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Die Corona-Krise hat ordentlich reingeschlagen, aber auch die inzwischen eintretende Erholung kann sich sehen lassen. Im ersten Krisenhalbjahr 2020 brachen die Gesamtzulassungen um fast 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, jetzt steigen sie um knapp 15 Prozent. Sicher, das ist noch lange nicht das alte Level, aber die Richtung stimmt immerhin. Auf dem Vormarsch sind natürlich die rein elektrischen Modelle – was klar ist, weil sie massiv gefördert werden mit bis zu 9.000 Euro Prämie bei der Anschaffung sowie Erleichterungen bei der Dienstwagensteuer.

Was sich hingegen nicht verändert hat, ist der Umstand, dass Volkswagen hierzulande unangefochten die Nummer eins ist. Sowohl in den Gesamtzulassungen als auch im Flottenmarkt weisen die Zulassungen der Wolfsburger einen riesigen Vorsprung gegenüber der zweitplatzierten Marke BMW auf. So konnte Volkswagen von Januar bis Juli 2021 satte 276.486 Fahrzeuge zulassen, von denen 88.952 auf gewerbliche Anmeldungen entfielen. BMW konnte lediglich 118.388 Gesamt- und 45.118 gewerbliche Zulassungen verbuchen. Der Trend weist indes bei fast allen Marken nach oben, in der Flotte sowieso. Der Premiumanbieter Audi kann immerhin 39.681 Fahrzeuge in der Flotte absetzen, was ein Plus von 5.163 Fahrzeugen bedeutet.

Generell schneiden die hiesigen Marken im Flottenmarkt traditionell am besten ab mit 284.859 Zulassungen – das sind mehr als doppelt so viele Verkäufe wie alle Zulassungen der VDIKImportmarken kumuliert (128.156). Am besten schlagen sich naturgemäß noch die Importeure des Volkswagen Konzerns – hier führt Škoda mit 34.994 Zulassungen, dicht gefolgt von Seat respektive Cupra mit 15.324 Verkäufen. Knapp zweitstärkster Importeur in der Flotte ist allerdings Renault mit 15.672 Zulassungen. Dann folgt schon Toyota mit 9.346 Fahrzeugen; Hyundai und Kia sind ebenso recht stark mit 8.023 respektive 5.616 gewerblichen Zulassungen.

Deutsche Hersteller 
Fast alle deutschen Hersteller konnten dieses Jahr wieder deutlich zulegen, obwohl die Pandemie noch nicht vorüber ist. Lediglich Mercedes musste einen minimalen Rückgang in den Gesamtzulassungen hinnehmen (0,76 Prozent). In der Flottenbetrachtung konnte Mercedes sich um ordentliche 15 Prozent steigern. Fast phänomenal mutet die Steigerung von smart um unglaubliche 588 Prozent an, was bedeutet, dass der Kleinstwagenhersteller über 4.000 Exemplare mehr absetzen konnte als im Vorjahreszeitraum. Allerdings verbuchte der Hersteller letztes Jahr auch einen massiven Einbruch infolge der Umstellung auf E-Mobilität. Diese Strategie könnte sich jetzt, da Elektroautos mehr nachgefragt werden, positiv auswirken – smart verkauft nur noch förderfähige BEV-Modelle.

Die größten Wachstumsraten verbuchten Opel (knapp 50 Prozent), Porsche und Mini (beide mit rund 33 Prozent). Opel baut seine Elektro- Palette derzeit massiv aus, was ein Treiber sein könnte. Den Erfolg des Vor-Corona-Jahres 2019 erreichen die deutschen Hersteller mit ihren Flottenzahlen indes noch nicht – sie konnten gemeinsam 284.342 Fahrzeuge absetzen. Von Januar bis Juni 2019 kamen sie auf 313.654 Exemplare.

