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Manchmal ist das Leben unfair. Zu Kleinwagen beispielsweise, die als Firmenwagen offenbar mehr gemieden werden als Kompaktwagen. Klar, der Mensch strebt danach, höherrangig zu leben, und das wirkt sich auch auf seine Autowahl aus. Also vielleicht lieber doch die größere (untere) Mittelklasse wählen als den Kleinwagen, wenn es das Budget eben zulässt. Doch ein Kleinwagen gibt inzwischen längst keine schlechte Figur mehr ab, weil das Autofahrerleben mit diesem Segment alles andere als karg ausfällt. Zumal man bedenken muss, dass Kleinwagen heute genauso groß oder noch größer sind als vor wenigen Jahren Kompakte. Preist man die Verbesserung des Packagings mit ein, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Der moderne Kleinwagen ist mehr Allrounder, als es die untere Mittelklasse einst war – und daher bestens geeignet sowohl für die City wie auch für die Autobahn. Die Fahrwerke sind längst ausgewogen, die Innenräume präsentieren sich geräumiger. Und das Infotainment ist ohnehin über alle Zweifel erhaben.

Apropos: Angesichts der Fahrzeugkategorie, die ja in der Regel bei einem knapper bemessenen Budget zum Tragen kommt, haben wir als dienstwagenrelevante Infotainment-Features vor allem das integrierte Navigationssystem und die Smartphone-Integration definiert. Letztere ist eine günstige Möglichkeit, viele Funktionen ins Fahrzeug zu holen, die das eigene Smartphone kann und nicht unbedingt das Fahrzeug selbst. Navigieren beispielsweise. Aber vor allem auch das Nutzen von Messengerdiensten, was für viele Fahrer immer wichtiger wird. So wichtig gar, dass sie auch im Auto keineswegs darauf verzichten mögen. In Kombination mit den inzwischen leistungsfähigen Sprachbediensystemen besteht die Möglichkeit, Messages zu senden, ohne dafür das Telefon in die Hand zu nehmen – auf diese Weise verschwindet schonmal eine böse Punktefalle (Flensburg lässt grüßen). Dennoch ist ein integriertes Navi auch in dieser Klasse kein überschwänglicher Luxus mehr. Alle Hersteller bieten es an, mancher sogar serienmäßig (siehe Liste). Das hängt allerdings damit zusammen, dass wir, um ähnliche Ausstattungsbedingungen zu schaffen, bestimmte Modelle in höheren Lines haben antreten lassen, die den Elektroniklotsen dann beinhalten. Das trifft beispielsweise auf Offerten wie Citroën C3, Opel Corsa und Peugeot 208 zu. Auch der Toyota Yaris verfügt über ein Navigationssystem und über noch viel mehr. Beispielsweise bekommt der Kunde hier ein vielfarbiges Head-up-Display, dessen Informationen direkt in die Windschutzscheibe projiziert werden. Das ist in diesem Segment allerdings eine Ausnahmeerscheinung, was den Ausschlag dafür gegeben hat, dieses Feature weder in die Tabelle für dienstwagenrelevante Ausstattungen aufzunehmen noch in jene für die Mehrwertpositionen.

Generell ist der Toyota Yaris hier in dieser Konstellation eine Ausnahmeerscheinung, weil er in der von uns favorisierten Leistungsstufe als Hybrid und zwingend mit Automatikgetriebe antritt. Allerdings handelt es sich um einen so genannten Vollhybrid. Seine Traktionsbatterie ist nicht extern aufladbar, ergo fährt der Yaris keine nennenswerten Strecken rein elektrisch. Dementsprechend kommt er auch nicht in den Genuss einer Förderung und besitzt daher durchaus die Berechtigung, hier mitzuspielen. Sein Verbrauch fällt zwar signifikant niedrig aus. Das hängt damit zusammen, dass er erstens in der Lage ist, einen Teil seiner kinetischen Energie durch Rekuperation in elektrische Energie umzuwandeln, die dann wieder im Antriebsstrang in Vortrieb umgewandelt werden kann. Zweitens ist sein Benziner so angelegt, dass er häufiger in einem günstigen Betriebsbereich läuft – denn über eine so genannte Lastpunktverschiebung lassen sich für den Verbrenner ungünstige Betriebsphasen durch die Elektromaschine ersetzen. Allerdings schafft es der Yaris nicht, die höheren Produktkosten durch seinen geringeren Verbrauch zu kompensieren. Der komplexe Antriebsstrang mit zwei Triebwerken und dem leistungsverzweigten Ansatz fordert eben seinen finanziellen Tribut. So verharrt er in der Betriebskostenbetrachtung inklusive Kraftstoffkosten im Mittelfeld.

