Panorama Mercedes G 500 4x4²
<p> Er kennt die Mercedes G-Klasse seit den allerersten Prototypen und ist schon so ziemlich jede Variante des Offroad-Dinosauriers gefahren. Doch der neue G 500 4x4² ist für den obersten Testfahrer in Graz der ultimative Geländewagen und damit gewissermaßen die G-rönung seiner Karriere.</p>
Eigentlich gibt es nicht mehr viel, was Erwin Wonisch bei einem Geländewagen noch überraschen könnte. Schließlich ist der Österreicher nicht irgendein Großstadtindianer, der sich bisweilen auf eine Wiese verirrt. Wonisch ist der oberste Testfahrer für die Mercedes G-Klasse und kennt das Dickschiff schon vom ersten Tag an. Denn als er dort angefangen hat, gab es von dem Geländewagen nur ein paar handgeschnitzte Prototypen und auf den Markt kam der kantige Koloss erst drei Jahre später. Dass er in Graz angefangen hat, ist jetzt schon 39 Jahre her und seitdem hat Wonisch so ziemlich jede G-Klasse gefahren, die Magna im Mercedes-Auftrag montiert hat. Und da kam in fast vier Jahrzehnten so einiges zusammen: Die puristischen Militärmodelle, die luxuriösen AMG-Varianten, Feuerwehrfahrzeuge und welche für den Katastrophenschutz, der Dreiachser für australische Soldaten und gepanzerte Sondermodelle für Spezialeinheiten, das Papamobil und natürlich der G 63 AMG 6x6 für reiche Wüstensöhne. „Dass mich nochmal eine G-Klasse überraschen könnte, hätte ich selbst nicht gedacht“, räumt der Testfahrer ein.
Aber nach 36 Jahren ist genau das dem Dauerbrenner jetzt doch noch gelungen. Denn jetzt sitzt Wonisch bald zwei Meter über dem Boden am Steuer des G 500 4x42 und bekommt den Mund kaum mehr zu vor Staunen. „Das ist die ultimative G-Klasse“, rühmt er den Riesen und stürmt die Steilhänge der Sierra Nevada als seinen es kleine Hügel im Hinterland: Felsbrocken wirken von hier oben wie Kieselsteine, Bachläufe wie Rinnsale und von einer Schneewehe oder einer Sandfläche lässt sich dieser G auch nicht stoppen.
Zwar kann Wonisch von dieser Kraxelei gar nicht genug bekommen. Aber fast mehr noch als den Gipfelsturm genießt er mit G 500 4x4² die schnellen Verbindungsetappen zwischen den einzelnen Bergprüfungen. Denn auch auf der Straße macht der Riese eine außergewöhnlich gute Figur: Wo der normale G ziemlich empfindlich auf Seitenwind reagiert und nervös so mancher Spurrinne nachläuft, zieht der 4x4² so stoisch und unbeirrt seine Bahn wie eine Dampfwalze – allerdings eine mit Turbo-Antrieb.
Nicht umsonst schafft er den Sprint von 0 auf 100 in kaum mehr als fünf Sekunden und ist selbst dann noch gut bei Puste, als Wonisch bei mehr als 200 Sachen so langsam den Fuß vom Gas nimmt.. Eben noch Kraxler im Kriechgang wird die G-Klasse so fast schon zum Kurvenräuber. Kein Wunder, dass der Cheftester von der „Quadratur der G-Klasse“ oder der „Grenzverschiebung in gleich zwei Dimensionen“ spricht und so auch das etwas sperrige Typenkürzel erklärt.
