Die gerichtliche Überzeugung von einem einmaligen Drogenkonsum kann sich auch allein auf die Angaben des Betroffenen stützen.

Nach Nr. 9.1 der Anlage 4 zur FeV entfällt bei Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (ausgenommen Cannabis) die Fahreignung. Dies gilt nach der einhelligen obergerichtlichen Rechtsprechung unabhängig von der Häufigkeit des Konsums, der Höhe der Betäubungsmittelkonzentration, einer Teilnahme am Straßenverkehr in berauschtem Zustand und dem Vorliegen konkreter Ausfallerscheinungen beim Betroffenen. Dementsprechend ist die Entziehung der Fahrerlaubnis bereits dann gerechtfertigt, wenn der Fahrerlaubnisinhaber - wie hier zum Jahreswechsel 2014/2015 - mindestens einmal sogenannte harte Drogen konsumiert hat. Die gerichtliche Überzeugung von einem - einmaligen - Drogenkonsum kann sich auch allein auf die Angaben des Betroffenen stützen. Auch im Zulassungsverfahren trägt der Kläger zu seinem willentlichen Konsum von Rauschmitteln zu Silvester vor, der die Entziehung der Fahrerlaubnis - ungeachtet der Geschehnisse auf der Party - rechtfertigt. Soweit der Fahrerlaubnisinhaber in diesem Zusammenhang einwendet, im Zeitpunkt des von ihm eingeräumten Drogenkonsums nicht Auto gefahren zu sein, führt dies ausgehend von der dargestellten Rechtsprechung zu keiner anderen Betrachtung.

OVG des Landes Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 14.08.2020, Az. 3 L 121/20