Durch das Inverkehrbringen des Motors mit der unzulässigen Software ist gerade der jeweilige Leasingnehmer durch den ungewollten Leasing-Vertragsschluss in sittenwidriger Weise geschädigt. Insbesondere ist nicht allein der Käufer der betroffenen Fahrzeuge in sittenwidriger Weise geschädigt. Denn die Verwendung der Software ist gerade darauf angelegt, dass die Motoren von sämtlichen Endkunden unabhängig davon genutzt werden würden, ob diese ihre durch die Software gefährdete (längerfristige) Nutzungsmöglichkeit aufgrund eines Kauf- oder aber Leasingvertrages erworben hatten.

OLG Hamm, Urteil vom 10.12.2019, Az. I-13 U 86/18