Importmarken 
Die VDIK-Importeure konnten ihre Verkäufe in der Flotte massiv steigern im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. So konnten viele Marken durchweg Steigerungsraten von 30 bis knapp 86 Prozent verbuchen. Zu den erfolgreichen Fabrikaten zählen Lexus mit 39 Prozent, Renault mit 41 Prozent, Toyota mit fast 47 Prozent und Hyundai mit 85,98 Prozent. So gut konnten sie sich in den Gesamtzulassungen indes nicht behaupten – demnach scheint das Plus auf ein gutes Geschäftsklima zurückzugehen. Bei Jaguar/ Land Rover Deutschland ist schön zu sehen, dass SUV beliebt sind – in den echten gewerblichen Zulassungen kann Land Rover durchaus zulegen, nämlich um rund 32 Prozent. Zahlreiche Facelift- Maßnahmen dürften diesen Trend verstärkt haben. Auch der Schwestermarke Jaguar wurden umfangreiche Facelift-Maßnahmen zuteil. Vor allem im Bereich Infotainment haben die Briten massiv zulegt. Eine Disziplin, bei der auch Volvo massiv draufgesattelt hat – so basiert das Infotainment der Schweden künftig komplett auf Android und lässt sich intuitiv bedienen. Neuigkeiten gibt es auch bei Nissan und Jeep; Nissan dürfte mit dem gerade vorgestellten, komplett neu entwickelten Qashqai wieder punkten, und Jeep fährt gerade eine massive PHEV-Offensive.

Was sich hingegen nicht verändert hat, ist der Umstand, dass Volkswagen hierzulande unangefochten die Nummer Eins ist. Sowohl in den Gesamtzulassungen wie auch im Flottenmarkt weisen die Zulassungen der Wolfsburger einen riesigen Vorsprung gegenüber der zweitplatzierten Marke BMW auf. 

Der Trend weist indes bei fast allen Marken nach oben, in der Flotte sowieso. Der Premiumanbieter Audi kann immerhin 39.681 Fahrzeuge in der Flotte absetzten, was immerhin ein Plus von 5.163 Fahrzeugen bedeutet. Vor allem die massive Elektro-Strategie sämtlicher Marken wird die Verkaufszahlen auch in den nächsten Monaten weiter nach oben treiben. Die Top-Importeursmarken Škoda und Seat wachsen recht solide mit deutlich über 20 Prozent, aber rangieren ja ohnehin auf einem hohen Level. Überraschungs- Marke mit überproportionalem Wachstum ist Tesla – der US-amerikanische Konzern zählt nicht zu den VDIK-Importeuren. Er verzeichnete mit über 92 Prozent ein hohes Wachstum in der Flotte. Die Gesamtzulassungen von Tesla haben gar um fast 170 Prozent zugelegt.

Im Schnitt konnten die VDIK-Importeure in den echten gewerblichen Zulassungen um solide 23,76 Prozent zulegen und damit entwickeln sie sich in der Flotte deutlich besser als in den Gesamtzulassungen (12,77 Prozent). Auch wieder ein schöner Indikator dafür, dass das Geschäftsklima nach den langen Pandemie-Monaten recht ordentlich zu sein scheint. Ausgerechnet die japanischen Hersteller entwickeln sich in der Flotte teilweise rückläufig, darunter auch Mazda mit einem Minus rund sieben Prozent. Vielleicht liegt es daran, dass der durchaus innovative Hersteller im BEV-Bereich aktuell nicht so breit aufgestellt ist – hier gibt es derzeit alleine den MX-30. Mazda hält auch nichts von Downsizing, bietet stattdessen hubraumgrößere Benziner mit Kompressionszündung an, die im Realverbrauch sogar ordentlich abschneiden. Allerdings entfallen im Kompaktbereich teilweise die Selbstzünder, die im gewerblichen Umfeld doch noch ordentlich nachgefragt werden. In den Gesamtzulassungen konnte Mazda immerhin um mehr als zwölf Prozent zulegen.

