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Das teuerste Detail am Elektroauto ist aktuell der Akku. Und gleichzeitig ist die Batteriegröße auch ein Umweltfaktor: Je üppiger sie ausfällt, desto mehr kritische Materialien wie Kobalt oder Lithium müssen eingesetzt werden und je mehr CO2 wird bei der Produktion verursacht. Der günstigste und effizienteste Mustang Mach-e wäre demnach der Standard Range mit 76 kWh Akkukapazität und einem Grundpreis von netto 40.336 Euro. Immerhin sind hiervon noch 7.500 Euro Förderung abzuziehen – übrig bleibt demnach ein erschwinglicher Kurs. Zumal die Serienausstattung mehr als üppig ausfällt mit quasi sämtlichen Assistenten vom Cross-TrafficAlert bis zur Verkehrszeichen-Erkennung. Hinzu kommen Dinge wie LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Parksensoren, Rückfahrkamera, schlüsselloses Schließsystem und der adaptive Tempomat. Gesetzt ist außerdem ein riesiger Touchscreen in der Mittelkonsole mit fast vierzig Zentimetern Bildschirmdiagonale, der als Kommandozentrale für fast alle Funktionen am Auto herhalten muss und die Bedienung zumindest intuitiv macht.

Doch jetzt wird erst einmal der Drehschalter in der Mittelkonsole bedient. Stufe „D“ ist angesagt, und schon kriecht der elektrische Mustang – natürlich fast geräuschfrei – los. Mit 269 PS – so viel leistet die Basis – ist man ganz sicher nicht untermotorisiert. Und so schiebt der Ford druckvoll an, erreicht Landstraßentempo schon nach 6,1 Sekunden. Doch fast noch spektakulärer ist die Art und Weise der Kraftentfaltung, die ja hier auch nicht durch ein träges Getriebe unterbrochen wird. Jeder Fahrpedalbefehl wird sofort in Vortrieb umgesetzt, was dem Mach-e eine gewisse Souveränität verleiht. Ansonsten überzeugt er durch viel Platz vorn und hinten – aber vor allem hinten. Dank 2,98 Metern Radstand gibt es fast schon ausufernd viel Kniefreiheit. Das ist der Vorteil bei Fahrzeugen, die gleich von Beginn als batterieelektrische Autos angelegt wurden – hier spielt den Ingenieuren das Packaging in die Hände. Elektrische Antriebsstränge sind nun einmal kompakter, und so lässt sich auf gleichem Bauraum mehr Innenraum schaffen im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen.

Noch ein paar Takte zum Fahrwerk am Schluss. Dass der Mach-e auch Mustang heißt, kommt natürlich nicht von ungefähr. Ein tendenziell knackig gehaltenes Chassis lässt den Crossover so behände um Kehren zirkeln, wie angesichts der hurtigen Beschleunigung erwartet werden darf. Aber trotz aller Fahraktivität des Mustang – er bleibt ein ausgewogener Cruiser, was auch seine bequem ausgelegten Sitze unterstreichen. Wer den Sitzkomfort weiter ausbauen möchte, sollte zum 3.361 Euro netto teuren „Technologie-Paket 2“ greifen – in diesem Fall verfügen die vorderen Möbel nicht nur über eine Lendenwirbelstütze, sondern ebenso über eine elektrische Achtwege-Verstellung. Im Paket inbegriffen ist außerdem das großzügige Panorama-Glasdach. Hinzu kommen Ausparkassistent, elektrische Heckklappe sowie eine Rundum-Rückfahrkamera. Ach ja, die WLTP-Reichweite beziffert Ford übrigens mit praxistauglichen 440 Kilometern, und nachgeladen wird mit bis zu 150 kW. Damit liegt der Mustang Mach-e auch mit kleinerer Batterie keineswegs an der kurzen Leine.