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Škoda lässt sich nicht lumpen: Im Enyaq gibt es auf Wunsch mächtig Akku, um rund 500 Kilometer weit fahren zu können. Reichweite ist bei batterieelektrischen Autos aktuell noch ein Thema. Denn erstens existieren noch lange nicht so viele Schnellladesäulen wie Tankstellen, und zweitens sind die meisten Autofahrer mit der Ladepraxis noch nicht so vertraut. Und natürlich sind einige Dinge zu beachten, denn die Ladedauer hängt von vielen Faktoren ab wie beispielsweise Akkutemperatur oder Ladestand. In jedem Fall ist der Planungsaufwand derzeit noch etwas höher als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen – aber klar ist auch, dass man schon heute bequem Langstrecke fahren kann, denn in Deutschland ist die Ladeinfrastruktur anno 2021 bereits recht ordentlich ausgebaut. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die Antriebseinheit. 

Mit 204 PS auf der Hinterachse ist der Enyaq mit dem 77 kWh Nettokapazität enthaltenden Batteriespeicher nominal schon nicht gerade schwach auf der Brust, wenngleich die E-Maschine mit dem bis zu 2,3 Tonnen schweren Tschechen ordentlich zu tun hat. Doch das bärige Drehmoment von 310 Nm sorgt für hurtige Beschleunigung. Mit einem Standardsprint von 8,5 Sekunden bis 100 km/h fällt der Allrounder dezent sportlich, aber mindestens souverän aus. Stichwort Fahrkomfort: Hier profitiert das SUV vom lautlosen Aggregat, es bleibt angenehm leise im Innern des Škoda – und die Konsequenz ist, dass sich sämtliche Personen im Enyaq bei jedem Tempo in Zimmerlautstärke unterhalten können. Außerdem haben die Fahrwerker für eine geschmeidige Dämpfung gesorgt, die den 4,65 Meter-Liner sanft über frostgebeutelte Straßen gleiten lässt. Und Škoda wäre nicht Škoda, wenn die Macher keine Simply Clever-Details installiert hätten. Ob Haken im Kofferraum für das Verstauen von Tragebeuteln oder Taschen an den Vordersitzlehnen mit mehreren Fächern – die Osteuropäer bemühen sich um Praktikabilität. Auch der Regenschirm in der Türe fehlt keineswegs.

Es lohnt sich übrigens, den Innenraum des Enyaq genauer zu inspizieren. Der zentrale Touchscreen fällt mit bis zu 13 Zoll nicht nur großformatig aus, sondern ist überdies architektonisch ansprechend in den Armaturenbereich integriert. Übrigens verzichten die Tschechen nicht auf physische Schalter, woraus sich eine äußerst komfortable Bedienung ergibt. Frontscheibe entfrosten oder das Menü für die umfangreiche Assistenz aufrufen – geht über die Tastenreihe unterhalb des Bildschirms. Dann muss aber doch das Menü herhalten, was intuitiv gelingt.

Und es macht Lust, mit dem Enyaq auf Langstrecke zu gehen. Seine Ladeleistung von bis zu 125 kW ermöglicht, die Batterie binnen etwa einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent zu bringen. Mit einem Grundpreis von netto 36.932 Euro kommt der praxistaugliche Škoda in den Genuss der größtmöglichen Förderung bei der Anschaffung im Wert von immerhin 9.000 Euro, ganz zu schweigen von den Vorteilen bei der Dienstwagensteuer. So liegt die Bemessungsgrundlage für die pauschale Versteuerung privater Fahrten bei einem Viertel des Brutto-Listenpreises. Ach ja, während eine Smartphone-Integration serienmäßig ist, muss der aktive Tempomat mit netto 664 Euro extra bezahlt werden.