Die kleine, aber feine Marke DS Automobiles muss im Vergleich 2020/2021 auch noch mit einem Minus von vier Prozent im gewerblichen Bereich leben, führt aber derzeit eine gewaltige Modelloffensive durch, so dass sich der Trend schon in wenigen Monaten umkehren dürfte. Alfa Romeo hingegen legt in der Flotte um rund 35 Prozent zu – und das, obwohl hier erst noch neue Modelle in den Markt gebracht werden müssen. Doch die Italiener wachsen mit nur 88 Exemplaren auf recht niedrigem Level. Tesla dagegen konnte in der gleichen Disziplin 1.852 Fahrzeuge mehr zulassen. Das größte Wachstum in Zahlen legte Škoda im gewerblichen Bereich mit 6.609 Autos hin.

Konzernranking 
Aus Konzernperspektive hält sich an der Spitze des Flottenmarktes die Volkswagen-Gruppe mit mehr als 180.000 Verkäufen. Das funktioniert deshalb so gut, weil die Mutter die Marken Škoda und Seat inzwischen so gut etablieren konnte – hiesige Kunden verbinden mit den Töchtern offenbar exzellente Volkswagen-Qualität. Freilich trägt Audi ebenfalls seinen Teil zum guten Ergebnis bei. Porsche ist zwar sehr beliebt, aber auch hochpreisig angelegt und damit nicht für breite Käuferschichten erreichbar. Ihren Heimvorteil können natürlich auch der Daimler-Konzern (Mercedes und smart) sowie BMW zusammen mit Mini ausspielen, sie besetzen die Plätze drei und zwei mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen (49.635 versus 47.801 Zulassungen).

Zu einer ordentlichen Macht im hiesigen Flottenmarkt avanciert der Stellantis-Konzern inzwischen. Dank zahlreicher Marken wie Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Maserati, Opel und Peugeot kommt der Importeur auf einen Ausstoß von insgesamt 47.364 Fahrzeugen und damit in die Nähe der hiesigen Branchengrößen. Ford kommt hier nicht mit angesichts 24.400 Zulassungen im echten Gewerbe. 

Auch der Renault-Nissan-Konzern ist stark mit 20.794 Zulassungen im echten Gewerbe dank seiner vielen Marken wie Alpine, Dacia, Mitsubishi, Nissan und Renault – er kommt nur deshalb nicht an Ford heran, weil er keinen Heimvorteil verbuchen kann und weil Ford natürlich auch eine starke Marke mit ausgezeichneten Produkten ist. 

Kia und Hyundai performen mit 13.639 Flottenzulassungen ebenfalls nicht schlecht, von Nischenmarken kann man hier schon lange nicht mehr sprechen.

Topseller 
Im ersten Halbjahr 2021 machten die verkaufsstärksten Modelle in der Flotte 52,1 Prozent der echten gewerblichen Zulassungen aus. Allerdings verzeichnet das Ranking diesmal fünf Neueinsteiger, wovon drei immerhin auf den Boom der Elektromobilität zurückzuführen sind. Ford Kuga und Seat Leon sind als Plug-in-Hybrid lieferbar und zusätzlich recht frische Modelle, was den Anstieg der Zulassungen erklären könnte. Bemerkenswert ebenfalls, dass es der Golf diesmal nur auf Platz drei schafft – was sicherlich auch daran liegt, dass der ID.3 jetzt ebenfalls um die Gunst der Käufer buhlt. Dass der Passat den ersten Platz macht, kommt hingegen immer wieder mal vor.

Spannend ist dabei allerdings, dass der Passat gleich mit 3.006 Exemplaren führt – vor dem zweitplatzierten Škoda Octavia. Der wiederum hat sich mit einem Vorsprung von 1.597 zugelassenen Fahrzeugen an Platz zwei geschoben. Insgesamt wurden im gewerblichen Bereich 14.124 Volkswagen Golf zugelassen. Dass der ID.3 den Golf Verkäufe kostet, liegt auf der Hand – allerdings findet der Klassiker dann doch noch signifikant mehr Absatz als der Stromer mit 5.777 Ausfertigungen.

Volkswagen muss sich so oder so nicht verstecken – mit den Modellen Passat, Golf, Caddy, Tiguan, Up, ID.3, Polo und Transporter sind die Wolfsburger gleich acht Mal im Modell-Ranking der Flottenverkäufe gelistet. Audi kommt vier Mal vor und weitere vier Modelle entstammen den Marken Škoda und Seat, um die Macht des Wolfsburger Konzerns noch einmal zu unterstreichen. 

