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Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2020 über zwei Millionen Unfälle im Straßenverkehr registriert. Viele Verkehrsteilnehmer standen dabei vor dem Problem, wie sie ihre Unschuld beweisen können, wenn sie in einen entsprechenden Vorfall verwickelt wurden. Denn häufig ist der Hergang nicht eindeutig. Dashcams bieten als neutrale Instanz eine Möglichkeit, Sachverhalte eindeutig aufzuklären. Dabei handelt es sich um kleine, an der Windschutzscheibe angebrachte Kameras, die das Verkehrsgeschehen kontinuierlich dokumentieren. Um dabei datenschutzkonform zu sein, werden die Mitschnitte im sogenannten Loop-Recording ausschließlich anlassbezogen aufgezeichnet. Die Videosequenzen werden nur für ein paar Minuten aufgenommen und anschließend sofort wieder überschrieben. Erst wenn die integrierten Sensoren einen Unfall oder eine Gefahrensituation feststellen, wird die Aufzeichnung dauerhaft gespeichert. Das so entstandene Videomaterial hat dadurch auch vor Gericht Bestand. So entschied der Bundesgerichtshof 2018, dass die kurzen Videomitschnitte grundsätzlich auch vor Gericht als Beweismittel verwendet werden dürfen. Nutzer haben somit jederzeit einen verlässlichen und unabhängigen Zeugen mit an Bord, der in strittigen Situationen die Unschuld zweifelsfrei beweisen kann.

Daneben bieten Dashcams noch weitere Funktionen für eine sichere Fahrt. So sind die meisten Dashcams von Nextbase beispielsweise mit einem Notfall-SOS-System ausgestattet. Die Dashcam erkennt einen Unfall und sendet automatisch ein Notsignal mit dem Standort und der Fahrtrichtung an die Rettungsdienste, insofern der Fahrer dazu nicht mehr selbstständig in der Lage ist. Weitere Funktionen umfassen einen Nachtsicht-Modus und eine intelligente Parkfunktion, die Stöße am Fahrzeug wahrnimmt und automatisch eine Aufzeichnung startet. Dass Dashcams den Verkehr sicherer machen, bestätigt auch eine Studie des Bitkom. So sind über zwei Drittel (68 Prozent) der Teilnehmer davon überzeugt, dass Dashcams grundsätzlich zur Verkehrssicherheit beitragen.

Nicht nur für private Autofahrer bieten die kleinen Kameras Vorteile. Gerade für viele Unternehmen, wie beispielsweise Speditionen, stellt die Fahrzeugflotte ihr größtes Kapital dar. Dashcams bieten eine Möglichkeit, sowohl Fahrer als auch Fuhrpark zu schützen. So können sich Unternehmen durch die Aufzeichnungen vor unrechtmäßigen Anschuldigungen oder sogar absichtlichen Betrugsversuchen wie der Cash-for-Crash-Methode absichern. Sollte es dennoch einmal zu einem Schadensfall kommen, kann der Regulierungsprozess der Versicherung beschleunigt werden, da die Schuldfrage durch das aufgezeichnete Videomaterial eindeutig geklärt ist. Unternehmen können dadurch Versicherungskosten sparen und die Fahrzeuge schneller wieder einsetzen. 

Auch beim Abschluss einer Versicherung bieten Dashcams mittlerweile Vorteile. So bietet der Versicherer „die Bayerische“ Besitzern einer Dashcam bis zu 15 Prozent Rabatt auf den jährlichen Versicherungsbeitrag. Dashcams bieten somit nicht nur einen wichtigen Schutz im täglichen Straßenverkehr, sondern stellen auch eine lohnende Investition dar, die sich – privat sowie geschäftlich – langfristig auch finanziell auszahlt.