Der Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid durch einfache E-Mail ist unzulässig, sofern diese nicht von der Behörde innerhalb der Einspruchsfrist ausgedruckt und zur Akte genommen wird und ihrerseits den Anforderungen der Schriftlichkeit nach der Rechtsprechung des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes genügt. Der Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid durch E-Mail ist ohne Ausdruck nur zulässig, sofern die E-Mail den Anforderungen des § 110c OWiG i.V.m. § 32a StPO (elektronischer Rechtsverkehr mit Strafverfolgungsbehörden und Gerichten) genügt.

AG Baden-Baden, Beschluss vom 24.08.2020, Az. 14 OWi 308 Js 3503/20