So überzeugte Aussteller Carla Cargo mit einem Modell, dass sogar zur Zuladung von Europaletten-Stapeln ausgelegt ist - Name? – Passenderweise „Karl Kargo“. Sicher durch eine Auflaufbremse im Anhänger und bequem durch zwei Elektromotoren im Heck.

Mit einem Prototyp des neuen Pickup Work 2.0 wartete XCYC auf. Ebenfalls Europalletten-geeignet, mit der stolzen Zulade-Möglichkeit von bis zu 210 kg. Erste Auslieferungen sind laut Hersteller in den nächsten Wochen möglich.

Besonders für Handwerker geeignet, die schnell mit griffbereitem Werkzeug bei ihren Kunden sein möchten, der neue modulare Fahrradanhänger AH-400 von aidoo mit stapelbaren Aufsatzmodulen im Koffersystem. Eine ebenfalls äußerst flexible und technisch hoch ausgereifte Lösung bietet der Lastenanhänger von K-ryole aus Frankreich, der in Sekundenschnelle an jedwedes Fahrrad – egal ob mit oder ohne Elektrounterstützung – angehängt werden kann, Auflaufbremse naturellement inklusive. Wir sagen: très chic.

Geradezu ein Trend zur Annäherung von Kraftfahrzeug und Fahrrad war ebenfalls zu beobachten. So erstaunte hier zum Beispiel das „mö“ nicht nur mit seinem ungewöhnlichen Namen. Ließ das Chassis – gern im floralen, hippiesk anmutenden Design – von der Form noch an Opas Wohnwagen aus den 60ern denken, stellt es tatsächlich ein überdachtes E-Dreirad mit sowohl Pedal als auch Solarunterstützung dar, welches als leichtes E-Fahrzeug (LEV) klassifiziert wurde. Laut Hersteller Evovelo liegen bereits alle Zertifizierungen zur Straßenzulassung vor, Topgeschwindigkeit: 45 km/h, zwei Personen passen nebeneinander, größere Zulademöglichkeiten sind bereits in Planung. Die Auslieferungszeit der Knutschkugel gibt das in Malaga beheimatete Unternehmen derzeit mit 10 Monaten an.

Auch beim Erfinderwettbewerb überzeugte der Entwurf mit der höchsten Innovationskraft: Cigogne-cycles aus Frankreich staubte hier den 1. Platz ab – mit einem Spezialrad-Baukasten, bei dem ein Grundmodell mit verschiedenen aufsteckbaren Modulen im Handumdrehen wahlweise zum Tandem, Lastenrad, Liegerad und Transportrad für bis zu zwei Kinder wird. Wie gesagt – ziemlich abgefahren, die „Spezi“!

War sie bisher vor allem Mekka für alle Fans von herkömmlichen Spezialrädern, wie Liegezwei-, drei-, Sessel- und Falträdern, Tandems, Velomobilen, Reha-Mobilen, Ruder- und Familienrädern, kam der Rekord im Bereich Cargo-Lastenräder für Hardy Siebecke, den Leiter der Internationalen Spezialradmesse, die vom 27. bis 28. April zum 24. Mal in Germersheim stattfand, dennoch nicht überraschend: „Nicht zuletzt dank staatlicher und städtischer Förderung erhalten die Packesel auf Rädern einen kräftigen Schub. Sie gelten sowohl gewerblich als auch privat als ein Mittel, in den Städten Straßen und Luft zu entlasten. Eine echte Transportalternative auf der sogenannten letzten Meile.“

So kauften Gewerbe und private Haushalte im letzten Jahr, offiziellen Handelsmeldungen zufolge, alleine 40.000 Elektro-Lastenräder sowie ungezählte Modelle ohne Motor. Für alle, die sich für eine Lastenrad-Förderung interessieren, gibt es hier den Link zum Modul 5 – Lastenfahrräder und Lastenanhänger mit Elektroantrieb für den fahrradgebundenen Lastenverkehr des Bafa:

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Kleinserien_Klimaschutzprodukte/Schwerlastenfahrraeder/schwerlastenfahrraeder_node.html

Bildquelle: Evovelo