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"Flotte! Der Branchentreff" 2020

Stromer so weit das Auge reicht

0 2019-09-15 420

Wer sich bisher noch kein eigenes Bild machen konnte, dem sei gesagt, dass die Elektromobilität nun angekommen ist, zumindest erweckt die diesjährige IAA diesen Eindruck. Kaum ein Hersteller lässt sich auf der einst wichtigsten Automobilausstellung ohne Elektrofahrzeug blicken, auch wenn es vielleicht "nur" ein Hybrid ist. Aber was davon steht bald bei den Händlern und zu welchem Preis?

Die fraglos wichtigste Elektro-Neuheit der IAA ist der VW ID.3, der zugleich den Auftakt einer groß angelegten E-Offensive des VW-Konzerns markiert. Er basiert auf dem elektrischen Baukasten MEB, der noch weiteren E-Modellen des Konzerns als Basis dienen wird. VW-Chef Herbert Diess hat bei der Enthüllung des ID.3 über 70 Stromer bis 2028 angekündigt. Der ID.3 soll dabei in die Rolle des Golfs schlüpfen. Entsprechend sieht er trotz einiger progressiver Details aus wie ein letztlich vernünftiges und praktisches Kompaktmodell. Auf 4,26 Meter Länge bietet der ID.3 ein Platzangebot fast auf dem Niveau der Mittelklasselimousine Passat. Der Innenraum ist modern eingerichtet, aufgeräumt und natürlich ist man bestens vernetzt. Auf Wunsch kann man den zu Preisen unterhalb von 30.000 Euro mit dann 330 Kilometer Reichweite startenden ID.3 auch mit größerer Reichweite von bis zu 550 Kilometer bekommen.

Das krasse Gegenteil zum Volks-Stromer ID.3 ist die sportliche E-Ikone Porsche Taycan, der mit extremen Fahrleistungen sowie einem fein ausgestatteten Innenraum beeindruckt. Darüber hinaus ist der viersitzige Flachmann ein echter Hingucker, dessen knackig proportioniertes Heck Emotionen wie ein Porsche 911 weckt. Auf Boxersound muss man allerdings verzichten, auf Leistung hingegen nicht: Die stärkere Version Turbo S mit 560 kW/761 PS beschleunigt den 2,3-Tonner in weniger als 10 Sekunden auf Tempo 200. Maximal sind 260 km/h möglich. Trotz mächtig dimensionierter Batterie darf man angesichts der Fahrleistungen keine Reichweitenwunder erwarten, doch rund 400 Kilometer sollen nach WLTP-Messung möglich sein. Mit einem Preis von mindestens 152.000 Euro fällt der Taycan selbst für einen Porsche allerdings teuer aus.

Corsa-e heißt Opels Antwort auf den VW ID.3. Die Neuauflage des Kleinwagen-Klassikers bietet die PSA-Tochter auch in einer batterieelektrischen Variante an. Mit 100 kW/136 PS erlaubt der Stromer gute Fahrleistungen und dank 50-kWh-Batterie auch eine ordentliche Reichweite von 330 Kilometer. Darüber hinaus relativiert der rund 30.000 Euro teure Corsa-e mit einer gediegenen Ausstattung den nicht gerade geringen Basispreis.

Mit knapp unter 34.000 Euro noch etwas mehr kosten wird ein schlicht E genannter Elektrokleinwagen von Honda, der 2020 offiziell auf den Markt kommen soll. Der mit viel Retro-Charme ausstaffierte Stadtstromer zeichnet sich durch einige technische Leckereien wie etwa Kameras als Außenspiegel oder ein mit mehreren großen Displays garniertes Armaturenbrett aus. Außerdem soll der nur 3,90 Meter kurze Japaner mit dynamischem Heckantrieb und 110 kW/150 PS auch in Sachen Fahrspaß überzeugen. Der im Frühsommer 2020 verfügbare E ist angesichts seiner 36-kWh-Batterie allerdings kein Reichweitenwunder, denn mit einer Ladung kommt man lediglich 220 Kilometer weit.

Deutlich mehr, nämlich 260 Kilometer, schafft der neue E-Up von VW, der zusammen mit seinen Schwestermodellen von Skoda und Seat auf der IAA sein Debüt feiert. Das im Vergleich zum Vorgänger stattliche Reichweitenplus von gut 60 Prozent verdankt der E-Up einer auf gut 32 kWh gewachsenen Batterie. Trotz des deutlich größeren Stromspeichers ist der Preis auf rund 22.000 Euro gesunken. Wer den Umweltbonus abgreift, bekommt einen E-Up so für deutlich unter 18.000 Euro. Speziell in diesem Fall gibt es E-Mobilität zwar weiterhin nicht zum Schnäppchen-Tarif, doch wird sie durchaus bezahlbar.

