Seat Leon Cupra 280

<p> Er ist der st&auml;rkste Serien-Seat aller Zeiten. Vor allem aber sprintet der bis zu 280 PS entwickelnde Leon Cupra wahlweise als Coup&eacute; oder als kompakter F&uuml;nft&uuml;rer in seiner Leistungsklasse allen Rivalen auf und davon. Ein spanischer Spa&szlig;- und Sportbringer, der &uuml;berdies auch noch &uuml;berraschend alltagstauglich ist.</p>

Seat Leon Cupra 280

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Seat Leon Cupra 280

In der griechischen Mythologie war Leon ein löwenstarker Kämpfer im Krieg zwischen Giganten und Göttern. Während aber der antike Leon getötet wurde, soll der namensgleiche Seat alle Rivalen niederringen, was ihm zumindest als kompakter Kraftsportler mit Cupra-Kennung und eindrucksvollen Fahrleistungen gelingen könnte. Dazu bieten die Spanier den Leon Cupra in Neuauflage ab dem 8. März erstmals in zwei Karosserieversionen an: So gibt es den iberischen Golf-Ableger als 4,27 Meter langen Fünftürer und als vier Zentimeter kürzeres dreitüriges Coupé. Für flotten Vortrieb sorgt jeweils ein neuer 2,0-Liter-Turbobenziner, der in der Basisversion wie bisher 195 kW/265 PS leistet. Frischer Leistungsträger ist jedoch der „Cupra 280“ mit 206 kW/280 PS. Die Preise beginnen bei 30.810 Euro für das Cupra Coupé und bei 32.110 Euro für das Cupra 280 Coupé. Jeweils 500 Euro Aufpreis kostet der sportlichste Seat als Fünftürer. Damit bewegt sich der Leon Cupra in der Mitte des Konkurrenzfeldes, zu dem Modelle zählen wie Opel Astra OPC, Ford Focus ST, Renault Mégane RS und Volvo V40 T5, aber auch der etwas schwächere Wolfsburger Gen-Spender Golf GTI und der 20 PS stärkere und entsprechend teurere VW Golf R.

Vorweg fährt der Leon in seiner PS-Liga beim Standardsprint aus dem Stand auf Tempo 100: Als Cupra SC 280 mit optionalem Doppelkupplungsgetriebe genügen ihm dafür 5,7 Sekunden und auch als Sechsgang-Handschalter benötigt er nur 5,8 Sekunden. Dagegen wird die Vmax wie bei fast allen Kompakt-Racern bei 250 km/h eingebremst. Wer es langsam angehen lässt, könnte mit dem Cupra SC 280 sogar um einen Cup der Spritknauserer kämpfen: 6,4 Liter Normverbrauch für die Automatikversion bzw. 6,6 Liter für den Handschalter sind 1,5 Liter weniger als die durstigsten Gegner konsumieren. Gibt man Gas, gönnt sich der Cupra aber wie alle anderen wesentlich höhere Werte. Auch sonst gibt sich der stärkste Leon keine Blöße bei Alltagstalenten. Seat hat das Leon-Menü zwar mit viel Salsa nachgeschärft, verzichtet aber bewusst darauf, den Cupra 280 als wilden Reiter vorzuführen. So künden keine Spoiler-Orgien von den Kräften eines bösen Buben, es gibt nur dezente Hinweise auf das Feuer unter der Motorhaube. Dazu zählt die modifizierte Front mit großen Lufteinlässen, der angedeutete Diffusor und ein Dachkantenspoiler. Durch letzteren sowie durch auffällige 19-Zoll-Räder differenziert sich der 280-PS-Cupra zudem von der 15 PS schwächeren Basisversion.

Unter dem Blech arbeitet eine auch in dieser Leistungsklasse noch nicht selbstverständliche serienmäßige Vorderachs-Differentialsperre für die Jagd um Kurven und Kehren. Hinzu kommt eine adaptive Fahrwerksregelung, die den Spagat zwischen dem Kampf um Sekunden auf Rundkursen und ordentlichem Komfort auf Schlaglochstrecken oder langen Autobahnetappen bravourös bewältigt. Damit setzte sich der Seat auf unseren Testfahrten vorbildlich in Szene. Kaum ein Zittern der Karosserie bei Bodenwellen oder Unebenheiten, stattdessen feinfühlig ansprechende Feder-Dämpfereinheiten. Dazu gut gedämmte Abroll- und Fahrgeräusche, was dem akustischen Spaß an der kernig-klingenden Soundsymphonie von Motor und Auspuff zugute kommt. Vor allem, wenn das Fahrprogramm „Cupra“ angewählt wurde und eine Soundmaschine den Klangs des Turbos verstärkt während die Innenraum LEDs feurig rotes Ambientelicht verbreiten.

Überraschendes bietet auch die Sitz-Landschaft im Seat. Vorne gibt es genügend Seitenhalt, falls doch einmal mit Rennoverall und Helm nach einer neuen Nordschleifen-Bestzeit gefahndet wird. Andererseits fehlt es nicht an passablem Langstreckenkomfort für Anzugträger. Im Fond zählt der Leon sogar zu den größten Kompakten. Sowohl als Fünftürer wie auch als dreitüriges Coupé offeriert er im jeweiligen Konkurrenzumfeld erstaunlich viel Kopffreiheit, ausreichend Beinraum, und ein großes Raumgefühl durch üppige Glasflächen. Kein Raumwunder, aber immerhin Durchschnitt sind die Gepäckabteile der Cupra-Geschwister, allein die Höhe der Ladekante und die Stufe im Laderaumboden bei umgelegter Lehne stören.

