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Mittelklasse-SUV gehören immer noch zu den meistgefragten Fahrzeugen auf dem deutschen Markt. Man kann sich leicht vorstellen, warum das so ist. Denn SUV in diesem Segment sind noch vergleichsweise erschwinglich und bieten viel Nutzen. Sie bieten sogar ähnlich viel Nutzen wie segmentgleiche Kombis, sind aber trendiger und werden offenbar von vielen Menschen als schicker empfunden. Teilweise überbieten sie den Kombi sogar in der Disziplin des maximalen Laderaumvolumens. Die beiden „Ladechampions“ Kia Sorento und Škoda Kodiaq schlucken mit 2.056 respektive 2.005 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank ganz schön etwas weg – dagegen sehen die meisten Kombis in der Mittelklasse wahrlich alt aus. Ein bisschen anders sieht es bei den BEV (Battery Electric Vehicles)-Pendants aus. Zwar gilt der Grundsatz, dass elektrisch angetriebene Autos wegen ihres günstigen Packagings viel Platz im Verhältnis zur Größe bieten, allerdings scheint sich das nicht unbedingt auf den Kofferraum zu beziehen. Das größte Gepäckabteil unter den Stromern bietet der BMW iX3 mit 1.560 Litern – bei einer Außenlänge von rund 4,73 Metern. Das kann der Škoda besser, der mit knapp unter 4,70 Metern noch halbwegs kompakt anmutet.

Generell ist der Volkswagen-Konzern dafür bekannt, beim Thema Nutzwert ganz vorn mitzuschwimmen. An dieser Stelle müssen wir auch einmal eine Lanze für die beiden Kandidaten der Marken Volkswagen brechen, die wir wegen aktueller Unpässlichkeit mit vergleichbaren Motorvarianten nicht in unser Ranking aufnehmen konnten. Chipmangel und die Ukraine-Krise sorgen dafür, dass das Modellangebot aktuell eingeschränkt bleibt. Dennoch soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein Tiguan Allspace mit immerhin 1.920 Litern und der ID.4 mit 1.575 Litern Gepäckraum bei umgeklappter Rücksitzbank gut im Futter stehen. Aber ein wahrer Elektro-Lademeister ist der Škoda Enyaq – leider auch in vergleichbarer Motorisierung aktuell nicht wählbar in unseren ausgewählten Leasingkalkulatoren. Jetzt kann man darüber streiten, wie wichtig das maximale Kofferraumvolumen am Ende wirklich ist. Um beim Baumarkt dann und wann ein paar Säcke Blumenerde einzuladen, eignet sich selbst der Vertreter mit dem kleinsten Kofferraum hier in der Runde. Insofern kann sich jeder Neuwageninteressent selbst ein Bild davon machen, was ihm persönlich wichtig ist.

Wichtig sind natürlich auch die Antriebe, wobei man hier aktuell im Spannungsfeld Komfort, Kosten sowie Nutzen unterwegs ist. Angesichts von hochschnellenden Dieselpreisen hat der Elektroautofahrer aktuell gut lachen. Vor allem der, der längst eine Fotovoltaik-Anlage auf seinem Hausdach hat installieren lassen. Kaum dürfte sich diese so bezahlt machen wie derzeit, da man den überschüssigen Strom in der Traktionsbatterie seines Fahrzeugs speichern kann. Aber selbst mit Strom aus der Schnellladesäule (kostet teils bis zu 79 Cent je Kilowattstunde) ist das Fahren monetär erträglicher als mit dem Diesel. Aus der Komfortperspektive ist das Bild zweigeteilt. Versteht man unter Komfort viel Drehmoment vom Start weg, glänzt das Elektroauto mit seinen bulligen Motoren. Nicht zuletzt übrigens auch deshalb, weil es bei unseren elektrischen Vergleichskandidaten kein Wechselgetriebe gibt. Das Getriebe ist ein limitierender Faktor beim spontanen Beschleunigen. Beschleunigt man gleich starke Stromer und Verbrenner aus dem Stand weg durch, hat der elektrische Antrieb keine Performancevorteile. Anders sieht es aber aus, wenn man gemütlich (beim Verbrenner im großen Gang) unterwegs ist – und es tut sich plötzlich eine Verkehrslücke auf, in die man hineinwitschen will. Dann muss der Automat unserer Dieselvarianten erst einmal ein bis zwei Gänge zurückschalten, während der Stromer ansatzlos beschleunigt – Punkt für die lautlose Variante.