Ein Kostenvergleich hat natürlich – wie der Name schon sagt – in erster Linie die Kosten im Blick. Allerdings gibt es so viele Kriterien mehr, die den Ausschlag für ein bestimmtes Fahrzeug geben. Natürlich spielt auch das Servicenetz eine Rolle, denn wenn man weit fahren muss, um zur nächsten Markenwerkstatt zu kommen, könnte sich das nachteilhaft auf die persönliche Entscheidung auswirken. Doch es ist auch sinnvoll über Kriterien zu sprechen, die hier nicht zu einer Wertung führen, allerdings speziell im Bereich der Kleinwagen interessant sein könnten: so zum Beispiel die Außenlänge. Lediglich Citroën C3, Mini, Nissan Micra und Toyota Yaris unterschreiten die Viermetergrenze, was aber für den Einsatz im urbanen Bereich gerade entscheidend sein dürfte. Den geringsten Verkehrsraum nimmt der Mini ein mit 3,82 Metern – der größte Vertreter hier in der großen Runde ist der DS3 Crossback, der mit satten 4,12 Längenmetern veritables Kompaktklassemaß hat.

Im letzten Kostenvergleich der KompaktklasseKombis stellte Flottenmanagement fest, dass die Vertreter dieser Liga keine Notlösung für knappe Budgets seien. Das gilt tatsächlich auch für den Kleinwagen, der ja absolut betrachtet nicht mehr klein ist. Längen von durchweg mehr als vier Metern machen ihn nicht nur im Auftritt erwachsen, sondern ebenso seine Eigenschaften. So kommt es, dass nicht nur vorn zwei geräumige Plätzchen vorgefunden werden; auch die zweite Reihe darf als reisetauglich angesehen werden – und das gilt auch für groß gewachsene Personen. Und auch generell ist das Segment vom Fahreindruck ordentlich, so dass lange Strecken komfortabel abgespult werden können. So kann man sagen, dass heutige Kleinwagen lange nicht mehr nur bessere „Einkaufstaschen“ sind, sondern solide Allrounder mit guten Fahrqualitäten.

Und auch der Nutzwert bleibt nicht auf der Strecke. Wer allerdings Wert auf ein großes Kofferraumvolumen legt, muss seine Modellauswahl spezifisch treffen. Hier sind Fahrzeuge wie der Škoda Fabia und Evergreen Volkswagen Polo stark – Ersterer schluckt fast 1.200 Liter Gepäck, wahrlich eine Ansage in dieser Klasse. Vorbildlich auch, dass wirklich sämtliche Kandidaten hier in der Runde serienmäßig über eine Sitzhöhenverstellung verfügen. Die ist in der Tat unabdingbar, um Personen unterschiedlicher Statur eine gute Sitzposition zu ermöglichen, was wiederum ein Garant für Wohlfühlstimmung an Bord ist.

Bei der Motorisierung leidet der KleinwagenInteressent unter keiner Qual der Wahl. Aus dem Dieselgeschäft haben sich die Hersteller in dieser Klasse inzwischen weitgehend zurückgezogen – einzelne Modelle gibt es aber noch, worauf Flottenmanagement später eingehen wird. Die immer aufwendiger werdende Abgasreinigung macht das Konzept des Selbstzünders offenbar unattraktiv in einem Segment, in dem wirtschaftlich sorgfältig kalkuliert werden muss. Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch, allerdings bei Kleinwagen noch eine Ausnahmeerscheinung. Und so bleibt in der Konsequenz der Benziner als Vergleichsgegenstand übrig. Als optimale Leistung erachtet Flottenmanagement rund 74 kW/100 PS. Damit ist man alltagstauglich motorisiert, kann nicht nur gut im Verkehr mitschwimmen, sondern auch mal ordentlich überholen. Man erreicht problemlos Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn und ist auf der Landstraße auch dann flott unterwegs, wenn mal Steigungen überwunden werden müssen. Wir ziehen als budgetorientierte Lösung Fahrzeuge mit manuellem Schaltgetriebe für den Vergleich heran und tragen dem Umstand Rechnung, dass sich der Schalteranteil in dieser Liga noch immer bei fast 60 Prozent einpendelt. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass sämtliche Offerten auch mit Automatikgetriebe zu haben sind. 