Zurück zu den Kerndisziplinen eines Sportwagens. Der Turbomotor im Leon Cupra 280 spricht wie schon im Golf GTI feinfühlig und spontan an. Vor allem beeindruckt er durch 350 Nm Drehmoment in dem extra breiten Band von 1.750 bis 5.600 Touren. Zu den besten Fronttrieblern zählt der Cupra auch bei Lenkpräzision, Neutralität und Rückmeldung. Dank einer Lenkung mit progressivem Übersetzungsverhältnis genügen in Spitzkehren oder beim Zirkeln in enge Parklücken kleinere Lenkbewegungen. Ganz Racer ist der Cupra – für den Seat in Jahren mit gut gefüllter Kriegskasse eine eigene Meisterschaft ausrichtete und jetzt immerhin Kundensportprogramme ankündigt – wenn es um die Abschaltung des ESP etwa auf Rennstrecken geht. Auf Tastendruck lässt sich erst die Antriebsschlupfregelung ausschalten und dann in einer zweiten Stufe das ganze System. Aber auch ohne diese Scharfschaltung fällt es schwer, dem Suchtpotential des Seat nicht zu erliegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Gebärden sich Wettbewerber wie der Ford Focus ST vor allem als wilde Spaßmacher, ist der Seat eher der sportliche Musterschüler in der unteren Mittelklasse. Der Motor drückt und dreht wie kaum ein anderer, das Auto klebt aber dennoch auf dem Asphalt. Und nicht nur in Kurven zeigt die Differentialsperre effektive Wirkung. Dazu verzögert die Bremsanlage bissfest und gut dosierbar.

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Kurz: Als kompaktes Sportcoupés oder heißer Hatchback bringen die neuen Cupra-Versionen des Seat Leon Tempo und Temperament in den Alltag, ohne ernste Defizite an praktischen Talenten.
Seat Leon Cupra - Technische Daten:
Fünftürige, fünfsitzige Steilhecklimousine (Leon) bzw. dreitüriges, fünfsitziges Coupé (Leon SC) der Kompaktklasse mit Vorderradantrieb; Länge: 4,27 (Coupé: 4,24) Meter, Breite: 1,82 (Coupé: 1,81) Meter, Höhe: 1,43 (Coupé: 1,42) Meter, Radstand: 2,63 (Coupé: 2,60) Meter, Kofferraumvolumen: 341 bis 1.166 (Coupé: 380-1.150) Liter

Motoren:
Leon Cupra und Leon Cupra SC mit 2,0-Liter-TSI-Benziner, 6-Gang-Getriebe (optional 6-Gang-DSG-Doppelkupplungsgetriebe), 195 kW/265 PS, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.750-5.300 U/min, Cupra 0-100 km/h: 6,0 (mit DSG: 5,9), Cupra SC 0-100 km/h: 5,9 (mit DSG: 5,8) s, Vmax: 250 km/h (abgeregelt), Verbrauch Leon: 6,6 (mit DSG: 6,6) l/100 km, Verbrauch Leon Cupra SC: 6,6 (mit 6,4) l/100 km, CO2-Ausstoß: 155 (mit DSG: 155) g/km, CO2-Ausstoß Leon SC 154 (mit DSG: 149) g/km, Effizienzklasse: k.A., Preis Leon Cupra SC ab: 30.810 (mit DSG: ab 32.510) Euro, Preis Leon Cupra ab 31.310 (mit DSG: ab 33.010) Euro.

Leon Cupra 280 und Leon Cupra SC 280 mit 2,0-Liter-TSI-Benziner, 6-Gang-Getriebe (optional DSG-Doppelkupplung), 206 kW/280 PS, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.750-5.600 U/min, 0-100 km/h: 5,9 (mit DSG: 5,8) s, SC 5,8 und 5,7, Vmax: 250 km/h (abgeregelt), Verbrauch Leon: 6,6 (mit DSG: 6,6) l/100 km, Verbrauch Leon Cupra SC: 6,6 (mit 6,4) l/100 km, CO2-Ausstoß: 155 (mit DSG: 155) g/km, CO2-Ausstoß Leon SC 154 (mit DSG: 149) g/km, Effizienzklasse: k.A., Preis Leon Cupra SC 280 ab: 32.110 (mit DSG: ab 33.810) Euro, Preis Leon Cupra 280 ab 32.610 (mit DSG: ab 34.310) Euro.
Seat Leon Cupra und Leon Cupra SC – Kurzcharakteristik:


Alternative zu: Alfa Romeo Giulietta 1.8 TBi 16V QV, Opel Astra OPC, Ford Focus ST, Renault Mégane RS, Volvo V40 T5 und dem schwächeren VW Golf GTI Performance sowie dem stärkeren VW Golf R
Sieht gut aus: als Cupra 280 im Rennanzug auf dem Supermarktparkplatz bzw. als Sieger bei Sprintderbies
Passt zu: Jägern schneller Rundenzeiten, die im Straßenalltag nicht auf jeglichen Komfort verzichten wollen
Was kommt noch: Kombiversion Seat Leon ST Cupra, Body- und Performance-Pack für aufdringlichere Optik

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DIGges Ding

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