Junge Gebrauchtwagen haben sich für Privatkunden als Alternative zum teuren Neuwagen etabliert. Rund jeder zehnte in den ersten drei Quartalen 2013 in Deutschland verkaufte Gebrauchtwagen war weniger als ein Jahr alt.

Bei rund 60 Prozent dieser Fahrzeuge handelt es sich laut einer Analyse des Informationsdienstleisters Dataforce um sogenannte Kurzzulassungen des Autohandels. Dafür werden Neuwagen pro forma einmal zugelassen, in der Regel aber nicht gefahren. Der Händler kann auf das nicht mehr neuwertige Fahrzeug dann einen Rabatt einräumen, der vor allem Privatkunden lockt, denen ein vergleichbarer Neuwagen zu teuer wäre. Zustand und Qualität des jungen Gebrauchten sind mit einem Neuwagen fast identisch, allerdings kann der Kunde das Fahrzeug nicht nach eigenem Geschmack zusammenstellen, sondern muss nehmen, was beim Händler vorrätig ist.

Weitere 13 Prozent der jungen Gebrauchten stammen aus gewerblichen Flotten sowie von Privatkunden. Autovermieter stellen 15 Prozent der Fahrzeuge aus zweiter Hand, weitere 14 Prozent steuern die Pkw-Hersteller direkt bei. Anders als bei den Händlerzulassungen sind diese jungen Gebrauchten nicht mehr quasi-fabrikneu, sondern meist schon ausgiebig gefahren. Im Ausgleich sind sie etwas preisgünstiger.

Den größten Anteil an jungen Gebrauchten an den gesamten Besitzumschreibungen gibt es mit 33 Prozent bei Hyundai. Das ist unter anderem mit den zuletzt starken Wachstum zu erklären und dem vergleichsweise geringen Bestand älterer Fahrzeuge. Auf Rang zwei folgt Skoda mit rund 17 Prozent vor Seat mit rund 16 Prozent. Bei den deutschen Marken hingegen ist die Quote junger Gebrauchter relativ gering. Mercedes etwa erreicht knapp fünf Prozent, BMW vier und Audi 3,4 Prozent. Den geringsten Anteil junger Fahrzeuge gibt es mit 3,1 Prozent bei VW.