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BMW und MINI bieten solch eine Fülle an unterschiedlichen Modellen, dass man als Interessent im wahren Sinne des Wortes die Qual der Wahl hat. Aber es ist immerhin eine süße Qual, hier wählen zu dürfen. Ob Mittelklasse-Kombi, Luxuslimousine oder SUV, ob elektrisch, teilelektrisch oder mit Diesel – bei den Briten und Münchenern ist wirklich alles möglich. Allerdings nimmt die Elektromobilität auch bei BMW massiv an Fahrt auf. Der Umstand, dass die Ingenieure auch künftig auf Plattformen setzen, die viele verschiedene Antriebe beherbergen können, macht den Premium-Autokonzern flexibel. Schließlich wird es auf vielen Märkten der Welt noch lange Verbrenner geben.

Welcher MINI oder BMW darf es bitte sein? Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, denn das Modellangebot ist fast überhaupt nicht zu überblicken. Aber so viele verschiedene Klassen und Subklassen es auch gibt – sie alle bieten obendrein viele Wahlmöglichkeiten bei den Antrieben. So offeriert der Konzern selbst im Kleinwagenbereich die Option, zwischen Benzin, Diesel, elektrischem Antrieb und PHEV wählen zu dürfen – dank verschiedener Mini-Modelle. Das dürfte in dieser Form und Fülle unerreicht sein.

Bei BMW (ab Kompaktklasse) sieht es kaum anders aus. Allerdings geht der Trend ganz klar in Richtung Elektromobilität. Nicht nur, dass die Marke mit dem iX einen starken Beitrag der lautlosen Mobilität leistet. Selbst in der traditionellen Oberklasse – bei BMW mit der Siebenerreihe besetzt – wird es künftig sogar zwei rein elektrisch angetriebene Varianten geben. Aber eben auch verschiedene PHEV-Ausführungen und Diesel.

Wohin die Reise bei BMW geht, ist nicht abzusehen. Und das, was sich abzeichnet, ist jedenfalls vielfältig. So wird kolportiert, dass der bald vorgestellte neue BMW der Fünferreihe auch eine Elektroversion erhalten werde, aber das dürfte angesichts der Markterfordernisse und des Wettbewerberumfelds ziemlich klar sein. Anderseits geistert auch eine starke PHEV-Version eines SUV mit einem Achtzylinder-Benziner durch die Medien, während BMW die Entscheidung offenlässt, ob der im neuen Siebener debütierte V8 nach Europa kommt.

Klar ist aber auch, dass die Münchener dem Selbstzünder die Stange halten, weil er für lange Strecken eben doch immer noch eine gute Wahl ist. Allerdings arbeiten die Techniker hier mit immer stärkerer Hybridisierung, in deren Kontext das Adjektiv „mild“ eigentlich nicht mehr trägt. Teilweise boosten die zusätzlichen Elektromotoren der Mildhybride mit bis zu 18 PS, womit der Wagen schon gut allein fahren könnte. Ohne Elektrifizierung geht eben nicht mehr viel – diesem Trend kann und will sich auch BMW nicht verschließen. Insofern bleibt es spannend, welche Neuigkeiten zu erwarten sind.

 

KURZINTERVIEW

WOLFGANG SCHULZ

Leitung Vertrieb an Flottenkunden Markt Deutschland

wolfgang.sb.schulz@bmw.de

Mobil: 
+49 (0)151-60 13 33 15

Flottenmanagement: BMW hat sich dazu entschieden, flexible Plattformen aufzulegen, die verschiedene Antriebe beherrschen. So wird es ja auch vom Siebener als BEVund VerbrennerVersionen geben. Allerdings ist der iX ein eigenständiges BEV-Modell. Welche Strategie verfolgt BMW hier? 

Wolfgang Schulz: Der BMW iX spielt unter verschiedenen Aspekten eine zentrale Rolle im aktuellen Angebot von BMW. Einerseits ist er ein wichtiger Technologieträger, in dem wichtige Innovationen wie zum Beispiel seine 5G-Fähigkeit, Fahrerassistenzfunktionen aus einem neuen Baukasten oder das neue BMW Operating System 8 erstmals in einem Fahrzeug vereint wurden. Andererseits stellt er ein überzeugendes Angebot in einem global hochrelevanten Segment dar. Die weltweit starke Nachfrage unserer Kunden nach dem BMW iX bestätigt den Ansatz. 

Flottenmanagement: Alternative beziehungsweise elektrifizierte Antriebe nehmen Flottengeschäft mittlerweile einen hohen Stellenwert ein auch und gerade wegen der Förderung. Für die PHEV-Modelle steht diese Förderung infrage. Welche Rolle werden PHEV für BMW daher künftig spielen?

Wolfgang Schulz: In diesem Jahr startet die fünfte Generation unserer BMW Group PHEV Technologie in der neuen 7er Baureihe sowie im BMW X1 in den Markt. Diese fünfte TechnologieGeneration bringt signifikante Verbesserungen in allen wesentlichen Eigenschaften, die für den Kunden relevant sind. Eine 145 kW / 200 PS starke EMaschine die im Automatikgetriebe der PHEV Modelle des neuen BMW 7er untergebracht ist, wird von einem Li-Ionen Hochvoltspeicher der fünften Generation mit Energie (18,7 kW/h) versorgt. Die E-Reichweite konnte so auf mehr als 80 km nach WLTP verbessert werden. Somit können fast alle Kunden ihre tägliche Fahrstrecke rein elektrisch bewältigen. Diese weiterentwickelte PHEV Technologie stellt aus unserer Sicht für viele Kunden die perfekte Verbindung aus innerstädtisch lokal emissionsfreier Mobilität bei gleichzeitig voller Langstreckentauglichkeit dar. 

Flottenmanagement: Von welchen aktuellen respektive künftigen Innovationen im Bereich Fahrassistenz profitieren vor allem Flottenkunden? 

Wolfgang Schulz: Flottenkunden/-betreiber profitieren im Wesentlichen von den aktuellen Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel Notbremsassistent, Tempomat mit Stop&Go, Parkassistent. Wir haben mit Swiss Re eine Alphabet Studie (Datenanalyse) in Deutschland durchgeführt. Das Ergebnis: wenn die aktuellen Fahrerassistenzsysteme (zum Beispiel Notbremsassistent, Tempomat mit Stop&Go, Parkassistent...) verbaut sind, reduziert sich die Unfallwahrscheinlichkeit auch im Flottenbereich signifikant. Bei den Parksystemen wie zum Beispiel „Active PDC“ und „360 Surround View“ zeigt unsere Studie, dass vor allem Parkunfälle im niedrigen Geschwindigkeitsbereich sehr gut durch die Systeme verhindert werden. Hier gehen wir von einer zehnprozentigen Reduktion der Anzahl an Unfällen aus. Was die Zukunft betrifft, die Systeme werden immer weiter verbessert und wir gehen deshalb davon aus, dass sich der Trend noch verstärkt.