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Die erste Überraschung erlebt jene Person, die nun erstmals näher an den Kia EV6 herantreten darf, von dem ja schon seit Monaten munter Bilder durchs Netz gejagt wurden: Das ist ein richtig großes Auto. Nix Kompaktwagen! Mittelklasse! Ganze 4,70 Meter misst der neue Stromer, und er ist 1,55 Meter hoch, was ihn zu einem lupenreinen Crossover macht. Wirklich beeindruckend ist aber sein mit 2,90 Metern wahrlich ausladender Radstand, der richtig Lust macht, in der geräumigen zweiten Reihe zu reisen. Kommt aber nicht in Frage, denn auf dem Fahrtermin wird natürlich selbst gefahren. Diese auf den ersten Blick scheinbare Bürde wandelt sich ganz schnell zum Genuss, denn Kia präsentiert zum Einstand selbstverständlich die Allradversion mit großem Akku, die so ganz nebenbei auch 325 PS freisetzt. Damit wird der Asiate zum veritablen Spaßmobil. 

Fahrstufe rein, rechtes Pedal durchdrücken – und genießen. So wie der EV6 vorlegt, ist nicht mehr nur souverän, das ist schon sensationell. Bleibt die Frage, was der großzügig geschnittene Kia noch so alles kann. Über riesige Displayflächen und jedes erdenkliche Infotainment-Rüstzeug muss man sich nicht unterhalten – so etwas hat der EV6 alles. Die Community aufmischen wird er vor allem mit seinem 800 Volt-System, das wirklich faszinierende Ladegeschwindigkeiten ermöglicht und in diesem Segment bisher absolut unüblich ist. Im optimalen Fall lädt die Batterie binnen 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Alle Achtung. Von der Preisstruktur läuft das bei Kia so: Das Grundmodell EV6 kostet netto 37.806 Euro, und der hier besprochene 325 PS-Antrieb kostet 6.638 Euro (netto) Aufpreis – macht also netto 44.444 Euro. Aber da gehen ja noch 7.500 Euro Förderung herunter. Gute Fahrt!