Versteht man unter Komfort aber das lange Reisen am Stück, ist der Diesel aktuell noch unschlagbar mit seiner üppigen Reichweite. Wobei man sagen muss, dass elektrisch angetriebene Autos extrem schnell an Praxistauglichkeit hinzugewonnen haben. Wie Pilze sind Schnellladestationen in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen, und die Ladeleistungen der auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge haben sich drastisch erhöht. Mit einhundert Kilowatt Ladeleistung war man vor wenigen Jahren noch Champion, heute sind in der Mittelklasse 150 Kilowatt angebracht – Tendenz steigend. Allerdings ist die Peakleistung nicht immer entscheidend, denn es kommt schließlich darauf an, wie lange sie gehalten wird. Zumindest kann man mit dem Elektroauto mittlerweile entspannt durch Deutschland reisen. Die Beneluxstaaten sowie Österreich und die Schweiz plus Skandinavien funktionieren ebenfalls. Allerdings muss man schon alle paar Hundert Kilometer eine halbstündige Pause einlegen – das sollten die Kunden elektrisch angetriebener Fahrzeuge bedenken.

Finanziell interessant sind die Stromer auch bezüglich der Wartungskosten. Diverse Filter müssen zwar getauscht, aber kein Öl gewechselt werden, was einige Hunderter pro Jahr einspart. Auch die Steuerfreiheit und Förderung in Form einer geviertelten Dienstwagensteuer versüßen den Besitzern die eine oder andere Wartesession.

Wer mit dem Elektroauto auf die Langstrecke gehen möchte, sollte auf eine bestimmte Akkukapazität achten. Unter 70 kWh Speicherfähigkeit sollten die Eigner zumindest ein entspanntes Verhältnis zur Geduld haben. Unsere Vergleichskandidaten weisen indes alle durchweg 80 kWh auf, Ford ist mit 99 kWh sogar besonders stark bei der Stromspeicherfähigkeit plus günstigen Stromverbrauch, was dem Mach-e die üppige Reichweite von bis zu 540 Kilometern verschafft – länger am Stück fährt niemand der hier besprochenen Kandidaten. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass insbesondere hohe Geschwindigkeiten den Akku leersaugen. Daher sind die meisten Elektroautos auch früh abgeregelt – häufig passen Leistung und Höchstgeschwindigkeit zumindest aus der Sicht eines Dieselfahrers nicht zueinander. Allerdings hat dieser Umstand mehrere Gründe. Da Elektroautos in der Regel nur eine einzige Übersetzungsstufe haben, werden extrem hohe Drehzahlen nötig, um entsprechend hohe Tempi zu erreichen. Und solche Hochdrehzahl-Elektromotoren sind wiederum teuer in der Herstellung.

Wer wirklich aus ökologischer Gewissenhaftigkeit heraus ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug anschafft, sollte übrigens in sich gehen und überlegen, wie viel Akku er wirklich braucht. Denn die Akkuherstellung bindet Ressourcen, und es ist daher deutlich umweltverträglicher, ein Fahrzeug mit kleinerem Akku zu fahren. Für die Langstreckennutzung sollte aber die große Batterie her. Ansonsten steht die Zeit, die für Ladepausen draufgeht, in keinem günstigen Verhältnis zur Gesamtreisezeit. Und das Elektroauto kann letztlich nur Erfolg haben, wenn es auch vom Kunden angenommen wird.

