PDF DOWNLOAD

Warum E-Cargobikes für Unternehmen eine nachhaltige Alternative zu Pkws und Transportern sind, welche Vorteile sie haben und welche Anbieter es gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Nicht nur gut fürs Klima
Lastenfahrräder reduzieren die CO2-Emissionen um 90 Prozent im Vergleich zu Transportern mit Dieselmotor und um 33 Prozent im Vergleich zu elektrischen Transportern – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Westminster aus Großbritannien. Hinzu kommen austauschbare und überwiegend recycelbare Komponenten sowie entnehmbare Akkus. All diese Eigenschaften machen Cargobikes für Unternehmen zu einem sehr umweltfreundlichen und nachhaltigen Transportmittel. Der Umstieg auf E-Lastenfahrräder schlägt sich jedoch nicht nur in der Klimabilanz von Unternehmen positiv nieder, sondern bedeutet auch wirtschaftliche Vorteile. Die Anschaffung und der Unterhalt von Cargobikes im Vergleich zum konventionellen Transporter sind bedeutend günstiger.

Drei- oder vierrädrige E-Schwerlasträder, die auf den Transport großer und schwerer Lasten ausgelegt sind, verfügen über einen leistungsstarken Antrieb, welcher das Transportieren von Waren einfach gestalten kann. Doch auch wenn manche Cargobikes für Unternehmen bis zu 400 Kilogramm Ladung transportieren können, reicht das maximale Transportvolumen oft nicht an die eines klassischen Transporters heran. Andererseits kostet der Transporter pro Kilogramm Ladung aber auch deutlich mehr als ein Lastenrad.

Die Kosten für Reparaturen und Wartung der Cargobikes sind ebenfalls vergleichsweise gering. Hinzu kommt, dass für E-Lastenräder weder Steuern noch eine Fahrzeugversicherung gezahlt werden muss und das Nutzen von Radwegen und Fahren ohne Führerschein möglich ist.

Kosten für Cargobikes
Ein für den gewerblichen Einsatz geeignetes dreirädriges E-Lastenrad ist je nach Ausstattung bereits ab etwa 4.000 Euro (netto) erhältlich. Vierrädrige Cargobikes für Unternehmen starten bei knapp 9.000 Euro (netto) und können je nach Zusatzausstattung bis zu 15.000 Euro (netto) und mehr kosten. Was genau unter Zusatzausstattungen fällt, ist herstellerabhängig. Während einige Bikes bereits mit einer Fahrerkabine oder einem Regenschutz für den Fahrer ab Werk ausgestattet sind, können diese Features bei anderen Bikes eine Aufrüstungszahlung bedeuten.

Aktuell gibt es mehrere Förderungen für die Anschaffung elektrischer Lastenfahrräder für Unternehmen. Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert die Anschaffung von gewerblich genutzten E-Lastenfahrrädern noch bis zum 29. Februar 2024 mit 25 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 2.500 Euro pro E-Lastenfahrrad beziehungsweise Lastenfahrradanhänger mit E-Antrieb. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Nutzlast mindestens 120 Kilogramm beträgt und die Lastenpedelecs ausschließlich gewerblich genutzt werden. Neben der bundesweiten Förderung gibt es noch Förderungen und Kaufprämien einzelner Bundesländer sowie von Städten und Gemeinden für die Anschaffung von E-Lastenfahrrädern, welche mit den Förderungen des BMU kumuliert werden können.

Der herausnehmbare Akku des Lastenfahrrads kann bequem an jeder Haushaltssteckdose geladen werden, somit gehören steigende Benzinund Dieselpreise der Vergangenheit an. Sollte die Reichweite einer Akkuladung einmal nicht ausreichen, kann der Akku gegen einen vollgeladenen Wechselakku getauscht werden und die Reichweite wird so problemlos erhöht. Für den Transport innerhalb eines Stadtgebietes und den innerstädtischen Lieferverkehr eignen sie sich dadurch perfekt. Einige Cargobikes beinhalten bereits ein Dual-Batterie-System, welches die Reichweite zum Teil auf das Doppelte erweitert. Bei den neueren Modellen (ab 2015) besteht die Möglichkeit, ein Dual-Batterie-System nachzurüsten. Hierzu sollte man sich jedoch direkt an die Hersteller wenden, da einen der Einbau eines Zweitakkus in Eigenregie im schlimmsten Falle die Garantie kosten kann. Die Reichweiten der Hersteller variieren von 20 bis zu 100 Kilometer pro Batterieladung. Da aber Gewicht und Ladung eine große Rolle bei der maximalen Reichweite spielen, lohnt sich der Einbau eines Zweitakkus in jedem Fall, um mehr Kilometer ohne unvorhergesehene Stopps zurücklegen zu können. Anders sieht es bei langen Wegstrecken über mehrere Kilometer in puncto Komfort aus. Hier ist der klassische Transporter die bequemere Variante, denn auf eine Heizung oder Klimaanlage müssen Fahrer bei einem Cargobike verzichten.

Standardmäßig besitzen die meisten Cargo-Modelle eine schlichte Transportplattform, welche sich ideal für Unternehmen eignet, die kein allzu großes Transportvolumen benötigen. Individuelle Aufrüstungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Transportboxen, können teilweise mit einem Aufpreis nachgerüstet werden. Unternehmen, welche die Lastenräder für Ladungen von mehr als 100 Kilogramm benötigen, sollten zu Beginn in die dafür geeigneten Bikes investieren. Der Anschaffungspreis hierfür liegt deutlich höher. Sie sind jedoch bereits mit einer Fahrerkabine oder einer Anhängerkupplung versehen oder können problemlos ganze Europaletten aufladen. Aufgrund ihres hohen Transportvolumens und der Möglichkeit, sie bei jedem Wetter einzusetzen, sind sie somit ein fast vollwertiger Ersatz für einen kleinen Lieferwagen – nur nachhaltiger.

Zu guter Letzt hat das Lastenfahrrad aufgrund seiner Größe einen deutlich geringeren Platzbedarf als ein Transporter, wodurch eigene Stellflächen reduziert und Kosten eingespart werden können. Gleichzeitig fällt die oft langwierige Parkplatzsuche weg, denn ein Fahrrad findet üblicherweise in jeder kleinen Parklücke Platz.