Es mag unterschiedliche Motive geben, warum man zum Kleinwagen greift. Wendigkeit in der Stadt oder geringe Unterhaltskosten spielen sicherlich eine Rolle. Verzicht ist aber keineswegs angesagt. Die Vertreter des Segments sind außerdem in vielen Punkten im hohen Maße individualisierbar – was ihnen mehr Emotionalität verleiht. Das gilt nicht nur für den optischen Part (häufig bekommt man schicke Zutaten wie eine zweifarbige Lackierung oder eine große Auswahl an schicken Alurädern), sondern auch für die technische Ausrüstung. Allerdings ist es so, dass bestimmte Features in dieser Klasse nicht zum Standardrepertoire jedes Modells gehören. So muss man als Kunde schauen, worauf man speziellen Wert legt. Volladaptive LED-Scheinwerfer beispielsweise, mit denen man auch bei Gegenverkehr mit blendfreiem Fernlicht unterwegs sein kann, findet man vorwiegend bei Produkten des Volkswagen-Konzerns: Škoda Fabia und Volkswagen Polo lassen sich damit ausrüsten. Dafür gibt es keinerlei Kompromisse beim Thema Fahrassistenz und Sicherheit. Nahezu alle Modelle bieten mittlerweile einen adaptiven Tempomat – eine technische Vorrüstung, die sowohl der Sicherheit wie auch dem Komfort dient. Man wählt eine Geschwindigkeit, und die Anlage hält das Tempo in Abhängigkeit vom fließenden Verkehr. Bremst der Vordermann, so wird auch das eigene Fahrzeug langsamer. Im umgekehrten Fall beschleunigt es wieder. Hierzu sollte man die technischen Unterschiede kennen. Der Abstand zum nächsten Auto wird entweder per Radar oder Kamera gemessen, um die Längsführung entsprechend zu steuern. Mit der technischen Funktionsweise verschieben sich die Systemgrenzen. Nutzt man wie zum Beispiel der Mini ein Kamerasystem, ist die Funktion des aktiven Tempomat bei Regen oder extremem Gegenlicht nicht mehr gegeben. Ein radarbasiertes System arbeitet hingegen auch bei Niederschlag einwandfrei – außer, Schneematsch verdeckt den Sensor. Auch arbeiten aktive Geschwindigkeitsregler im Kontext mit manuellen Getrieben nicht bis zum Stillstand und können das Auto nicht wieder anfahren – schließlich muss der Fahrer ja kuppeln. Wer die Bandbreite der aktiven Fahrregelung nutzen möchte, sollte demnach zum Automatikgetriebe greifen.

Ein durchaus komfortrelevantes Extra für rückengeplagte Langstreckennutzer ist die Lendenwirbelstütze. Allerdings hat sich Flottenmanagement dazu entschieden, sie als Mehrwertausstattung zu klassifizieren, weil der Kleinwagen ja nicht primär als Langstreckler eingesetzt wird, aber durchaus weite Reisen kommod bestreiten kann und soll. Sie ist fast durchweg als Option lieferbar und eine bereichernde Sache, falls man plant, häufig länger unterwegs zu sein. Wer mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, kann diese so reduzieren, da sich mit der Stütze eine bessere Anpassung der Lehne an den individuellen Rücken vornehmen lässt.

Bezüglich der Fahrzeugauswahl gehört das Kleinwagen-Segment zum umfangreichsten auf dem Markt, was die spätere Kaufentscheidung nicht immer einfach macht. Leider ist der auf dem hiesigen Markt durchaus wichtige Ford Fiesta diesmal nicht dabei – er stand in den einschlägigen Onlinekalkulatoren bis zum Redaktionsschluss schlicht nicht zur Verfügung, was durchaus mit dem aktuellen Rohstoffmangel zu tun haben könnte. Auch der Mitsubishi Space Star – hier leider nicht vertreten – wäre insbesondere kostenseitig ein hochinteressanter Kandidat gewesen. Er passt von der Leistung nicht in unser Beuteschema, da weit unter 100 PS. Für den Hinterkopf – es gibt ihn als Neuwagen zum Aktionspreis von netto 7.975 Euro.