Zurück zum konventionellen Diesel, der im Dienstwagensegment sicherlich noch lange eine Rolle spielen wird. Wie breit das Modellprogramm gefächert ist, erkennt man nicht zuletzt an den vergleichbaren Motorisierungen – um 200 PS herum hat quasi jede Marke etwas im Angebot – ein Indikator dafür, dass Verbrenner aktuell noch auf deutlich höhere Stückzahlen ausgelegt sind. Bei den E-Offerten herrschen dagegen noch viele Angebotslücken. Mit der von Flottenmanagement ausgewählten Leistungskategorie ist man durchaus schon gehoben unterwegs, da die meisten mittleren SUV bereits deutlich schwächer motorisiert beginnen. Doch wir haben uns für die starken Ausführungen entschieden, weil sich das Angebot ja auch häufig an eine Zielgruppe richtet, die viel im Auto unterwegs ist. Und es macht schon einen Unterschied, ob man souverän im großen Gang am Berg einen langsamen Lastwagen überholen kann oder herunterschalten muss und nur mit einiger Mühe vorbeizieht.

Während wir im letzten Jahr auch schon die gleiche Leistung ins Auge fassten, haben wir bei den dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen nachjustiert. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass jeder Fahrer seine Präferenz hat und womöglich etwas anderes als relevant für den Geschäftswagen ansieht. Aber die Zeiten ändern sich, und viele Features zählen mittlerweile zu den Selbstverständlichkeiten. Manche sind auch verpflichtend geworden – wie zum Beispiel das Digitalradio. Außerdem muss man nicht mehr darüber diskutieren, ob ein Fahrzeug ein automatisches Notrufsystem besitzt, das ist heute einfach Standard und muss auch nicht aufgeführt werden.

Durchaus nicht Standard in der Mittelklasse, aber ein interessantes Feature ist die Luftfederung. Daher hat Flottenmanagement sie als Mehrwertausstattung definiert. Man könnte sie als Spielerei betrachten, und sie lässt das Auto auch nicht zwingend komfortabler federn. Aber man muss wissen, dass sich Luftfahrwerke (bedingt durch die veränderbare Federrate) besser auf verschiedene Beladungszustände einstellen können. Wer mit seinem SUV also häufig unter Ausnutzung der maximalen Zuladung unterwegs ist, sollte sie bestellen. In ihren Genuss kommen allerdings lediglich Audi-, Land Rover und Volvo-Fahrer. Bei den elektrischen SUV findet man die Luftfederung lediglich im Jaguar i-Pace. Sie ist schon eher im Bereich der oberen Mitteloder Oberklasse zu Hause.

Darüber hinaus haben wir das Head-up-Display zum dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmal erklärt, weil es für Vielfahrer einfach entspannend (wichtiges Sicherheitskriterium) ist, den Blick nicht von der Fahrbahn nehmen zu müssen, um diverse Fahrdaten zu lesen. Es ist fast durchweg verfügbar und mitunter sogar serienmäßig. Allerdings gibt es hier eklatante Unterschiede – mehr dazu können Sie im Wissensartikel ab Seite 88 lesen. Ohnehin wird in Kürze eine gänzlich neue Generation von Infotainment den Ton in der Mittelklasse angeben. Denn Mazda hat mit dem CX-60 unlängst ein neues Modell in diesem Segment vorgestellt, das aber erst noch Einzug in die Konfiguratoren halten wird. Die Japaner sind traditionell stark bei den InfotainmentFeatures, daher muss man beim CX-60 mit einem drastischen Modernisierungsschub rechnen. Und mit der in Kürze startenden neuen GLC-Generation wird ein wahres Infotainment-Genie antreten, um den Wettbewerb unter Zugzwang zu setzen. Auch BMW erneuert bei verschiedenen Modellen gerade seine Kombiinstrumente.

Apropos Kombiinstrument: Der Alfa Romeo Stelvio sticht erfrischenderweise aus der Masse hervor mit feinem, mechanischen Zeigerwerk – durchaus für so manchen Kunden ein Kaufargument, denn nicht jeder mag Elektronik pur. Zum Glück können die volldigitalen Instrumente so programmiert werden, dass auf deren TFT-Bildschirmen immerhin analoge Anzeigen nachgebildet werden – hat auch etwas.

Im Rahmen des Assistenzkapitels haben wir die Verkehrszeichenerkennung herausgenommen. Erstens ist sie häufig ohnehin in diversen Assistenzpaketen enthalten. Zweitens, und das betrifft wirklich alle Hersteller, ist sie häufig ungenau. Und dann tritt vielleicht genau das Gegenteil dessen ein, was man eigentlich erreichen möchte: Zeigt das System fälschlicherweise ein zu hoch gegriffenes Tempolimit an, fährt man womöglich mit Ansage in die auslösende Radarfalle. Da man sich also nicht auf dieses System verlassen kann, ist es auch keine echte Hilfe.

