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Kleinwagen, das klingt immer so nach Verzicht. Nach einem Auto, das nur in der Stadt nutzbar ist und sonst eher eine Zumutung. Ha! Von wegen! Der Škoda Fabia beispielsweise ist ein Kleinwagen, aber so gar nicht klein. Klar, die Autos sind gewachsen, und seine 4,11 Längenmeter gelten schon lange nicht mehr als „kompakt“. Also, ab hinter das Steuer des Fronttrieblers und den Raumcheck machen. Enge? Mitnichten! Der Fabia sitzt wie ein gut geschnittener Anzug – zwickt nicht, ist unaufdringlich. Unnötig viel Verkehrsraum verschwendet der erwachsene Cityflitzer natürlich ebenfalls nicht mit gerade einmal 1,78 Metern Breite und wird dadurch außerdem ziemlich praktisch im beengten urbanen Raum. Sein cleveres Package richtig ausspielen kann er aber vor allem in der zweiten Reihe, wo er seine Passagiere mit reichlich Kniefreiheit verwöhnt. Und somit kristallisiert er sich Stück für Stück als brauchbarer Allrounder heraus – er ist wahrlich nicht die auf Kurzstrecken abonnierte automobile Minimallösung. Selbst dann nicht, wenn man sich für den 95 PS-Turbobenziner entscheidet.

Damit allerdings keine Missverständnisse aufkommen – um den Basismotor handelt es sich bei dem aufgeladenen Dreizylinder nicht, sondern es gibt noch eine 66 PSsowie 80 PS-Ausführung ohne Aufladung darunter. Und entsprechend quirlig legt der Einliter los, nachdem der Turbo mit Abgas versorgt wird. Zu keiner Zeit wirkt die charakteristisch sirrende Maschine kraftlos, schiebt den mit 1,1 Tonnen recht leichten Kleinwagen vielmehr behände auch Steigungen hinauf. Dabei erfreut er auch Fans klassischer Autotugenden mit seinem leichtgängig schaltbaren Fünfganggetriebe. Tradition und Moderne weiß der Tscheche indes zu verbinden – viel Infotainment bietet er nämlich mit einem Kombiinstrument, das auf Wunsch aus purer Displayfläche besteht plus Neunzoll-Touchscreen in der Mitte, auf dem so manche Fahrzeugfunktion bedient wird. Ach, und natürlich – „simply clever“ müssen beim Fabia in alter Markentradition viele Details sein, wie der Hersteller selbst beispielsweise den stets mitgeführten Eiskratzer in der Tankklappe, die multifunktionale Ablage im Kofferraum oder den legendären Regenschirm nennt.

Mit mindestens 14.782 Euro netto ist der Fabia TSI-Kunde dabei, wobei noch viel Luft nach oben besteht. Helferlein wie Notbremsassistenz respektive Spurhaltewarner und Klimaanlage sind allerdings serienmäßig. Um die Ausstattung darüber hinaus deutlich aufzuwerten, muss der Interessent die Ausstattungslinien anpassen – als „Style“ (netto 3.580 Euro Aufpreis) wird der Fabia fast schon luxuriös und bietet Features wie schlüsselloses Schließsystem, Smartphone-Integration und Tempomat. Natürlich wird der Tempomat auf Wunsch auch adaptiv – nämlich gegen überschaubare 235 Euro netto. Auch das Navigationssystem sollte unbedingt an Bord, selbst in diesem Segment. Hierfür werden 832 Euro netto fällig, allerdings schnürt Škoda ein attraktives Paket, das on top den variablen Kofferraumboden enthält sowie Smartphone-Integration plus Verkehrszeichen-Erkennung. Wer trotz knapper Abmessungen ein bisschen elektronische Schützenhilfe beim Parken braucht, kann auch diese bekommen – gegen netto 714 Euro übernimmt der Rechner das Bugsieren in die Lücke.