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Ganz still rollt der 308 Hybrid elektrisch los, die Batterieanzeige unten links in der Grafik auf der Mattscheibe zeigt: einen vollen Balken. Mechanische Anzeigenadeln sind bei Peugeot schon lange out, dafür zeigt das Display einen Strauß an Bordcomputer-Funktionen an – und natürlich, welcher Motor gerade am Antrieb beteiligt ist, ob man ökologisch fährt oder eben nicht und so weiter. Mit behutsamem rechten Fuß kommt man mit einer Akkuladung sogar etwas mehr als 60 Kilometer weit. Dank Ladeleistung von 7,4 kW lässt sich der rund zwölf kWh große Akku binnen zwei Stunden wieder vollständig aufladen. Klar muss der PHEV zum Kundenprofil passen, die Ladesäule muss greifbar sein – man kann das Laden aber auch als Challenge begreifen. Es also auch tun, wenn es mal umständlicher ist. Jeder elektrisch gefahrene Kilometer ist ein Beitrag zu CO2-armer Mobilität, und dafür kauft man den Hybrid ja schließlich. Allerdings kann der 308 PHEV auch stürmisch und erklimmt die virtuelle 100 km/h-Marke auf dem Tacho wunschgemäß innerhalb von 7,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h – damit kann man leben.

Doch entscheidend ist ja nicht nur die Höchstleistung des Antriebsstrangs, sondern wie souverän sich der PHEV im Alltag gibt. Dabei fällt auf, dass die Ingenieure den Franzosen betont sanft abgestimmt haben. Das beginnt schon mit der leichtgängigen Lenkung und hört mit dem milden Fahrwerk noch lange nicht auf. Sogar das Bremspedal erfordert nur wenig Kraft, ohne allerdings unpräzise zu wirken. Seine Leistung entfaltet der Kombi spielerisch, beschleunigt auch diesseits des Sportmodus beflissen. Die obligatorische Achtgangautomatik wechselt ihre Gänge ruckfrei, und auch die Übergänge von Elektro zu Verbrenner und andersrum gehen fast unmerklich über die Bühne. Abgerückt sind die Innenarchitekten vom Konzept, keine physischen Tasten mehr einzusetzen. Inzwischen ist es die gelungene Mischung aus Druck und Touch. Wobei sich die Gestalter ins Zeug gelegt haben – insbesondere die großen Kacheln unter dem Hauptmonitor gefallen. Fahrzeugeinstellungen, Scheibenheizung sowie Temperaturkontrolle werden über konventionelle Tipptaster aktiviert. Außerdem findet der Fahrer solche Tasten auf dem Lenkrad vor.

Dass die Franzosen die komplette Klaviatur der Fahrassistenzsysteme draufhaben, liegt auf der Hand. Und weil es den Hybrid gar nicht erst in der Basisausstattungsline gibt, sind solche Features allesamt serienmäßig. Klarer Fall, dass er assistiert bremst bei aktiviertem Tempomat. Und das macht er nicht nur irgendwie, sondern betont sanftmütig – wo wir schon wieder beim Komfort angelangt wären. Dafür sorgt auch das ebenfalls frei Haus verbaute schlüssellose Schließsystem. So muss man mit vollen Händen nicht die Funkfernbedienung aus der Tasche kramen, um den Wagen zu öffnen. Auch der Motorstart gelingt ohne selbige anzufassen. Kann man für den netto 37.395 Euro teuren Peugeot überhaupt noch etwas extra bestellen? Geht, beispielsweise ergonomisch ausgefeilte Sitze inklusive Massagefunktion. Kostenpunkt: 1.176 Euro netto. Apropos Kosten – dieses Jahr locken ja noch 6.750 Euro Förderung für den PHEV. Außerdem muss er als Dienstwagen lediglich auf Grundlage des halbierten Bruttolistenpreises versteuert werden, um Privatfahrten pauschal abzugelten. Wenn das keine guten Gründe für den Plug-in sind.