Auch der Spurhaltewarner ist umstritten. Manche Systeme greifen so hart ins Lenkgeschehen ein, dass der positive Effekt eigentlich konterkariert wird. Der Fahrer erschrickt und stellt somit eher ein Sicherheitsrisiko dar. Ganz anders sieht die Sache beim aktiven Tempomat aus. Der Geschwindigkeitsregler, der automatisch bremst und beschleunigt, ist der Liebling des Vielfahrers und wird es auch bleiben. Es gibt kaum Angenehmeres, als im zählfließenden Verkehr mit aktivem Tempomat unterwegs zu sein. Vor allem ist die Regelgüte inzwischen so hochkarätig, dass man die sogenannte Längsführung (geradeaus fahren) getrost der Maschine überlassen kann. Diese bremst bis zum Stillstand herunter und fährt auch wieder an. Dennoch gilt: Der Fahrer muss zu jeder Zeit in das Verkehrsgeschehen eingreifen können. Ein adaptiver Tempomat sollte auf keinen Fall mit autonomem Fahren verwechselt werden.

Kommen wir zu den Kosten. Es ist schon interessant, dass bei den Elektromodellen ausgerechnet einem deutschen Premiumprodukt die höchste Kosteneffizienz bescheinigt wird. Das dürfte den Leser freuen, der, mit Blick auf die Car-Policy – hier dürfte Audi nämlich beliebt sein, gute Karten hat, ein Modell aus Ingolstadt zu ergattern. Den zweiten und dritten Rang belegen BMW und Ford, allerdings muss man zur Ehrenrettung sagen, dass im Segment der mittleren Elektro-SUV bisher wenige Importeure mitspielen, die traditionell kostengünstiger sein können. Das liegt einfach daran, dass die Einführung rein elektrisch betriebener Modelle zwar stetig, aber eben doch langsam voranschreitet.

Die beiden Premium-Wettbewerber Jaguar und Mercedes-Benz zeichnen sich durch hohe aus. Der Jaguar ist ganz klar der Schöne unter den mittleren Elektro-SUV und bietet hohe Exklusivität – denn er spielt auf dem deutschen Markt eine eher untergeordnete Rolle. Mit einer Höhe von unter 1,57 Metern ist seine Silhouette so flach, dass man ihn fast gar nicht für ein SUV hielte. Sein Akku zählt mit 90 kWh zu den größeren Ausführungen, allerdings ist der Verbrauch recht hoch, so dass seine Reichweite mit 470 Kilometern nicht ganz so üppig ausfällt. Dass das Händlernetz nur 92 Betriebe aufweist, spricht wiederum für die Exklusivität der Marke, macht sie aber in manchen Regionen unbeliebt wegen der langen Anfahrt zu Handel und Service. Er bleibt jedenfalls ein heißer, wenn nicht der heißeste Kandidat für Individualisten mit einer immerhin dreijährigen Garantie. Auch Holund Bringservices sind Marken wie Jaguar nicht fremd.

Zum Thema Jaguar muss man außerdem wissen, dass das Elektrozeitalter für die Marke erst noch anbrechen wird, obwohl sie mit dem i-Pace quasi Pionierleistung erbracht hat. Schließlich ist der i-Pace der erste Vertreter der elektrischen SUV – vorgestellt sogar noch vor dem größeren Audi etron sogar. Aktuell entwickelt Jaguar neue Elektroplattformen, auf denen zukünftige Fahrzeuge stehen werden, die in puncto Ladeperformance mächtig aufholen werden.

Beim durchaus emotionalen Mustang Mach-e ist es so, dass Ford hier offensichtlich nicht in einen Preiskampf einsteigen wird und properes Geld für das Crossover verlangt. Allerdings trumpft der Kölner auch mit einer ebenso ordentlichen Leistung auf. Es gibt zwar günstigere Einstiegsmodelle, die liegen aber dann nicht nur von der Leistung deutlich unter der Power der hier antretenden Vergleichskandidaten, sondern auch in Sachen Akkukapazität. Außerdem sollten möglichst Versionen mit Allradantrieb am Start sein – die einzige Ausnahme bildet der iX3, den es nur mit Hinterradantrieb gibt. Was dem Münchener aber Vorteile in der Effizienz einheimst.

