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Stadt und Land gleichermaßen

0 2019-09-24 546

Der neue Land Rover Discovery Sport sieht nicht unbedingt nach kernigen Geländeleistungen aus. Gerade nach seinem umfassenden Lifting mit mehr als 70 Prozent neuen Teilen wirkt der Disco Sport (ab 37.050 Euro) äußerlich geschmeidiger, freundlicher, citytauglicher. Hippe Tagfahrlicht-Signatur und der neue Kühlergrill mit tieferer und breiterer Öffnung, LED-Rückleuchten mit dynamischen Blinkern oder gewaltige 21-Zoll-Felgen sehen eher nach Großstadtdschungel-Optimierung aus. Doch der Eindruck täuscht.

Unter der weichen Schale arbeitet ein harter Kern. Und das war ja auch bisher schon ein Argument, das den Disco Sport zum Bestseller im Angebot der Briten gemacht hat. Auf kompakten 4,60 Metern hat er viel von einem noblen Range Rover, ist vernünftiger als der schnittige Evoque, lange nicht so rau wie der Defender - und hat doch von allen Drei etwas. Wenn nicht sogar das jeweils beste.

Los geht’s im Basisdiesel mit einem angenehm präzisen Sechsganggetriebe. Der billigste Disco Sport müsste allerdings in Les Comes an der ein oder anderen Herausforderung passen. Denn der 150-PS-Diesel ist der einzige Discovery, der auch mit reinem Frontantrieb zu haben ist (Allrad ab 42.150 Euro). Und da hat die Geländegängigkeit naturgemäß engere Grenzen. Wer weiß schon, wie schlammig der Boden am Grund des Wasserloches ist?

Der allradgetriebene Discovery Sport tuckert da geradezu lässig durch. BIs zu 60 Zentimeter kann er eben locker ab, genau wie bis zu 30 Prozent Seitenneigung. Das neue Allrad-System Terrain Response 2 ermöglicht eine Menge Allrad-Akrobatik sogar fast ganz selbstständig. Der Fahrer muss nur noch lenken. Aufwärts passt der Wagen die Traktion automatisch den Erfordernissen von Grund und Anstieg an, abwärts hilft die Hill Descent Control. Dank “ClearSight Ground View” kann der Fahrer dabei virtuell durch die Motorhaube auf den felsigen Grund schauen, den der Disco gerade hochkrabbelt.

Das hat was von Achterbahn in Zeitlupe, nur mit viel besseren Sitzen und in einem Ambiente, das mehr von der Welt der edlen Range-Rover hat als aus dem klassischen Land-Rover-Auftritt. Sogar den coolen Weitwinkel-Rückblick im Rückspiegel gibt es jetzt auf Wunsch. Das eingeblendete Kamerabild bietet einen sehr hilfreichen Blick nach Hinten. Gerade, wenn dort alle Plätze und der Laderaum gesteckt voll sind.

Denn der Discovery Sport ist auch ein gutes Stück Familien-Van für Lifestyle-Freunde. Mit bis zu 1.794 Liter Kofferraum-Volumen ein echter Lademeister, auf Wunsch auch mit sieben Sitzen zu haben - selbst in Reihe drei können die Passagiere Heizung und Lüftung steuern. Gediegen und routiniert verarbeitet, neuerdings gegen Aufpreis auch mit Induktionsladeschalen fürs Handy und einem Wifi-Hotspot.

Der Basis-Landy wird trotz vieler Qualitäten und des vergleichsweise günstigen Preises dennoch Außenseiter im Angebot bleiben. Das liegt zum einen daran, dass nur die anderen Motor-Getriebe-Varianten in den Genuss des neuen 48-Volt-Mild-Hybridsystem kommen. Diese elektrische Anfahr- und Beschleunigungshilfe für die Zweiliter-Benziner und -Diesel ist dort genauso Serie wie die seidenweich schaltende Neungang-Automatik. Zum anderen aber will ein Land-Rover-Fahrer einfach Allrad - der soll dank entkoppelbarem Hinterachsantrieb jetzt auch noch sparsamer sein.

