Jedenfalls kann vom Geschädigten nicht verlangt werden, dass er bei einer eindeutigen Haftungsverteilung wie im vorliegenden Fall eines Auffahrunfalles, in dem von Schädigerseite auch keine Einwendungen gegen eine Einstandspflicht dem Grunde nach erhoben werden, parallel zur Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung der Gegenseite bereits an seinen Kaskoversicherer herantritt.

Ohne Erfolg verweist der Schädiger ferner darauf, dass der Geschädigte gegenüber dem Leasinggeber zur Instandsetzung des Fahrzeuges verpflichtet gewesen sei und der Schädiger deshalb darauf habe vertrauen dürfen, die Reparatur werde vom Geschädigten zeitnah veranlasst werden. 

Brandenburgisches OLG, Urteil vom  27.02.2020, Az. 12 U 86/18