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Auch hierzulande ist man keineswegs auf die hiesigen Automarken abonniert, sondern kann durchaus vom üblichen Schema abweichen. Beispielsweise mit einem Lexus UX 300e – mehr unkonventionell geht nicht. Lexus setzt nach wie vor auf kantiges Design. So strotzt der UX vor Sicken und Kanten. Seine Front ist geprägt von einer Extravertiertheit, die nicht jedem Interessenten gefallen mag – manchem dafür umso mehr. Hinzu kommen zackig gestaltete Scheinwerfer, deren Tagfahrlicht einen markanten Haken bilden. Der UX ist also auch nachts nicht zu verkennen. Kantig ausgestaltete Radlaufverkleidungen mit schwarzem Kunststoff verleihen dem kompakten, knapp unter 4,50 Längenmeter messenden Alleskönner durchaus etwas Burschikosität. Von Sicken geprägt ist auch das mit dem Leuchtband versehene modische Heck. Übrigens muss der Lexus UX nicht per se einen elektrischen Antrieb haben, aber Flottenmanagement hat sich hier und heute für den Stromer entschieden.

Der ist kräftig bestückt, leistet 204 PS – damit ist man wahrlich gut motorisiert. Einsteigen, Startknopf antippen, Fahrstufe D. Dann stürmt der Fronttriebler zumindest so ungestüm los, dass die vorderen Pneus um Traktion kämpfen. Das Schöne am elektrischen Antrieb ist nicht nur das kräftige Drehmoment aus dem Stand heraus, sondern auch die schlichtweg ausbleibenden Zugkraftunterbrechungen. Denn es müssen ja keine Übersetzungen gewechselt werden, da es nur eine einzige gibt. Dadurch entsteht der Effekt, dass man den Wagen schnell mal mit einem kurzen Fahrpedal-„Stoß“ in eine Verkehrslücke „schubsen“ kann – ein Verbrenner samt Getriebe müsste dazu erst einmal zurückschalten mit ausgeprägtem Zeitverlust. Generell sollte die Anschaffung des Stromers freilich wohlüberlegt sein. Das Laden der Batterie dauert naturgemäß länger als das Befüllen eines konventionellen Kraftstoffanks. Lexus gibt 50 Minuten an, um die 54 kWh große Batterie per Chademo-Stecker und Gleichstrom von null auf 80 Prozent zu bringen. Mit geschickter Reiseplanung bestreitet der UX allerdings auch lange Strecken souverän. Die eine oder andere Pause ist ja ausgezeichnet nutzbar.

Mindestens 37.344 Euro netto verlangt Lexus für das elektrische SUV. Aber bitte immer im Hinterkopf behalten, dass dieses Jahr noch 9.000 Euro Förderung bei der Anschaffung drin sind. Außerdem erfolgt die Berechnung der pauschalen steuerlichen Abgabe für Privatfahrten auf der Grundlage des geviertelten Bruttolistenpreises – das ist für Dienstwagenfahrer ziemlich attraktiv. Attraktiv ist allerdings auch, dass der Basis-UX alles an Bord führt, was wichtig und nützlich ist. Als da wären Features wie Bluetooth-Schnittstelle, LED-Scheinwerfer, Smartphone-Integration (zum Pairen des Mobiltelefons über Android Auto oder Apple CarPlay), elektrisch verstellbare Sitze, Spurhalteassistent sowie Tempomat mit aktiver Steuerung. Außerdem werden sämtliche UX-Modelle mit einem Connected Service ausgerüstet, um das Auto aufzuspüren, wenn man einmal die Parkposition vergessen hat. Darüber hinaus lassen sich verschiedene Fahrdaten aus der Ferne abrufen. Und ein weiteres Bonbon für Infotainment-Fans ist das aus Displayfläche bestehende Kombiinstrument – ebenfalls obligatorisch.