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Bärenstark

0 2019-04-26 1229

Wer bei einem Familienauto neben reichlich Platz nicht auf Power verzichten will, der sollte sich den Škoda Kodiaq RS einmal genauer anschauen. Der Tscheche mit dem Namen einer besonders großen Braunbärenart aus Nordamerika ist derzeit das mächtigste Neuzeit-Modell von Škoda.

Dieser Riese macht neuerdings dank des bis dato stärksten Dieselmotors der Tschechen auch auf Superbär, der allerdings mit seinem synthetischen Sportwagensound im Alltag auch einen Bärendienst erweisen kann.

Mit seiner 4,70 Meter langen und 1,66 Meter hohen XL-Karosserie sowie serienmäßigen 20-Zoll-Rädern, in denen die kräftig zupackenden Bremsen fast verloren wirken, wird der Kodiaq RS seinen Namen durchaus gerecht. Garniert mit schwarzem Zierrat in der martialischen Front sowie den trapezförmigen Auspuffblenden in der Heckschürze gibt er zudem klar zu verstehen, dass mehr als Durchschnittsware unter seiner Haube schlummert.

Der 2-0-Liter-Biturbodiesel mit 176 kW/240 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment schiebt den 1,9-Tonner jedenfalls bärig nach vorne. Und dank Allradantrieb bleibt ein Wimmern und Scharren der Antriebsräder aus. Der doppelten Turboaufladung sei Dank, möchte man bei spontaner Leistungsabfrage aus dem Drehzahlkeller  meinen, ein V8 würde unter der sickenreichen Haube stecken. Zudem wechselt das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe blitzschnell und geschmeidig die Gänge, so dass die 100-km/h-Marke auf Wunsch in weniger als sieben Sekunden fällt. Maximal sind 221 km/h drin, die der Diesel-Sportler laut digitaler Tachoanzeige sogar deutlich überschreiten kann. Wechselt man per Tastendruck in den Sportmodus, vermittelt das Dickschiff auch in Richtung Höchstgeschwindigkeit es sattes und sicherer Fahrgefühl. In dieser verbindlichen Abstimmung kommt sogar bei zackigen Links-Rechts-Kombinationen Fahrspaß auf. Besonders verblüffend ist es, wie sich das Dickschiff mit zunehmendem Tempo in enge Biegungen regelrecht hineinsaugt.

Im Alltag lässt man es meist ruhiger angehen, was mit dem RS auch kein Problem ist, denn trotz seiner dynamischen Auslegung fährt sich der Diesel-Sportler handzahm und im Komfort- oder Standardmodus zudem angenehm komfortabel. Eine Sache kann dabei allerdings stören: Im automatisch nach dem Motorstart aktivierten Standardmodus wirkt der synthetisch erzeugte, dumpf grummelnde Auspuffsound oft übertrieben aufdringlich. Eigentlich soll der Dynamic Sound Boost für eine sportliche Grundstimmung sorgen, was in vielen Alltagssituationen jedoch unpassend erscheint. Erst wenn man per Knopfdruck in den Ecomodus wechselt, wird es angemessen leise. Will man sportlich unterwegs sein, mag der zumindest innen aufdringliche Klang dem gesamten Fahrerlebnis einen durchaus passenden Rahmen verleihen, doch idealerweise sollte sich dieser erst hinzugesellen, wenn man es wirklich krachen lassen will.

Doch sieht man von der bisweilen fragwürdigen Sportbeschallung ab, ist der Kodiaq RS in gleich mehrfacher Hinsicht ein Genussauto. Es gibt viel Platz, ein nobles Ausstattungsniveau, schöne Extras wie Abstandstempomat, angenehm straffe Leder-/Alcantara-Sportsitze, Zweizonen-Klimaautomatik oder eine praktische 230-Volt-Steckdose im Fond. Und dann ist der große Tscheche vor allem auch ein hervorragendes Familienauto, denn die Beinfreiheit hinten ist gigantisch und der Kofferraum mit 650 bis 1.960 Liter für eigentlich jedes Beladungsszenario gewappnet. Außerdem bietet das Gepäckabteil noch diverse für den Alltag nützliche Details wie eine Fernentrieglung der Rückbanklehen oder einen Zwischenboden, unter dem sich noch Platz für Kleinkram findet. Ein Netz, verschieb- und arretierbare Taschenhaken und drei Zusatzfächer verhindert zudem das Verrutschen von Gepäck. Und dann sind da noch ein Regenschirm in der Türverkleidung, ein Eiskratzer in der Tankklappe oder die automatisch ausfahrenden Schutzgummis beim Öffnen der Türen, die den Autoalltag auf clevere Weise erleichtern. Trotz seiner sportlichen Auslegung ist der Kodiaq RS also perfekt auf den Einsatz mit Kind und Kegel ausgelegt.

Will sich eine Familie das Dickschiff leisten, braucht es allerdings mindestens ein Oberhaupt mit Kontostand auf gehobenem Niveau, denn die gut ausgestattete aber dennoch ausbaufähige Basis kostet bereits rund 50.000 Euro. Immerhin bleiben die Spritkosten auf dem Teppich, denn dank Segelfunktion und Start-Stopp-System kann man den von Skoda angegebenen 6,4 Liter in der Praxis recht nahe kommen. Dann muss man sich allerdings in Zurückhaltung üben, was seinen Fahrern angesichts der starken Performance wohl schwer fallen dürfte. Doch auch nach Tempoexzessen auf der Autobahn entwickelt der Koqiaq zumindest keinen Bärenhunger, der Verbrauch bleibt zumeist einstellig.

Elektrovariante des Peugeot 208

0 2019-07-15 54

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CLA Shooting Brake bekommt Facelift

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Ford und Volkswagen weiten weltweite Kooperation aus

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