Während die volle Vernetzung des Reifens mit der Umwelt sicher noch etwas auf sich warten lässt, dürfte eine Alternative zu den aktuellen Run-Flat-Reifen schon bald auf den Markt kommen. Aktuell arbeiten die Pneu-Hersteller mit verstärkten Seitenwänden oder Stützringen sowie speziellen Rädern (2H-Felgen), damit man bei einer Reifenpanne trotzdem noch fahren kann; je nach Bauart und Technik sind 80 bis 300 Kilometer möglich. Yokohama hat jetzt eine simplere Methode vorgestellt: Der Reifen ist mit einem integrierten Abdichtgel versehen, das automatisch Löcher von Nägeln oder anderen spitzen Gegenständen versiegelt und so die Weiterfahrt ermöglicht. Vor allem im Zusammenhang mit autonom fahrenden Autos sieht der Gummi-Hersteller großes Potenzial für die sich selbst reparierenden Pneus, ist doch zukünftig vielleicht gar kein Fahrer mehr an Bord, der einen Reifenplatzer feststellen kann.

Auch in Sachen Komfort und Umweltschutz legt Yokohama nach: Ersterer soll durch eine Isolierschicht im Reifeninneren gesteigert werden, die Abrollgeräusche deutlich mindert. Befestigt wird das Dämmmaterial mit einer Art Klettverschluss, an dem man unter anderem auch weitere Sensoren oder andere funktionale Komponenten anbringen könnte. Für weniger Verbrauch will Yokohama mit noch leichteren Reifen sorgen, der Nachfolger des Serienmodell BluEarth-air EF21 soll 50 Prozent leichter sein als herkömmliche Pneus.