Dabei lässt sich der Testfahrer von einem Auto eigentlich so schnell nichts vormachen. Denn der Steirer hat nicht nur schon so ziemlich jede G-Klasse gefahren, sondern er war auch schon so ziemlich auf jedem Terrain unterwegs. Die sibirische Tundra ist ihm zwar noch ein bisschen fremd. Aber die Polarregionen Skandinaviens kennt er dafür wie seine Westentasche, die Wüsten um den Persischen Golf sind seine zweite Heimat, auf den Test- und Trainingsgeländen der Streitkräfte in aller Welt ist er Stammgast und den Weg auf den Schöckl, den legendären Grazer Hausberg würde er wahrschlich blind fahren können - und zwar rückwärst. Denn auch wenn es kaum ein Gebirge gibt, das er am Steuer eines G nicht schon erklommen hätte und er zum Beispiel erst kürzlich mit dem 4x4² in den chilenischen Alpen unterwegs war, ist dieser Anstieg so etwas wie seine Hausstrecke. „Aber egal ob auf der Straße oder daneben – eine G-Klasse wie diese ist mir noch nicht untergekommen“, schwärmt Wonisch.

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Dass sich der 4x4² im Gelände und auf Asphalt gleichermaßen großartig schlägt, verdankt er seinen Portalachsen. Denn mit ihnen steigt nicht nur die Bodenfreiheit von 21 auf 45 Zentimeter und die Wattiefe von 60 auf 100 Zentimeter, zugleich wächst die Spurweite um 30 Zentimeter. So fährt die G-Klasse nicht nur wie auf Stelzen über alle Hindernisse einfach hinweg, sie hat auch einen breiteren, viel festeren Stand – und martialischer sieht sie mit ihren Karbon-Kotflügelverbreiterungen obendrein aus.
Dazu noch zwei auf den jeweiligen Einsatz zugeschnittene Radsätze mit speziellen Offroad-Walzen auf 18-Zoll-Beadlock-Rädern mit verschraubten Felgenringen und 325er High-Perfomance-Pneus auf 22-Zoll-Felgen für den Asphalt sowie rasend schnell schaltende Verstelldämpfer aus dem Rallye-Sport – fertig ist das kolossale Kraftpaket für Abenteuer und Alltag. „Anders als mit dem 6x6 kann man sich mit diesem Auto auch mal in die Stadt trauen“, freut sich Wonisch und shuttelt seine Gäste selbstverständlich bis vor die Abflughalle des Airports, „es hat schließlich nicht jeder eine eigene Wüste hinter der Haustüre.“
Dabei ist der 4x4² im Prinzip sogar etwas spärlicher motorisiert. Denn wo der 6x6 noch als 63 AMG durch die Wüste stürmt und mit 544 PS und bis zu 760 Nm punktet, muss sich der Neue als 500er begnügen. Allerdings fährt er mit einem neuen V8, der vom Bi-Turbo aus dem AMG GT abgeleitet wurde und im G seinen ersten Einsatz jenseits von Affalterbach hat. Und durch die vier armdicken Auspuffstutzen klingt er nicht nur genauso kernig wie das AMG-Triebwerk. Mit 422 PS und 610 Nm hat er auch fast so viel Punch. Zieht man dann auch noch das geringere Gewicht und das handlichere Format ins Kalkül, wirkt der 6x6 gar vollends so dynamisch wie eine übermotorisierte Ackerschlepper in Lack und Leder
Zwar mangelt es dem Gros der G-Klasse Kundschaft nicht am nötigen Kleingeld – immerhin kostet schon das Basismodell mittlerweile 87.066 Euro und weltweit trägt jeder zweite G das Sportabzeichen aus Affalterbach. Keine andere Baureihe kommt deshalb auf so einen hohen AMG-Anteil. Doch Wonischs Platz kann man sich auch für alles Geld der Welt nicht kaufen. Noch nicht zumindest. Denn zur Publikumspremiere nächste Woche auf dem Genfer Salon trägt der 4x4² noch den Zusatz „Showcar“ im Typenschild. Aber Baureihenchef Gunnar Güthenke ist kein Spielverderber und hält bei entsprechender Resonanz eine Serienumsetzung noch in diesem Jahr für denkbar. Und nachdem Mercedes in den letzten zwei Jahren schon vom 450.000 Euro teuren 6x6 fast 150 Exemplare verkauft hat, sollten sich für das handlichere, agilere und vor allem billigere Auto sicher mindestens genauso viele Interessenten finden.
