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Der Weg zum Offroad-Parcours führt über gebirgige Landstraßen mitten durch Slowenien. Hier merkt man vor allem im Kurvenausgang, wie schnell der Nissan X-Trail e-Power auf Befehle mit dem rechten Pedal reagiert. Der Grund dafür ist einfach: Nicht der Verbrenner treibt an, sondern zwei Elektromaschinen (für jede Achse eine). Und mit 214 PS Systemleistung ist der softe Kraxler gar nicht mal so schwach auf der Brust, kann auch mal dezent Druck auf das Kreuz ausüben. Nur 7,5 Sekunden braucht es für Landstraßentempo, das ist flott. Oft hörte man in der Vergangenheit, der X-Trail verdiene seinen Namen eigentlich gar nicht, könne auf steinigen Trails doch gar nicht bestehen. Und ob er kann. Ziemlich steile Rampen hochfahren und über Pfade stapfen, die links und rechts unterschiedliche Mulden aufweisen. Hier ist maximale Achsverschränkung gefragt, da würden konventionelle Kombis und selbst so mancher SUV hoffnungslos kapitulieren. Schön zu wissen all das, auch wenn der X-Trail in der Praxis meist wohl allenfalls mal eine feuchte Wiese unter seine Räder bekommen wird, die sich vielleicht noch in Hanglage befindet. Aber! Der X-Trail kann noch etwas anderes, was dem Redakteur aufgefallen ist und was man im Zeitalter immer größer werdender Räder und immer härterer Fahrwerke nicht mehr so oft findet. Nämlich ziemlich smooth dahingleiten mit einer Dämpfung, die schlechten Wegstrecken wirklich den Kampf ansagt. So avanciert der milde X-Trail zu einem tollen Langstreckler. Und er schmeichelt den Augen der Passagiere mit feinen Holzeinlagen. Er macht innen so ein bisschen auf Gentleman der alten Schule, ist aber schön so. Praktisch ist er auch noch mit optionaler verschiebbarerer Rücksitzbank und dritter Sitzreihe auf Wunsch. Kostenpunkt: Mindestens 37.311 Euro. Umfangreiche Assistenz und reichhaltiges Infotainment inklusive.