Reden wir über Kosten. Die Champions in der Leasing-Disziplin kommen aus dem Renault-Konzern – den Clio gibt es bei 20.000 Kilometer Jahresfahrleistung für 177 Euro monatlich in der Konfiguration mit den von uns definierten dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen. Die Kosten steigen mit höherer Jahresfahrleistung allerdings keineswegs linear, wie der Dacia zeigt. Liegt er bei 20.000 Kilometern noch mit dem Clio gleichauf, entpuppt er sich als Preissieger in der Kategorie mit 50.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr. Hier sind punktet er mit 240 Euro monatlicher Rate und unterbietet den Clio noch einmal um 33 Euro. 

Am oberen Ende der Fahnenstange stehen die Produkte aus dem Stellantis-Konzern mit dem stylischen Peugeot 208 und dem distinguierten DS3 Crossback. Vor allem Letzterer präsentiert sich in vielen Disziplinen als deutlich über dem Durchschnitt positioniertes Produkt. Das spiegelt sich beispielsweise in seiner Verarbeitungsqualität wider sowie in den eingesetzten Materialien. Als Objekt höchster Ingenieurkunst versteht sich der Audi A1 Sportback mit seinem präzisen Fahrwerk und dem feinen, mit vielen dekorativen Details geschmückten Innenraum. In Anbetracht dessen darf der Ingolstädter als wohlfeiles Angebot gelten, rangiert seine Rate mit 283 Euro monatlich in der 20.000 Kilometer-Betrachtung noch deutlich unter jener des DS3 Crossback, der hier mit 315 Euro zu Buche schlägt. Die Ersparnis wird allerdings geringer, umso mehr Kilometer der User zurücklegt. Spart der Audi-Fahrer bei geringer Kilometerleistung noch über 30 Euro monatlich, sind bei in der 50.000-Kilometer-Perspektive nur noch 15 Euro. Auch gesamtwirtschaftlich bleibt der Preisvorteil eines Audi A1 Sportback im Vergleich zum DS3 Crossback bestehen, also unter Betrachtung der Leasingrate plus Kraftstoffkosten. Hier werden gestaffelt je nach Fahrleistung monatlich 421 Euro (20.000 Kilometer), 535 Euro (30.000 Kilometer) respektive 758 Euro (50.000 Kilometer) für den A1 fällig. Währenddessen verlangt DS Automobiles für die gleichen Positionen 473 Euro, 592 Euro sowie 823 Euro. Der durchaus wertige Peugeot 208 rangiert preislich zwar auch über den zwölf verbliebenen Wettbewerbern, liegt aber deutlich unterhalb der Premiumofferten DS3 Crossback und Audi A1 Sportback.

Für Kauffuhrparks interessant: Die Grundpreise der Fahrzeuge sind nicht immer fest an die Leasingraten gekoppelt. Ein gutes Beispiel hierfür bildet der Vergleich der beiden Kandidaten Mazda 2 und Seat Ibiza. So schlägt der Spanier mit einem Listenpreis von 20.281 Euro (inklusive der dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmale) zu Buche, liegt damit über dem Mazda 2, der seinerseits 18.831 Euro kostet. Wer least, zahlt für den Seat monatlich 194 Euro in der 20.000 Kilometer-Kategorie, 230 Euro bei 30.000 jährlich gefahrenen Kilometern und 297 Euro bei 50.000 Kilometern pro Jahr. Der in der Anschaffung günstigere Japaner verlangt von seinen Leasingnehmern dagegen 214 Euro (20.000 Kilometer monatlich), 235 Euro (30.000 Kilometer) sowie 308 Euro (50.000 Kilometer) monatlich.

Letztlich gibt es eine Vielzahl von Parametern, aus deren Bewertung der Kunde seine Kaufentscheidung ableiten kann – nicht immer sind es die Kosten. Vielleicht legt er ja großen Wert auf eine lange Garantie, um sich später nicht mit hohen Werkstattrechnungen herumschlagen zu müssen. Hier ist Kia längst vorgeprescht und gewährt sieben Jahre lang Schutz. Der Mazda sticht mit sechs Jahren allerdings ebenfalls deutlich hervor.

