Für viele gehört das Treffen mit Freunden, Kollegen oder der Familie auf dem Weihnachtsmarkt zur angenehmen Pflicht in der Adventszeit. Vor allem wenn es kalt ist locken Glühwein, Lumumba oder Punsch. Nach dem Genuss dieser Getränke sollte man aber auch das Autofahren verzichten, denn bereits ein Becher kann die Fahrtauglichkeit herabsetzten.

Im Schnitt hat Glühwein einen Alkoholgehalt von sieben bis zehn Prozent. Wegen des Zuckergehaltes und der Wärme geht der Alkohol sehr schnell ins Blut. Die eigene Einschätzung, wie viele Gläser Glühwein oder Punsch jemand unbeschadet trinken kann, ist generell wenig verlässlich, denn die Alkoholkonzentration im Blut hängt von verschiedenen Faktoren wie Gewicht, Geschlecht, dem Alter und der Tagesform ab.

Wer nach einem Weihnachtsmarktbummel wegen alkoholtypischen Verhaltens wie beispielsweise Fahren in Schlangenlinien angehalten wird, muss mit einer hohen Geldstrafe und Führerscheinentzug rechnen. Diese Konsequenzen drohen bereits mit 0,3 Promille Alkohol im Blut. Ab 0,5 Promille sind unter Umständen 500 Euro, vier Punkte sowie ein einmonatiges Fahrverbot fällig. Ab 1,1 Promille gilt jeder Kraftfahrer als absolut fahruntüchtig und muss für mindestens ein halbes Jahr seinen Führerschein abgeben, dazu kommt ein hohes Bußgeld.

Den Führerschein verlieren kann aber auch, wer nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad unterwegs ist. Radfahren im betrunkenen Zustand ist nämlich keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat. Mit 1,6 Promille im Blut wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) verlangt und je nach Ergebnis kann dann auch die Fahrerlaubnis entzogen werden. Sicherer ist es deshalb, für die Fahrt zum Weihnachtsmarkt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen - oder der süßen Verlockung zu widerstehen und zu einem alkoholfreien Punsch zu greifen.