Der Stadt als Einsatzgebiet treu bleibt der frisch renovierte und künftig ausschließlich elektrisch angetriebene Smart Fortwo EQ. Trotz seiner deutlich modernisierten Außenhaut bleibt es technisch bei einem 41 kW/60 PS starken Motor und einer 17,6 kWh großen Batterie. Im urbanen Umfeld kann der Vortrieb sogar richtig Spaß vermitteln, die 160 Kilometer Reichweite sind allerdings nur ausreichend für den Einsatz in der Stadt. Wie bisher gibt es den Smart als zweisitziges Coupé und Cabriolet sowie als viertürigen Forfour. Die Preise dürften weiterhin bei rund 22.000 Euro starten.

Die britische BMW-Tochter Mini zeigt mit dem Mini Cooper SE ihr erstes ernst gemeintes E-Auto. Teile der Technik stammen vom i3, das Drehmoment des E-Motors dürfte in Verbindung mit dem dynamischen Fahrwerk für besonderen Fahrspaß sorgen. Der Stadtflitzer verfügt über 184 PS und ein 33-kWh-Akku.

Die Stärke des Diesels

0 2019-10-10 98

Der Diesel ist sparsam, je nach Ausführung unglaublich potent und hinreichend kultiviert. Grund genug, einmal auf drei konzeptionell verschiedene Reichweitenprofis aus Deutschland, Italien und Tschechien zu schauen, die mit mehr als 200 PS auch noch bärenstark sind. Die Rede ist von Opel Insignia ST 2,0 BiTurbodiesel, Alfa Romeo Giulia 2,2 Diesel und Skoda Kodiaq RS.

Voll auf Strom

0 2019-10-07 153

Anfang nächsten Jahres erscheint die elektrische Version des neuen Peugeot 208. Das Schwestermodell des ebenfalls batterie-getriebenen Opel Corsa e soll mit 340 Kilometern Reichweite alltagstauglich sein.

Zahlenspiel

0 2019-10-07 160

Zwar verbinden viele die Marke Porsche mit Sportwagen wie dem 911er, doch mittlerweile verkaufen die Zuffenhausener den weitaus größten Teil ihrer Fahrzeuge als SUV (Macan, Cayenne) oder in der Luxuslimousinen-Klasse. Und hier offerieren die Schwaben neben dem S-Klasse-Konkurrenten Panamera mit dem Sport Turismo seit zwei Jahren eine Art Kombi-Variante, die man durchaus auch Shooting Brake nennen könnte.

Ford elektrifiziert Nutzfahrzeugpalette

0 2019-09-27 311

Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist der Begriff Transit unverrückbar mit Ford verbunden, mittlerweile bringt schon die siebte Generation des Transport-Klassikers Passagiere und Ladung von A nach B. Der hat Ford jetzt ein dezentes Facelift spendiert, außerdem gibt es überarbeitete Motoren und auch die Elektrifizierung hält Einzug. Im großen, sogenannten Zwei-Tonnen-Transit (ab 28.450 Euro netto) allerdings erstmal nur in Form eines 48-Volt-Hybrid-Systems, die etwas kleinere, vor einigen Jahren in Transit und Tourneo Custom umbenannte Version mit nur einer Tonne Nutzlast fährt dagegen auch als Plug-in-Hybrid vor.

Kompakte Hochleistungs-SUV

0 2019-09-27 323

Wer ein waberförmiges Grill-Gitter an einem Kompakt-SUV im Rückspiegel entdeckt, sollte diesen kompakten Allradler in keinem Fall unterschätzen. Denn hier kommt entweder die neueste Generation des Audi RS Q3 mit 400 PS angebraust oder die ebenso stark motorisierte Coupé-Version Sportback. Äußerlich verfügen beide über einen Single-Frame ohne Chromrahmen und diesen markanten Schlitz zwischen Grill und Haube, der an die alten Rallye-Quattro-Zeiten erinnern soll. Und exklusiv für die RS-Version wurden die boomerangförmigen seitlichen Blades konstruiert. Wer sportlich ist, soll auch sportlich aussehen.

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