Apropos: Trotz der neuen Spartechnik sind die getesteten Antriebe (249-PS-Benziner ab 47.490 Euro/240-Diesel ab 47.950 Euro) keine Verbrauchs-Wunder. Von den angegebenen Durchschnittsverbräuchen waren beide auch abseits der Geländepisten mehr als zwei Liter entfernt. Sparfüchse oder Citymaut-Furchtsame werden da wohl lieber auf den Plug-in-Hybridantrieb auf Dreizylinderbasis warten, der zur Jahreswende das Angebot durch einen Antrieb mit ein paar Dutzend Kilometern rein elektrischer Fahrmöglichkeit ergänzen wird.

Den Discovery Sport gibt es ab sofort in den Versionen S, SE and HSE (nur mit dem stärksten Dieselmotor). Und wer denn doch lieber in der Stadt beeindrucken will, der kann gegen Aufpreis ein R-Dynamic-Paket kaufen. Eine Sportskanone wird der Land Rover Discovery Sport dadurch zwar auch nicht - aber wer in so vielen Disziplinen antritt, kann eben nirgendwo das ultimative Angebot liefern.

Die Stärke des Diesels

0 2019-10-10 98

Der Diesel ist sparsam, je nach Ausführung unglaublich potent und hinreichend kultiviert. Grund genug, einmal auf drei konzeptionell verschiedene Reichweitenprofis aus Deutschland, Italien und Tschechien zu schauen, die mit mehr als 200 PS auch noch bärenstark sind. Die Rede ist von Opel Insignia ST 2,0 BiTurbodiesel, Alfa Romeo Giulia 2,2 Diesel und Skoda Kodiaq RS.

Voll auf Strom

0 2019-10-07 153

Anfang nächsten Jahres erscheint die elektrische Version des neuen Peugeot 208. Das Schwestermodell des ebenfalls batterie-getriebenen Opel Corsa e soll mit 340 Kilometern Reichweite alltagstauglich sein.

Zahlenspiel

0 2019-10-07 160

Zwar verbinden viele die Marke Porsche mit Sportwagen wie dem 911er, doch mittlerweile verkaufen die Zuffenhausener den weitaus größten Teil ihrer Fahrzeuge als SUV (Macan, Cayenne) oder in der Luxuslimousinen-Klasse. Und hier offerieren die Schwaben neben dem S-Klasse-Konkurrenten Panamera mit dem Sport Turismo seit zwei Jahren eine Art Kombi-Variante, die man durchaus auch Shooting Brake nennen könnte.

Ford elektrifiziert Nutzfahrzeugpalette

0 2019-09-27 311

Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist der Begriff Transit unverrückbar mit Ford verbunden, mittlerweile bringt schon die siebte Generation des Transport-Klassikers Passagiere und Ladung von A nach B. Der hat Ford jetzt ein dezentes Facelift spendiert, außerdem gibt es überarbeitete Motoren und auch die Elektrifizierung hält Einzug. Im großen, sogenannten Zwei-Tonnen-Transit (ab 28.450 Euro netto) allerdings erstmal nur in Form eines 48-Volt-Hybrid-Systems, die etwas kleinere, vor einigen Jahren in Transit und Tourneo Custom umbenannte Version mit nur einer Tonne Nutzlast fährt dagegen auch als Plug-in-Hybrid vor.

Kompakte Hochleistungs-SUV

0 2019-09-27 323

Wer ein waberförmiges Grill-Gitter an einem Kompakt-SUV im Rückspiegel entdeckt, sollte diesen kompakten Allradler in keinem Fall unterschätzen. Denn hier kommt entweder die neueste Generation des Audi RS Q3 mit 400 PS angebraust oder die ebenso stark motorisierte Coupé-Version Sportback. Äußerlich verfügen beide über einen Single-Frame ohne Chromrahmen und diesen markanten Schlitz zwischen Grill und Haube, der an die alten Rallye-Quattro-Zeiten erinnern soll. Und exklusiv für die RS-Version wurden die boomerangförmigen seitlichen Blades konstruiert. Wer sportlich ist, soll auch sportlich aussehen.

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