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Wer auf den Verbrennungsmotor einstweilen nicht verzichten, aber dennoch auch elektrisch unterwegs sein möchte, sollte durchaus den Plug-in-Hybrid in Betracht ziehen. Mitsubishi bietet ihn gleich in mehrfacher Ausführung in verschiedenen Segmenten an. Neuester Wurf: der ASX PHEV. Unter seiner Haube werkelt ein 1,6 Liter großer Ottomotor mit 92 PS, zu dem sich 67 elektrische Pferdchen gesellen. Die Leistung gelangt fein gebündelt per so genanntem Multi-Mode-Getriebe an die Vorderräder. Hier stehen zwei plus vier Übersetzungen zur Verfügung. Eine weitere, 34 PS starke Elektromaschine übernimmt steuerungstechnische Aufgaben, damit die Triebwerke schön verschleifen. Und das funktioniert gut, so der Eindruck: Von den Aktivitäten der Komponenten unter dem Blech bekommt der Fahrer kaum etwas mit. Angefahren wird ohnehin elektrisch, was maximal geschmeidig passiert. Und wenn der Verbrenner einspringt, dringt allenfalls ein mildes Summen in den Innenraum, denn der Vierzylinder-Saugmotor läuft kultiviert und wird selbst unter Volllast weder brummig noch laut.

Angesichts einer Batterie von immerhin 10,5 kWh macht es natürlich Sinn, so viel wie möglich elektrisch zu fahren. Das gelingt laut gemittelter WLTP-Disziplin immerhin 48 Kilometer lang. Wer ausschließlich in der City unterwegs ist, kommt sogar auf 62 Kilometer rein elektrischen Betrieb. In längstens 4,5 Stunden lässt sich der Stromspeicher wieder befüllen. Untermotorisiert fühlt man sich in diesem Fall übrigens nicht, denn das lautlose Aggregat treibt den Mitsubishi auf immerhin 135 km/h. Wer weite Strecken abspult, kommt natürlich nicht drumherum, auch den Verbrenner einzusetzen, der sich dann ein paar Schlücke aus dem 39-Liter-Tank genehmigt. Und es macht Spaß, mit dem ASX auch mal länger am Stück unterwegs zu sein, denn das kleine SUV federt durchaus ordentlich. Dieser Mitsubishi muss niemandem etwas beweisen und braucht kein überkandideltes Reifenformat, was dem Federungskomfort zugute kommt. Wohl aber schicke Aluräder, die auch beim Testwagen montiert sind und den einen oder anderen Blick abbekommen. Innen glänzt das Multifunktionsvehikel durch bequeme, vielseitig justierbare Sitze – in der „Top“-Ausführung erfolgt das sogar elektrisch.

Generell ist der ASX ein praktisches Fahrzeug mit einem ordentlichen Platzangebot, etlichen Ablagen und vor allem vielen USB-Anschlüssen – selbst in der zweiten Reihe können die User ihr Smartphone oder Tablet aufladen. Schön, dass die Rücksitzbank verschiebbar ist, um je nach akuter Bedarfslage dem Gepäck oder den Knien der hinteren Passagiere mehr Platz zu lassen. InfotainmentFreunde werden am Kleinwagen-SUV ebenfalls Spaß haben, denn es gibt einen großen (9,3 Zoll) Touchscreen, auf dem viele Features schnell bedient werden können. Ein integriertes Navigationssystem ist serienmäßig, gleiches gilt für das aus Display bestehende Kombiinstrument von 10,25 Zoll Größe. Für den Nettopreis von 33.101 Euro – so viel kostet der ASX als PHEV mindestens – bekommt der Kunde sämtliche Assistenten inklusive Fußgänger-Erkennung, LED-Scheinwerfer, Parksensoren, Rückfahrkamera, schlüsselloses Schließsystem, Smartphone-Integration, Verkehrszeichenerkennung sowie Tempomat mit adaptiver Geschwindigkeitsanpassung.