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Facelift für den Superb

0 2019-05-27 821

Das Flaggschiff von Škoda, der Superb, bekommt ein umfassendes Facelift: Neben Matrix-LED-Licht ist auch ein Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von 55 Kilometer erstmals inbegriffen.

Der Superb ist für Škoda eine Erfolgsgeschichte. Seit seiner Premiere im Jahr 2001 hat der tschechische Mittelklässler zahlreiche Autofahrer überzeugt. Weit über eine Million Kunden haben sich schon für den VW-Passat-Technikbruder entschieden – und nicht wenige Käufer damit dem günstigeren und geräumigeren Skoda den Vorzug gegenüber dem Wolfsburger Original gegeben. Die nächste Passat-Generation wird gleich gar nicht mehr in Emden gebaut, sondern bei Skoda in Kvasiny und wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, sollen die Tschechen auch die Entwicklungshoheit über die kommende Mittelklasse-Generation erhalten. Bis das soweit ist, fährt jetzt aber erst einmal die aktuelle dritte Generation als Limousine und Kombi frisch geliftet vor und steht ab Herbst für wahrscheinlich mindestens 28.000 Euro beim Händler.

Wie üblich, haben die Designer im Zuge des Facelifts Hand an Front und Heck gelegt. Mit der neue Frontschürze gibt’s auch einen größeren Kühlergrill mit Doppelrippen, der etwas weiter nach unten ragt. Daneben fallen neue, breitere Scheinwerfer auf, die schon in der Basis-Version mit LED-Technik arbeiten. Erstmals bei Skoda sind jetzt auch Matrix-LED-Scheinwerfer erhältlich, die die Straße besser ausleuchten sollen; als Spielerei gibt es nun auch beim Superb animierte Blink-Lichter. Auch am Heck strahlen Leuchtdioden durch die Nacht, statt wie andere Hersteller auf ein durchgängiges Lichtband zu setzen, verbindet Skoda die Rücklichter aber mit einer Chromleiste. Nach Scala und Kamiq bekommt nun auch der große Tscheche den ausgeschriebenen Skoda-Schriftzug am Kofferraumdeckel. Wer sich künftig für die Top-Ausstattung Laurin & Klement entscheidet, erhält rundum noch ein bisschen mehr Chrom-Dekor. Das soll, ebenso wie die farbigen Kontrastnähte, auch den Innenraum aufwerten. Dort ziehen jetzt digitale 10,25-Zoll-Instrumente ein, auf der Infotainment-Seite stehen drei Touchscreen-Systeme mit 8- beziehungsweise 9,2-Zoll-Display zur Verfügung. Das Top-System reagiert auf Gestensteuerung, ist selbstredend online und versteht sich prima mit Smartphones; die künftig in einer größeren Phone-Box induktiv geladen werden können. Unterstützung erfährt der Fahrer im gelifteten Superb durch weitere Assistenten: Der vorausschauende Abstands-Tempomat reagiert jetzt auf Temposchilder und Kurven, der Emergency Assist leitet - wenn der Fahrer nicht mehr reagiert - eine kontrollierte Notbremsung am Fahrbahnrand ein und der Front Assist erkennt Fußgänger auf der Fahrbahn und tritt wenn nötig selbstständig auf die Bremse.

Unter der Haube stehen sechs Triebwerke zur Verfügung. Die Diesel leisten 88 kW/120 PS (1.6 TDI), 110 kW/150 PS und 140 kW/190 PS (beides 2.0 TDI) und verfügen über SCR-Katalysatoren mit AdBlue-Reinigung. Im Basis- und Top-Selbstzünder ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Serie, für die stärkste Version gibt’s auf Wunsch auch Allrad. Die 150-PS-Version fährt ab Werk mit Sechsgang-Handschaltung vor, die auch für den 1.5-TSI-Einstiegsbenziner mit 110 kW/150 PS vorgesehen ist. Der neue Zweiliter-Benziner mit 140 kW/190 PS und der Spitzen-Otto mit 200 kW/272 PS (ebenfalls ein 2.0 TSI) fahren wiederum serienmäßig mit dem Siebengang-Doppelkuppler vor – der stärkste Benziner gibt seine Kraft zudem immer an beide Achsen ab. Alle drei Benziner pusten ausschließlich partikelgefilterte Abgase in die Umwelt, zum Verbrauch macht Skoda noch keine Angaben.

Ganz neu im Angebot ist mit dem Skoda Superb iV der erste Plug-in-Hybrid der Marke: Die Kombination aus 1,4-Liter-Benziner (115 kW/156 PS), E-Motor (85 kW/116 PS) und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe stellt 160 kW/218 PS bereit. Bis zu 55 Kilometer soll der Superb iV nur mit dem Strom aus der 13-Kilowattstunden-Batterie schaffen. Aufladen lässt sich der Akku über die Steckdose im Kühlergrill mit bis zu 3,6 kW in dreieinhalb Stunden – allerdings schränkt der Stromspeicher das Kofferraumvolumen um rund 150 Liter auf 485 Liter (Limousine) respektive 510 Liter (Kombi) ein. Optisch unterscheidet sich der Hybrid in Details an der Front vom Standard-Superb, außerdem macht er beim Rollen mit dem Soundgenerator E-Noise auf sich aufmerksam. Interessant: Den Anhänger-Assistent und die 360-Grad-Kamera gibt es ausschließlich für den Hybriden.

Wer will, kann den neuen Skoda Superb als Limousine oder Kombi in der Sportline-Ausführung ordern, die mit schwarzem Dekor und Rädern und einem zehn Millimeter tieferem Fahrwerk auf sich aufmerksam macht. Die dynamische Ausstattung ist für alle Motoren bis auf den Basis-Diesel erhältlich. Ausschließlich mit den beiden Top-Triebwerken ist dagegen der Superb Scout erhältlich: Erstmals punktet so auch das Flaggschiff der Tschechen mit 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit, Aluminium-Unterfahrschutz und robusten Plastik-Planken. Der obligatorische Allradantrieb wird um einen speziellen Offroad-Fahrmodus erweitert, innen gibt es außerdem schickes Holz-Dekor und Scout-spezifische Stoffsitze.

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