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Zunächst einmal: Es lebe der Diesel, sei er noch so totgesagt. Wenn man einen schweren und luxuriösen Offroader mit hoher Anhängelast benötigt und damit auch noch weite Strecken am Stück zurücklegen möchte, ist der Selbstzünder das Gebot der Stunde. Ganz zeitgemäß rollt die Topversion mit der Bezeichnung „D350“ natürlich als sechszylindrige Variante samt elektromotorischer Unterstützung auf die Straße. Und die milde Hybridisierung hilft nicht nur, Sprit zu sparen, sondern lässt den Range auch flinker aus der Startposition witschen. Mit flinken Umgangsformen hat der Testwagen ohnehin kein Problem – nicht nur, weil sein Dreiliter 350 PS sowie 700 Newtonmeter auf alle vier Räder wuchtet, sondern auch, weil die Räder der Hinterachse mitlenken. Damit eignet sich der edle Brite die Handlichkeit eines Kleinwagens an, obwohl er mindestens 5,05 Meter in der Länge misst. So viel zum Thema Verbesserung gegenüber dem Vorgänger.

Im Innern des neuesten Topmodells findet sich inzwischen auch der prominent platzierte Bildschirm aus den jungen Konzernbaureihen mit rund 14 Zoll Diagonale. Das optisch klassisch anmutende Kombiinstrument besteht selbstredend aus TFT-Fläche. Doch bei allen Infotainment-Fertigkeiten – der klassische Range Rover wird durch die Mischung an Skills einzigartig. Hier die extreme Geländekompetenz mit aktivem Hinterachsdifferenzial plus Geländereduktion und dort der überbordende Fahrkomfort des auf Luftbälgen liegenden Praktikabilitätsprofis. Stichwort Kofferraumvolumen: Über 2.300 Liter nimmt der Range bei umgeklappter Rücksitzbank auf, das muss ein herkömmlicher Kombi erstmal hinbekommen. Selbiges gilt für das erlaubte Zuggewicht von 3,5 Tonnen. Wie schade, dass der Grundpreis mit netto 121.932 Euro nicht ganz trivial ist. Luxus hat eben seinen Preis.