Die Preissteigerungen haben die Vergleichsportale Check24 und Alzura ermittelt. Auch der Reifenhandels-Verband BRV kommt zu einem ähnlichen Ergebnis, sieht aber zumindest bei der Verfügbarkeit von Reifen keine flächendeckenden Probleme.

Ein Grund für die Verteuerung: Der Rohstoff Ruß fehlt. Drei Kilo dieses als Abfallprodukt der Industrie anfallenden Rußes, auch „Carbon Black“ genannt, stecken in einem Autoreifen. Und vieles davon kam bislang aus der Ukraine und aus Russland. Nun muss Carbon Black aus anderen Ländern wie Indien beschafft werden, wodurch sich wiederum die Transportkosten erhöhen. Weitere Gründe für Preissteigerungen sind Fachkräftemangel, Personalkosten durch Anhebung des Mindestlohns, nachgelagerte Coronaeffekte und steigende Energiepreise.

Für Unternehmen wird der Kostendruck derzeit immer größer. In Zusammenarbeit mit professionellen Fuhrparkmanagement-Anbietern lassen sich, je nach Größe und Struktur des Fuhrparks und Grad der Auslagerung von Management- und Verwaltungsaufgaben, Kostenvorteile erzielen. Denn – um nur einige zu nennen – sowohl bei der Beschaffung der Neufahrzeuge als auch beim Bezug von Reifen, Ersatzteilen und anderer Serviceleistungen für die Flotten ihrer Kunden erzielen Fuhrparkmanagement-Anbieter durch Nachfragebündelung bessere Preise und Rabatte. Auch wenn Fuhrparkmanagement-Gesellschaften genauso den geltenden Preissteigerungen gegenüberstehen, profitieren ihre Kunden preislich von der Verhandlungskraft ihrer großen Beschaffungsvolumen.

Qualifizierte Fachkräfte streichen zudem nicht berechtigte Rechnungspositionen aus Werkstattrechnungen und setzen Kulanz- und Garantieansprüche gegenüber Herstellern durch.

Wechseln ist wichtig

Reifen müssen bei den unterschiedlichen Wetter- und Fahrbahnverhältnissen ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit gewährleisten. Daher gibt es spezielle Reifen für Sommer und Winter. Sommerreifen bieten gute Haftungseigenschaften bei hohen Temperaturen, trockener und nasser Fahrbahn. Winterreifen zeichnen sich durch gute Fahreigenschaften bei Schnee und Eis aus.

Kommt es wegen der winterlichen Verhältnisse auf Sommerreifen zu einem Unfall, gefährdet der Fahrer nicht nur andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst, sondern auch seinen Vollkasko-Versicherungsschutz. Denn wer bei erkennbar winterlichen Fahrbahnverhältnissen mit Sommerreifen losfährt, handelt grob fahrlässig. Daher ist nicht wechseln auf Kosten der Sicherheit – weder privat noch im betrieblichen Fuhrpark – keine Option.