Baureihenchef Güthenke weiß, dass er mit dem zweiten Extremisten auf Basis der G-Klasse auch eine gewisse Verpflichtung eingeht. „Gut möglich, dass man solche Autos jetzt öfter von uns erwartet“, sagt der Bereichsleiter und ist offen für alle Vorschläge. Ein besonders sportliches und schnelles Modell für die Autobahn statt fürs Gelände? Oder eine betont luxuriöse Variante mit den Liegesesseln aus dem Maybach? Nicht nur Güthenke bekommt bei solchen Ideenskizzen große Ohren. Auch Testfahrer Wonischs Augen strahlen da in einem neugierigen Glanz.
Ob er sich dort allerdings nochmal an Steuer setzen wird, kann er noch nicht absehen. Denn erstens nennt er den 4x42 die G-Krönung seiner Karriere und kann sich nicht so recht vorstellen, dass da noch einmal etwas Besseres nachkommt. Und zweitens hat er im Gegenteil zum G-Modell ein Problem mit dem Alter. Während der Produktionsvertrag für den Allrad-Dinosaurier zwischen Mercedes und Magna gerade erst bis 2022 verlängert wurde und Güthenke dem Klassiker jedes Verfallsdatum abspricht, wartet auf Wonisch in den nächsten Jahren unweigerlich die Rente.

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Kia Venga: Günstiges Leasing-Angebot für Gewerbekunden
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DIGges Ding
<p> <img alt="" src="https://www.flotte.de/files/UserFiles/micra.jpg" style="width: 250px; height: 167px;" /></p> <p> Neuigkeiten für Micra-Kunden: Es gibt Nachschlag in Form von 18 Zusatz-Pferdchen, die dem analog zur Basisversion ebenso großen (1,2 Liter) Dreizylinder per Kompressor eingehaucht werden. Spürbar wird die Zusatzpower des DIG-S – ganz systemuntypisch – indes erst im oberen Drehzahlbereich.<br /> <br /> Der Micra geht unter die Kompressor-Vertreter. Eine Auszeichnung, welche in der Regel deutlich höherwertigen Fahrzeugen zuteil wird. Damit keine Missverständnisse entstehen: Ein Hubraum- und Leistungsmonster wird der japanische Kleinwagen dadurch nicht. Es bleibt bei kleinem Volumen und drei Töpfen, gibt aber einen Haufen Technik mit auf den Weg. Direkteinspritzung beispielsweise ist selbstverständlich – alles im Sinne des Verbrauchs, der gemittelt bei immerhin 4,1 Litern liegen soll, ein anspruchsvolles Ziel. Doch wie funktioniert das? Klar, man kann den Eintonner locker niedertourig fahren, aber dann sind keine Fahrleistungswunder zu erwarten. Macht gar nichts, schließlich kauft man eine satte Portion Prestige – wer kann schon behaupten, einen Kompressor sein Eigen zu nennen? Und der Rest geht völlig in Ordnung.<br /> <br /> Will heißen: Für einen Cityfloh unter vier Längenmetern bietet der Asiate erstaunlich viel Raum, was ihn zur erwachsenen Alternative stempelt – sogar hinten kann man gut auch etwas länger aushalten. Vorn kommen erst gar keine Diskussionen über das Thema "Platzangebot" auf, und die straffen Stühle avancieren außerdem zu angenehmen Begleitern auf größeren Reisen. Darüber hinaus erfreut der Fronttriebler durch sanfte Federungseigenschaften – was will man mehr? Auch Technik-Fans kommen auf ihre Kosten, eine Vielzahl an Sonderausstattungen, auf die selbst manche Businessklasse-Kunden verzichten, können geordert werden. Dazu gehört nicht zuletzt das schlüssellose Schließsystem. Dagegen zählen Features wie die volle Airbag-Ausrüstung und Klimaautomatik selbst hier inzwischen zum absoluten Standard.</p>

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