Immer wieder ein großes Thema ist der Punkt „Servicedichte“. Schließlich gibt es viele Kunden, für die das Produkt nicht unbedingt im Vordergrund steht. Gerade in den günstigeren Fahrzeugsegmenten ist weniger Emotionalität im Spiel. Hier geht es häufig darum, möglichst unbehelligt von Störungen von einem zum anderen Ziel zu gelangen. Und zu dieser Vorstellung gehört auch, den Händler möglichst nah am Wohnort zu haben. Klarer Champion in dieser Disziplin ist der Volkswagen Polo. Hier profitieren die Wolfsburger von den hohen Verkaufszahlen der Marke – nur so kann sie sich ein derart dichtes Händlerund Werkstattnetz leisten. So erklärt sich denn auch, dass Opel mit 1.200 Servicepartnern an zweiter Stelle steht – deutsche Automobilhersteller verkaufen hierzulande tendenziell mehr Autos als Importeure. Es ist nun einmal so, dass jede Automobilnation dazu tendiert, den landeseigenen Produkten den Vorzug zu geben. Natürlich sind auch Audi und Mini deutsche Marken, aber im Premiumbereich sind solche großen Händlernetze schlicht nicht darstellbar. Das gilt auch für die Importeure, besonders exklusiv ist DS Automobiles mit lediglich 34 Partnern.

Da unser Kostenvergleich im Schwerpunkt auf den finanziellen Aspekt abhebt und nun einmal nicht jedes Auto das günstigste sein kann, wollen wir etliche Alternativen etwas näher vorstellen, die hier jetzt nicht den ersten Platz machen konnten. Da wäre beispielsweise der Volkswagen Polo – und der profitiert nicht nur vom dichten Servicenetz, sondern ist auch ein wirklich gutes Produkt in allen Belangen. Exzellente Verarbeitung, das präzise Fahrverhalten sowie die große Bandbreite an technischen Sonderausstattungen unterstreichen, dass Volkswagen eine Ingenieur-Firma durch und durch ist. Auch die knackigen Polster und das mittlerweile geräumige Platzangebot machen den Polo zu einem runden Angebot. Dabei ist er preislich kein Ausreißer nach oben, besticht außerdem durch einen hohen Grad der möglichen Individualisierung, was generell bei Herstellern (im Gegensatz zu Importeuren) gegeben ist. Hier sind die Importeure im Nachteil, die es logistisch schwerer haben, so viele unterschiedliche Modelle auf Lager zu halten. 

In gewisser Weise eine Ausnahmeerscheinung ist der Renault Clio. Er ist noch ein recht junger Kleinwagen-Vertreter, überzeugt mit einem hohen Maß an Technik, ist geräumig und wirkt adrett. Renault-Kunden profitieren übrigens auch von einem dichten Servicenetz, das genau eintausend Partner umfasst. Außerdem zählt er zu den günstigsten Offerten, gewinnt alle drei Leasing-Disziplinen und die Betriebskosten-Disziplin bei 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr. An die Adresse der nutzwertinteressierten Klientel sei gerichtet, dass der Franzose auch im maximalen Kofferraumvolumen gar nicht schlecht abschneidet mit 1.069 Litern maximalem Laderaumvolumen. Übrigens dürfen Clio-Kunden aus einer breiten Antriebspalette wählen, zu der nicht nur ein Vollhybrid mit einer Systemleistung von 105 kW/143 PS zählt, sondern auch noch ein 74 kW/100 PS starker Selbstzünder. Und für den Benziner steht auf Wunsch selbstredend ein Automatikgetriebe (hier als stufenlose CVTLösung) zur Verfügung. Allesamt Argumente für den Langstrecken-Einsatz, der auf diese Weise recht komfortabel zu bewältigen ist.

Einen näheren Blick auf den Kia Rio zu werfen, lohnt sich ebenfalls. Der kleine Koreaner weilt zwar schon seit 2017 auf dem Markt, ist dafür aber ausgereift und gut verarbeitet. Auch der Hersteller selbst vertraut offenbar auf seine Zuverlässigkeit, worauf das lange Garantieversprechen hinweist. Stetige Updates halten den Fronttriebler auf der zeitlichen Höhe, und so darf der Kunde natürlich auch die modernsten Infotainment-Features genießen. Eine Besonderheit des Koreaners mit 48-Volt-Funktionalitäten ist die „by Wire“ arbeitende Kupplung. Das heißt: Die über das Pedal betätigte manuelle Kupplung wird nicht wie im konventionellen Fall mit der Körperkraft eingerückt, sondern diesen Part übernimmt ein elektrischer Aktuator. Vorteile gibt es gleich mehrere. Beispielsweise die leichtgängige Funktionsweise des Pedals, aber auch die Möglichkeit, segeln zu können. Hier wird also im Schubbetrieb der Motor abgeschaltet, um Kraftstoff zu sparen – das geht sonst nur in Verbindung mit einem Automatikgetriebe. Außerdem sind für den Rio peppige Außenfarben und eine reichhaltige Auswahl verschiedener Leichtmetallräder lieferbar, was ihn zu einem runden Angebot macht. Nicht zu vergessen: Er gehört zu den Gewinnern beim Nettogesamtpreis – das ist der Grundpreis mit den addierten dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen.