Bei den Dieselausführungen zeigt sich ebenso das typische Bild, dass der Grundpreis nicht immer mit den Leasingraten korreliert. Ein schönes Beispiel ist der Kia Sorento, der in der Platinumversion einen hohen Grundpreis aufweist, aber für einen humanen Kurs zu leasen ist. Er rangiert hier auf einem der niedrigeren Kostenränge. Und was auch noch im Hinterkopf zu behalten ist, sich hier aber kaum widerspiegelt: Der Sorento verfügt über weit mehr Ausstattung als die Wettbewerber. Allerdings haben wir in der Tabelle nicht den Platz, auf sämtliche Ausstattungspositionen detailliert einzugehen. Wer die Preislisten für sich in Ruhe noch einmal durchgeht, wird dies rasch feststellen.

Für Kauffuhrparks wiederum könnte ein BMW X3 interessant sein, der im Dienstwagenpreis auf gleichem Level rangiert wie der Kia – aber seine Leasingraten fallen höher aus. Allerdings ist das Ausstattungsniveau des Sorento immer noch am höchsten – aber das muss in der persönlichen Betrachtung nicht zwingend eine Rolle spielen.

Wer ein günstiges Auto schätzt, aber nicht unbedingt den Mainstream liebt, dürfte mit dem Renault Koleos durchaus glücklich werden. Der Franzose ist im hiesigen Straßenbild eher spärlich vertreten, aber ein durchaus gutes Auto mit einer üppigen Serienausstattung. Hinzu kommt, dass man vom breit aufgestellten Renault-Händlernetz profitiert und auf drei Jahre Garantie zählen darf. Sein modernes Infotainment sollte auch Technikliebhaber glücklich stimmen, und das Platzangebot des stattlichen Fahrzeugs ist über jeden Zweifel erhaben. Eine Besonderheit ist sein stufenloses Automatikgetriebe – eine Gattung, die in Europa nicht allzu verbreitet ist. In Kombination mit einem Selbstzünder verrichtet das Getriebe seine Arbeit allerdings angenehm, da keine sonderlich hohen Drehzahlen im Spiel sind.

Ein durch und durch exklusives Vergnügen dagegen ist der prestigeträchtige Range Rover Velar aus dem Hause Land Rover. Dieses SUV ist ein Ingenieur-Auto bis in die letzte Schraube hinein. Der Brite gehört übrigens auch zu den wenigen Offerten mit optionaler Luftfederung. Solide Verarbeitung, edle Architektur mit den beiden schicken Monitoren sowie noblen Dekors und komfortable Sitze machen ihn zu einer außergewöhnlichen Alternative. Ob all das den Preis rechtfertigt, ist am Ende natürlich eine persönliche Entscheidung.

Die Landschaft der mittleren SUV verändert sich langsam, die Elektrifizierung nimmt zu. Und auch wenn wir sie hier nicht aufgeführt haben: Das Angebot an Plug-in-Hybriden ist ja ebenfalls noch da. Allerdings gehen die Hersteller auf verschiedene Weise mit dem Thema um, da zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar ist, wie es mit den Förderungen weitergeht. Beim Elektroauto ist klar: Die Förderungen werden auf absehbare Zeit Bestand haben. Fahrzeuge bis zu einem Nettopreis von 65.000 Euro (was auf alle hier vertretenen Kandidaten zutrifft) kommen in den Genuss eines Zuschusses von 7.500 Euro. Für PHEV-Modelle werden zwar auch noch Zuschüsse bis 5.625 Euro gewährt, allerdings müsste das Auto dazu noch dieses Jahr zugelassen werden, was angesichts der Lieferverzögerungen (siehe Online-Umfrage ab Seite 20) ein heikles Unterfangen ist.

