Insbesondere ausgetretene Öle bzw. Dieselkraftstoffe – oder andere, vergleichbare petrochemische und chemische sowie sonstige Stoffe/Flüssigkeiten wie z.B. Bremsflüssigkeit können die Verwendung einer Straße nicht unerheblich beeinträchtigen und stellen insofern eine Sachbeschädigung dar. Der Halter ist dem Grunde nach verpflichtet, die zur Reinigung und Wiederherstellung der gefahrlosen Benutzbarkeit der Straße erforderlichen Aufwendungen im Falle eines Auslaufens von Betriebsstoffen aus einem im öffentlichen Straßenraum befindlichen Fahrzeug zu ersetzen. Dem geschädigten Bundesland steht grundsätzlich ein Anspruch auf Ersatz der zur Reinigung und Wiederherstellung der gefahrlosen Benutzbarkeit der Bundesautobahn erforderlichen Aufwendungen zu. 

AG Brandenburg, Urteil vom 11.03.2020, Az. 31 C 264/18