Ordentlich am Markt aufgeholt hat der recht frische Opel Corsa. Er gehört zu den noch wenigen Kleinwagen-Offerten mit der Option auf eine rein elektrische Variante mit 50 kWh-Akku. Wer sich für ihn entscheidet, kommt außerdem in den Genuss von 100 kW Ladeleistung, um ein gewisses Maß an Langstrecken-Tauglichkeit abgebildet zu wissen. Seine Motorleistung beträgt ebenfalls 100 kW/136 PS. Die Rüsselsheimer stellen darüber hinaus weiterhin einen Dieselmotor zur Verfügung mit 75 kW/102 PS. Wer den Benziner mit Automatik wählt, bekommt übrigens eine komfortable, achtstufige Wandlerlösung – neben den ganzen in diesem Segment dominierenden Doppelkupplungsgetrieben eine sanfte Alternative. Preislich rangiert der Corsa im mittleren Feld, was auch in Ordnung ist angesichts guter Verarbeitungsqualität und vor allem der vollen Abdeckung unserer definierten Mehrwertausstattung, zu der sogar die begehrten LED-Matrixscheinwerfer gehören. Diese gibt es bei vielen Wettbewerbern im Segment nicht einmal gegen Aufpreis. Sie empfehlen sich jedoch vor allem bei nächtlichen Fahrten im ländlichen Bereich wegen ihrer hohen und zielgenauen Leuchtkraft. Außerdem kann bei Gegenverkehr weiterhin mit Fernlicht gefahren werden – entgegenkommende Objekte blendet das System partiell aus, so dass Personen nicht vom hellen Licht geblendet werden.

Auch Mazda ist traditionell im Kleinwagenbereich unterwegs. Das aktuelle Modell ist bereits lange am Markt und gilt als ausgereift sowie gut verarbeitet. Mazda setzt insbesondere auf klassische Antriebe, hat den Diesel für seinen Kleinsten allerdings inzwischen aus dem Programm gestrichen. Dafür präsentieren sich die beiden stärksten Benziner jetzt mild hybridisiert, was sie in der Effizienz verbessert. Der Japaner besticht außerdem durch einen günstigen Grundpreis – spannend für jene Kunden, die kaufen statt leasen. Und ein reichhaltiges Angebot bei den technischen Sonderausstattungen macht ihn überdies attraktiv. Auch er bietet beispielsweise voll adaptive LED-Scheinwerfer. Bei der Automatik setzt Mazda auf den dynamischen Drehmomentwandler und schwört damit auf einen komfortorientierten Ansatz – allerdings ist Mazda der Meinung, sechs Fahrstufen reichten. Die Techniker aus Hiroshima haben ihren Kleinwagen außerdem konsequent weiterentwickelt, sodass er auch im Bereich Infotainment noch immer punktet.

Als spanischer „Heißblüter“ geht der Seat Ibiza frisch geliftet auf Kundenfang. Doch er ist nicht nur stylisch, sondern auch recht praktisch mit einem hohen Kofferraumvolumen von knapp 1.200 Litern. Auch in der Disziplin Zuladung gehört er zu den Gewinnern mit ordentlichen 576 Kilogramm. Preislich bewegt er sich im unteren Mittelfeld – angesichts einer wirklich sauberen Verarbeitung geht das mehr als in Ordnung. Wer sich für den Ibiza interessiert, merkt bei der Konfiguration, dass er viele Optionen hat, um die Ausstattung zu individualisieren. Dass die Verantwortlichem ihren in Cityflitzer offenbar tatsächlich vorwiegend in der Stadt eingesetzt sehen, könnte der Grund sein, warum keine Lendenwirbelstütze lieferbar ist. Allerdings können sich schon die Basis-Sitze sehen lassen und dürfen mit Fug und Recht als gut gepolstert bezeichnet werden. Eine intuitive Bedienung un viel Infotainment hält Verdruss aus dem Innenraum fern. Spannend für Ibiza-Kunden: Es gibt ihn als kosteneffiziente Variante mit CNF-Antrieb. Damit bietet er ein interessantes Alleinstellungsmerkmal. Nicht mehr an Bord sind Selbstzünder, noch nicht zu haben ist ein rein elektrischer Antrieb - doch dabei kann es sich nur noch um eine Frage der Zeit handeln. In dieser Ibiza-Generation dürfte der lautlose Antrieb allerdings kein Thema mehr sein.