Daher sind die meisten Plug-in-Hybride des Volkswagen-Konzerns aktuell nicht bestellbar – denn sie würden dieses Jahr nicht mehr geliefert.

Nach wie vor gilt: Das Segment der mittleren SUV ist reichhaltig und vielfältig. Der Trend der Elektrifizierung hält an. Es ist allerdings auch ein schönes Signal, dass der Selbstzünder noch nicht tot ist, und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Denn vor allem diejenigen Kunden, die Strecke machen und gegebenenfalls auch häufiger in Richtung Ostoder Südeuropa unterwegs sind, finden dort nicht die gleiche Ladeinfrastruktur vor, wie das hierzulande der Fall ist. Allerdings müssen diese Länder rasch nachziehen, denn die Autohersteller entwickeln und bauen ihre Modelle ja nicht nur für ein Land, sondern für ganz Europa beziehungsweise sogar für die gesamte Welt. Also werden auch die Südeuropäer in wenigen Jahren mit Elektroautos auf die längere Reise gehen können (müssen).

Bleibt die Qual der Wahl bei den mittleren SUV. Ein Schlusswort zum Mercedes-Benz EQC, der inzwischen auch schon drei Jahre auf dem Buckel hat und damit dienstälter als die restlichen Vergleichskandidaten ist. Er ist das stattlichste Auto im Vergleich und zeichnet sich durch teurere Leasingraten als der im Grundpreis wiederum teurere Jaguar aus. Verschmähen sollte man ihn nicht, denn er ist eine geräumige und solide Alternative mit schicker Außenhaut und umfangreichem Infotainment inklusive markentypischen Widescreens. Allerdings ist man auf den Vierhunderter abonniert, es gibt also im Vergleich zu den Modellen wie Audi Q4 e-tron oder Ford Mustang Mach-e keine Variationsmöglichkeiten. Die gibt es für den BMW iX3 allerdings auch nicht und für den Jaguar i-Pace nicht mehr, nachdem das etwas schwächere Einstiegsmodell entfiel.

Leistung ist beim Elektroauto ein inflationäres Gut – jederzeit reichlich vorhanden. Jetzt muss nur noch die Ladeleistung mitziehen. Wir streben spannenden automobilen Zeiten entgegen.

And the winners are ... Audi Q4 50 e-tron und Škoda Kodiaq 2.0 TDI 4x4

 

So haben wir gewertet
Der Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den flottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhält das jeweils günstigste Modelle eine grüne und das teuerste eine rote Markierung. Ebenfalls werden flottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Garantiezeiten grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km bzw. kWh/100 km laut WLTPFahrzyklus, des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, maximales Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die Bestwerte beziehungsweise Rot für die schlechtesten Werte gekennzeichnet.
Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmale nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativwertung bei einer geringen Anzahl.
Erstmals hat die Redaktion auch reine Elektrofahrzeuge in die Tabelle aufgenommen und entsprechend gewertet. Bis auf die Tatsache, dass elektrischer Strom anstatt Benzinoder DieselKraftstoff verwendet wird, ändert sich in diesem Fall aber nichts. Insofern konnten wir darauf verzichten, komplizierte Betriebskostenberechnungen durchzuführen – wie es etwa bei den Plugin-Hybriden der Fall ist. Die dienstwagenrelevante Ausstattung weicht beim Elektroauto indes ab, und zwar bei der Wärmepumpe. Sonst gibt es keinerlei Unterschiede.

Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment der mittleren SUV:
 Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopfund Seitenairbags) 
• adaptiver Tempomat 
• aktiver Bremsassistent 
• Bluetooth-Freisprechanlage 
• Schlüsselloses Schließsystem 
• Parksensorik 
• Klimaautomatik 
• LED-Scheinwerfer 
• Smartphone-Integration 
• Navigationssystem 
• Rückfahrkamera 
• Regensensor 
• Sitzheizung vorn 
• Spurhalteassistent 
• Totwinkel-Assistent 
• Head-up-Display 
• Wärmepumpe (bei den Elektrofahrzeugen) 

Mehrwertausstattung im Segment der mittleren SUV: 
• elektrische Heckklappe 
• Luftfederung 
• volladaptive Scheinwerfer / LED-Matrixlicht 
• Lenkradheizung