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Ein Auspuffrohr links, eines rechts – das heißt in der Regel, dass da Feuer unter der Haube ist. Ein Blick unter selbige zeigt aber: Der Effizienz-Gedanke hat dem kompakten Bayern zwei Zylinder geraubt. Aber bevor Sie jetzt verzweifeln, nehmen wir eine Kostprobe. Knopfdruck, Motorstart, Sound genießen. Ist das eigentlich wirklich ein Vierzylinder? Ja, ist es. Hören kann man das nämlich nicht wirklich, die Klangdesigner haben ihr Bestes gegeben, um den Zweiliter zornig schnauben zu lassen. Fahrstufe D, und los. Ein bisschen Kilometer machen wir schon noch, bevor das rechte Pedal Richtung Bodenblech sinken darf, denn mit kaltem Öl will der Fünfunddreißig ungern gedreht werden. Aber dann, Kickdown, Gaspedal unten. Der Allradler marschiert, hält noch bis kurz vor Topspeed (250 km/h) unglaubliche Puste bereit. Mit steigender Drehzahl klettern auch die Oktaven. Jedenfalls kann man nicht sagen, dass dieser Einser kein akustischer Genuss wäre.

Und er ist ein fahrerischer Genuss dank präzisem Chassis und zielgenauer Lenkung. Es dürfte wenige Kompaktklässler geben, mit denen man auf solch spaßige Art lange Strecken abspulen kann. Dazu gehören neben der ansehnlichen Querperformance auch die straff-kommoden Sitze und ein ordentliches Raumangebot – Skills, die den F40, wie dieser BMW intern heißt, zur guten Allzweckwaffe machen. Eine, die ab netto 45.084 Euro ziemlich viel Rüstzeug bietet, darunter auch ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse, um selbst in schnell gefahrenen Kurven ein Maximum an Traktion zu bieten. Die geschmeidige Achtgang-Automatik ist ebenso selbstverständlich wie potente 18-Zoll-Leichtmetallräder plus das markante Aerodynamik-Paket. Umfangreiche Infotainment-Funktionen wie die Smartphone-Integration, um die Oberfläche des eigenen Mobiltelefons auf den 10,25 Zoll großen Touchscreen zu spiegeln, runden das Angebot ab.