbe zu konsolidieren und gleichzeitig den Weg in eine umweltfreundlichere Mobilität zu ebnen.“

Die geplante Transaktion unterliegt entsprechenden Standardbedingungen sowie allen erforderlichen Mitteilungen und Genehmigungen der zuständigen Behörden und Institutionen. Beide Parteien erwarten die Unterzeichnung des gesamten Vertragswerks bis Ende dieses Jahres mit der anschließenden Gründung des Joint-Ventures im ersten Quartal 2021.