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Auch bei Ford stehen die Zeichen auf Umbruch. Dass der Kölner Traditionshersteller seinen Kunden auf emotionale Art Elektromobilität schmackhaft machen will, haben die Ingenieure unlängst bewiesen. Mit dem noch taufrischen Mustang Mach-E hat der Autobauer einen Volltreffer gelandet. Das designtechnisch an den traditionellen Mustang angelehnte Crossover vereint grüne Werte mit klassischen Autotugenden wie Performance, geizt aber auch keineswegs mit Praxistauglichkeit in Form von satt vorhandenem Raumangebot. Fast einhundert kWh Akkukapazität macht den Stromer außerdem reichweitenstark und damit langstreckentauglich. 

Darüber hinaus trifft der Ford-Interessent auf ein wahrlich vielfältiges Angebot, das wiederum eine enorme Bandbreite abdeckt. Vom Kleinwagen Fiesta mit jahrzehntealter Tradition bis hin zum geräumigen Galaxy sind nicht nur viele Segmente vertreten, sondern es gibt auch eine ansehnliche Anzahl an Fahrzeugkonzepten.

Vor allem bleibt Ford im Van-Bereich stark und hält mit den beiden Großraumlimousinen Galaxy und S-Max Offerten vor, die hohen Nutzen und viel Komfort für verhältnismäßig kleines Geld bieten. Neben mehreren Diesel-Versionen weist das Van-Programm auch eine Hybrid-Option aus. 

Apropos Hybrid: Als Bindeglied zwischen Verbrennern und batterieelektrischen Autos fungieren so genannte Plug-in-Hybride, die sich freilich auch im Ford-Portfolio wiederfinden. Beim durchaus flottenrelevanten SUV Kuga dürfen die Kunden zwischen attraktiven Selbstzündern und einem kräftigen PHEV-Modell wählen. Wer möchte, kommt auch in den Genuss eines klassischen Vollhybriden, wenngleich diese Antriebsform an Bedeutung verliert.

Bei den klassischen Segmenten der Kompaktund Mittelklasse setzt die Marke neben einem großen Angebot an Benzinmotoren vor allem auf eine reichhaltige Auswahl an effizienten Dieseltriebwerken in einem Leistungsspektrum von 70 kW/95 PS bis 140 kW/190 PS und einem gemittelten Kraftstoffkonsum von 3,6 bis 5,1 Litern je 100 km – hier ist für sämtliche Bedürfnisse das passende Angebot dabei. Grundsätzlich darf der Diesel noch lange nicht als abgeschrieben gelten, zumal er in puncto Reichweite aktuell unschlagbar ist. 

Ein großes Modellspektrum weist Ford außerdem im Bereich der Nutzfahrzeuge auf. Vom kleinen Courier bis zum ausladenden Custom finden Gewerbetreibende oder sogar User-Chooser ihren passenden fahrbaren Untersatz – man denke beispielsweise an die vielfältigen Connect-Modelle. Ob Hochdachkombi oder Transporter, sämtliche Ausgaben sind als fensterlose und einfacher gehaltene Transit-Ausführung vorwiegend für Handwerksbetriebe oder aber als luxuriöser ausgestatteter Tourneo lieferbar.

 

 

KURZINTERVIEW

KERSTIN GLANZMANN-SCHAAR 

Direktorin Business Operations und Fleet Sales 

Ford-Geschäftskunden- Service: 0800/8040804-2 

flotte3@ford.com

Flottenmanagement: Ford hat sich dazu entschieden, BEV- und PHEV-Modelle nur allmählich in die Modellprogramme einfließen zu lassen. Ist diese Strategie die Antwort darauf, dass die Kunden im Flottengeschäft aktuell lieber noch klassische Verbrenner fahren? 
Kerstin Glanzmann-Schaar: Die Elektromobilität ist seit geraumer Zeit das Thema schlechthin – gerade bei uns. Die nächsten Jahre haben es in sich und sie werden die Welt der Mobilität – und damit auch die Welt von Ford und die unserer Kunden – grundlegend verändern. Die Zukunft von Ford ist elektrisch. So werden wir im Rahmen unserer Elektromobilitäts- Offensive alle unsere Pkw-Modelle in Europa ab Mitte 2026 mindestens in einer Plug-in-Hybrid- oder in einer batterie-elektrischen Variante anbieten. Und ab 2030 wird unser Pkw-Angebot in Europa nur noch aus rein elektrischen Fahrzeugen bestehen. Ähnlich ehrgeizig sind unserer Elektrifizierungsziele für den Nutzfahrzeugbereich.

Flottenmanagement: Alternative beziehungsweise elektrifizierte Antriebe nehmen Flottengeschäft mittlerweile einen hohen Stellenwert ein. Wie reagieren Sie auf diese Entwicklung? 
Kerstin Glanzmann-Schaar: Die angekündigte Elektromobilitäts-Offensive wirkt selbstverständlich auch auf die Anzahl der BEV Modelle aus. So wird allein in die Modernisierung und Umgestaltung des Werks in Köln eine Milliarde US-Dollar fließen, also weit über 800 Millionen Euro. Unser Werk am Rhein wird zum „Ford Cologne Electrification Center“ ausgebaut und damit zu einem Standort, an dem wir Elektrofahrzeuge für Europa entwickeln und produzieren – unter anderem das erste voll-elektrische Ford Pkw-Volumenmodell für Europa, es wird 2023 im Kölner Werk vom Band rollen. Im Rahmen der strategischen Allianz mit Volkswagen wird Ford bei der Entwicklung dieses Autos auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) aufbauen. Auf dieser Plattform wird Ford emotionale, voll-elektrische Fahrzeuge für seine Kunden in ganz Europa liefern.

Flottenmanagement: Welche Innovationen sind in kommenden Ford-Modellen zu erwarten, die für Dienstwagen-Fahrer attraktiv sind? 
Kerstin Glanzmann-Schaar: Die kommenden Ford-Modelle werden mit fortschrittlichen Technologien überzeugen, die insbesondere das Leben der Vielfahrer sicherer und angenehmer machen – dazu zählen fortschrittliche Fahrer-Assistenzsysteme oder das hochmoderne Kommunikations- und Entertainmentsystem SYNC 4 inklusive cloudbasierter Konnektivität. Spannend ist dabei zum Beispiel die neue, mit der Cloud verbundene Navigationsfunktion von Ford SYNC 4 insbesondere für batterieelektrische Fahrzeuge. Ford SYNC 4 kann unter Berücksichtigung der Verkehrssituation, der Lage von Ladestationen und weiteren Parametern effiziente Routen planen. Eine intelligente Reichweiten- Vorschau berücksichtigt Echtzeitdaten zu Fahrgewohnheiten, Wetter und Straßenbedingungen zur möglichst exakten Angabe der verbleibenden Batteriekapazität. Ein weiteres Beispiel: Der neue Ford E-Transit bietet den Nutzern eine mobile 2,3 kWh- Stromquelle über die bordeigene Energieversorgung, um Kunden bei der Verwendung von elektrischen Werkzeugen und beim Aufladen von Geräten zum Beispiel auf Baustellen zu unterstützen.