Mit dem Citroën C3 erhält der Kunde wohl die verspielteste Option, Kleinwagen zu fahren. Der Franzose blickt sympathisch drein und spielt inr preislichen Mittelfeld-Liga. Er besticht durch die hohe Anzahll serienmäßiger dienstwagenrelevanter Ausstattungsmerkmale, gehört aber auch zu den Angeboten mit wenigen technischen Optionen. So müssen Langstreckennutzer mit einem Tempomat ohne adaptive Regelung auskommen. Die wichtigsten Komfortund Sicherheitsassistenten sind natürlich auch für den C3 zu haben. Er transportiert den Charme französischer Kleinwagen jedenfalls perfekt und tritt damit womöglich in die Fußstapfen des legendären 2CV , besser als Ente bekannt. Und die Franzosen halten es für richtig, weiterhin Selbstzünder an Bord zu behalten – vielleicht gar nicht so unklug, denn an Kundeninteresse dürfte es nach wie vor nicht mangeln. Und da sich immer mehr Hersteller vom Diesel verabschieden, kann das Stück vom Kuchen, das für Citroën übrigbleibt, nur größer und nicht kleiner werden.

Noch reichhaltiger im Antriebsmix präsentiert sich der Peugeot 208. Der französische Schönling lässt den Interessenten die Wahl zwischen Benzin, Diesel und batterieelektrischem Antrieb – verzichtet dafür aber auf die Übergangsstufe in Form eines Hybrids. Wer das durchaus distinguierte Design goutiert und auf die Löwenmarke setzt, muss zumindest bei der Leasing-Disziplin ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen als bei den Wettbewerbern. Als Kaufofferte rangiert der Kleinwagen im Mittelfeld. Er besticht überdies durch eine hohe Anzahl an serienmäßigen dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen. Als Alleinstellungsmerkmal des Peugeot gilt das so genannte i-Cockpit – daraus ergibt sich eine in der Position höherliegend angeordnete Instrumententafel sowie ein im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen etwas niedriger positioniertes Lenkrad. Es könnte durchaus sein, dass der Peugeot 208 Anklang findet mit seinem erfrischend-extrovertierten Äußeren. Darüber hinaus zeigt er sich gut verarbeitet und besticht durch sportive Fahreigenschaften passend zum dynamischen Blechkleid. 

Der Audi A1 Sportback sticht mit seiner Karosserieform aus dem Wettbewerb hervor, die als sportlicher Kombiersatz durchgehen könnte. Der Ingolstädter überzeugt vor allem als Produkt höchster Güte, für das ein Mehrpreis wohl akzeptiert wird. Antriebsseitig bleibt es beim Benziner, da sind die Bayern ganz konsequent. Peppige Metallick-Lackierungen machen das A1Vergnügen farbig – außerdem kann das Dach in einem schicken Kontrastton lackiert werden. Dass der Kleinwagen aus dem Hause Audi etwas kostspieliger daherkommt, liegt nicht zuletzt daran, dass viele Features als Option gewählt werden müssen. Anderseits bedeutet das aber auch die Möglichkeit einer sehr gezielten Ausstattung mit dem Fokus auf hohe Qualität. Eine lieferbare Lendenwirbelstütze spricht dafür, den A1 ruhig auch mal auf die längere Reise mitzunehmen, zumal es den Ingenieuren gelang, selbst die Dreizylinder-Triebwerke akustisch ganz gut aus der Fahrgastzelle herauszuhalten. Allerdings muss man auch wissen: Audi stimmt seine Produkte konsequent sportlich ab – man muss schon straffere Fahrwerke mögen, um hier glücklich zu werden. Demnach erfüllt jedes Modell seine Charakterkriterien, um möglichst gut beim Kunden zu punkten. So erhält der Käufer mit dem französischen DS3 Crossback eine individualistische Möglichkeit, seinem exzentrischen Automobilgeschmack Ausdruck zu verleihen. Dafür muss er je nach Wohnort weit fahren, um bei einem der 34 Servicepartner Station zu machen. Daher dürfte der Franzose vor allem in den urbanen Bereichen eine Rolle spielen. Und dazu passt denn auch, dass er als vollelektrische Variante mit einem 50-kWh-Akku und 100 kW Ladeleistung zu haben ist. Aber nicht nur das. Für den kleinen Crossover ist nicht nur ein Diesel lieferbar, sondern es sind gleich zwei Stück. So kann der Kunde zwischen 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS wählen und damit entscheiden, lieber ein manuelles Schaltgetriebe zu bedienen oder eine passend zum Komfortanspruch achtstufige Wandlerautomatik zu genießen. Genuss zieht sich durch den DS3 wie ein roter Faden, denn die Interieurdesigner haben Wert auf sorgfältig ausgesuchte Materialien gelegt, die in der Tat einen edlen Touch haben. Ob das alles reicht, um entsprechend hohe Leasingraten zu rechtfertigen, sei dahingestellt.

