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Willkommen in der alten Welt: Ja, es gibt sie noch – Dieselmotoren. Durchaus auch in kompakten Lifestyle-Kraxlern wie dem BMW X2. Als xDrive20d ist der Allradler (dafür steht das „x“ in der Modellbezeichnung) in puncto Hubraum eigentlich bodenständig motorisiert – wobei er nach neuen Maßstäben im Downsizing-Run als Zweiliter schon wieder gut im Futter steht. Und mit 190 PS sowieso. Also, Startknopf gedrückt und Selbstzünder vernommen. Mit Achtgang-Wandler geht es geschmeidig voran und auch souverän, wobei sich die meisten Verbrenner beim Losfahren ein bisschen mehr Zeit nehmen als vergleichbare BEV, so auch hier. Der Diesel ist trotzdem eine gute Wahl, wenn oft lange Strecken in knapp bemessenen Zeiteinheiten abgespult werden müssen. Auf der Autobahn gibt der kleine Münchener eine gute Figur ab, zumal er komfortabel federt und selbst für ambitionierte Überholvorgänge noch genügend Punch in der Reserve hat.

Erfrischend ist, dass der X2 in der Basis noch mit einem klassischen Kombiinstrument aufwartet – also wirklich mit echten Anzeigenadeln für Drehzahlmesser und Tacho. Das heißt aber nicht, dass man mit ihm Abstriche in der InfotainmentDisziplin machen muss. Es gibt trotzdem einen hinreichend großen zentralen Touchscreen, auf dem sämtliche Anwendungen laufen, die man im (Autofahrer)-Leben so braucht. Dazu gehört auch eine Smartphone-Integration – die kostet für den X2 allerdings 252 Euro (netto) extra. Immer an Bord des netto exakt 40.000 Euro kostenden Allroundtalents sind jedoch autonome Notbremsung, Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Scheinwerfer, eine elektrisch betätigte Heckklappe, Parkpiepser und Tempomat. Eine Rückfahrkamera gibt es gegen 336 Euro (netto) Aufpreis, und weitere 731 Euro (netto) werden für den adaptiven Tempomat fällig. Mehr X2 braucht man nicht.