Nikolas Iwan, H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG: „Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle bei der Verkehrswende. Hohe Reichweite, kurze Betankungszeit und null lokale Emissionen sind die entscheidenden Kriterien.“

„Mit dem Netzausbau schaffen wir gemeinsam die Grundlage für Technologievielfalt in der Elektromobilität in Deutschland. Wasserstoffmobilität bietet die Chance auf eine leistungsfähige Elektromobilität mit Vorteilen für Pkws auf langen Strecken, aber vor allem auch für Nutzfahrzeuge.“, erklärt Jan Petersen, Direktor Mobilität & Neue Energien, der bei TOTAL Deutschland den Infrastrukturausbau alternativer Mobilitätskonzepte leitet. „TOTAL Deutschland beteiligt sich bereits seit 2002 an Forschungs- und Pilotprojekten zum Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Weitere Projekte von TOTAL in Neuruppin, Erfurt und Hamburg stehen kurz vor der Fertigstellung oder sind im Bau. Weitere Projekte in Saarbrücken und Freiburg sind in Planung. Zusammen mit unseren Partnern möchten wir mit dem Aufbau eines H2- Tankstellennetzes ein klares Signal an den Markt senden.“

Die Tankstelle in Rastatt, die mit der hoch effizienten Ionic Compressor-Technologie von Linde ausgestattet ist und rund 200 Kilogramm Wasserstoff fasst, bietet eine zweite Betankungsmöglichkeit für Wasserstofffahrzeuge im Großraum Karlsruhe/Baden-Baden. Ihre Lage an der Karlsruher Straße 16, unweit der Autobahn A5, stärkt zudem die Tankstellenversorgung entlang der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse im Rheintal.

Gebaut wurde die Wasserstofftankstelle in Rastatt von H2 MOBILITY, einem Gemeinschaftsunternehmen von Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL, das sich zum Ziel gesetzt hat, in Kürze die Marke von 100 Tankstellen in Deutschland zu erreichen. Damit wäre ein wichtiger Schritt zur flächendeckenden Versorgung mit Wasserstoff und zur Markteinführung von Wasserstofffahrzeugen erreicht.

Der Tankvorgang bei Wasserstoff-Fahrzeugen ist intuitiv und vergleichbar mit einer Erdgasbetankung. An Bord des Fahrzeugs erzeugt eine Brennstoffzelle aus dem Wasserstoff Strom, der dann einen Elektromotor antreibt. Mit fünf Minuten Betankungszeit werden Reichweiten von z.T. deutlich über 500 Kilometer möglich. Da Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser mit erneuerbarem Strom erzeugt werden kann, ist er zugleich das zentrale Bindeglied zwischen Energie- und Verkehrswende.

Die Wasserstoffstation in Rastatt wird durch die Europäische Kommission im trans-European Transport Network (TEN-T CEF) im Projekt Connecting Hydrogen Refuelling Stations (COHRS) gefördert.