Mit dem Mini verfolgen die Macher dagegen ein anderes Konzept. Zwar nicht über Gebühr teuer, aber stylisch und im Retrostil buhlt der DeutschBrite um Kunden. Für die wertige Optik knapsen die Ingenieure am Raum und pfeifen auf viel Kofferraumvolumen. Allerdings bleibt genügend Platz für die menschliche Fracht, so dass der Fronttriebler eine gute Figur auch auf der Langstrecke abgibt. Als Meister der Farben und Dekors – gerne auch mal in Form eines Union Jacks – spricht der Mini Personen mit Hang zur Ästhetik an. Außerdem schafft er den Spagat, sportlich zu sein, ohne auf eine komfortable Note gänzlich zu verzichten. Und mit dem Mini besteht die einzige Möglichkeit im Segment, maximal performant unterwegs zu sein – wenn es sein muss auch mit über 300 PS. Neben einer Vielzahl von Benzinern gibt es außerdem eine rein elektrische Variante, jedoch mit einem kleinen Akku von etwas über 30 kWh. Außerdem kann man eine CabrioVersion bekommen, was im Kleinwagenbereich ansonsten inzwischen passé ist.

Fazit: Die Landschaft der Kleinwagen ist lebendig und vielseitig. Unzählige Charaktere buhlen hier um die Gunst des Käufers, insofern ist das Angebot nicht ganz leicht zu durchdringen. Die Tatsache, dass es im Segment der Kleinwagen in erster Linie um Budgetkontrolle geht, macht den Ansatz, hier den Schwerpunkt zu setzen, richtig. Nichtsdestotrotz gilt es sorgfältig abzuwägen. Denn noch so viele Kriterien über den Preis hinaus entscheiden, ob man sich in und mit dem Produkt wohlfühlt, das den Nutzer ja nicht selten über viele Jahre begleitet. Kleinwagen geht von funktional bis luxuriös, von sachlich bis maximal sportlich. Kleinwagen halten heute einen reichhaltigen Antriebsmix bereit – vom Benziner über den Diesel bis zur alternativen Kraftquelle in Form des elektrischen Stranges, ist alles dabei. Sogar der CNG-Antrieb ist dank des großen Konzerns aus Wolfsburg zu haben. Entsprechend ist die Range bei den Kosten. Und es gibt viel zu beachten, um die persönliche Schnittmenge zwischen vertretbaren Kosten und dem erwartbaren Gebotenen zu erreichen. Am Ende gewinnt der Škoda Fabia, weil er nicht nur preislich punktet, sondern auch stark ist in den praktischen Disziplinen wie Laderaum und Zuladung bei einem erfreulich niedrigen Kraftstoffverbrauch. Ein dichtes Servicenetz bietet Škoda überdies.

And the winner is… Škoda Fabia

 

So haben wir gewertet

Der Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den flottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden flottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Garantiezeiten grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km, des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, maximales Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet.
Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmale nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativwertung bei einer geringen Anzahl.

Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment der Kleinwagen: 
• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags) 
• adaptiver Tempomat 
• aktiver Bremsassistent 
• Bluetooth-Freisprechanlage
• Fahrersitz höhenverstellbar 
• Einparkhilfe 
• Klimaanlage 
• LED-Scheinwerfer 
• Smartphone-Integration 
• Navigationssystem 
• Rückfahrkamera 
• Regensensor 
• Sitzheizung vorn 
• Spurhalteassistent 
• Totwinkel-Assistent 
• Verkehrszeichenerkennung

Mehrwertausstattung im Segment der Kleinwagen: 
• schlüsselloses Schließsystem 
• volladaptive Scheinwerfer / LED-Matrixlicht 
• Lendenwirbelstütze 
• Lenkradheizung