Bemerkenswert ist allerdings, welchen Sprung der auslaufende Opel Astra hinlegt. Kam er im Vorjahr nur auf Platz 19, so verbessert er sich um neun Plätze, um den Top Ten mit immerhin 7.542 verkauften Autos angehören zu können. Nicht mehr ganz so gerne mögen die Kunden offenbar den Volkswagen Polo – letztes Jahr noch auf Platz 14, jetzt auf 27. Dafür hat der Kleinwagen nun auch ein umfangreiches Facelift erhalten, dessen Auswirkung sich in dieser Liste nicht mehr widerspiegelt. Gleiches gilt auch für die neue Mercedes-Benz C-Klasse, von der es inzwischen eine gänzlich neu entwickelte Auflage gibt. Kein Wunder, dass sie sich aktuell auf Platz 20 tummelt (ehemals Platz acht). Das wird beim nächsten Ranking sicherlich wieder anders aussehen.

Nicht geändert hat sich, dass die Segmente Kompakt- und Mittelklasse zu den meistverkauften zählen mit rund zwei Dritteln Anteil. Das restliche Drittel ist geprägt von Klein- oder Kleinstwagen sowie der gehobenen Mittelklasse oder Transporter- Fahrzeugen.

Topseller der Importeure 
Ein bisschen Wirbel kommt in das Ranking der Importeure. Zwar sind die ersten vier Plätze in der Hand des Volkswagen Konzerns mit den Modellen Superb, Octavia und Kodiaq der Marke Škoda sowie dem Seat beziehungsweise Cupra Leon. Doch auf Platz fünf hat es das Tesla Model 3 geschafft und klettert damit um zehn Plätze – klar, die Förderung der Elektromobilität hinterlässt ihre Spuren. So könnte auch Platz sechs mit dem Hyundai Kona erklärt werden, der als BEV beliebt ist, nicht zuletzt wegen seines großen Akkus mit bis zu 64 kWh, um auch für Dienstwagenfahrer ein attraktives Bild abzugeben.

Weiterhin Usus bleibt, dass SUV im Ranking der Importeure deutlich stärker vertreten sind als bei den hiesigen Marken. Hier zählt man deren zwölf Stück, während es bei den Deutschen nur sieben höhergelegte Vehikel sind. 

Weiterhin scheinen bei den Importmarken Kleinwagen beliebter zu sein in der Flotte – hier zählt das Ranking zehn Stück im Vergleich zu lediglich sechs Kleinwagenmodellen bei den deutschen Marken.

Auch wenn der Flottenmarkt für die Importmarken insgesamt eine geringere Rolle spielt, gibt es auch hier Modelle, die bei Firmenkunden beliebter sind. Das trifft beispielsweise für fast alle Baureihen von Land Rover und Volvo zu. Bei vielen Importmarken scheitern die Verkäufe aber gar nicht einmal am Willen der Fahrzeughalter, sondern an den Car-Policys der Firmen. Und die sind bekanntermaßen nicht so leicht zu ändern.

Veränderung in der Modelllandschaft 
Auffällig im aktuellen Halbjahres-Flottenranking ist der Einzug batterieelektrischer Modelle in die Top 30 – daran sieht man, dass E-Mobilität schon lange keine Nische mehr ist. Mit ID.3 und Tesla Model 3 kamen im letzten halben Jahr immerhin 9.618 gewerblich zugelassene Elektroautos auf die Straße. Nimmt man die Importeure hinzu, wird das Bild noch „elektrischer“. Der Renault ist im Ranking der Importeure ja bereits ein alter Bekannter, aber mit Enyaq und Kona gibt es zwei Neueinsteiger, von denen zumindest der Enyaq (1.393 Zulassungen) rein elektrisch unterwegs ist und der Kona (3.417 Zulassungen) auf Wunsch mit Batterie.

Leider nicht ganz ersichtlich aus dem Ranking ist die PHEV-Quote; schließlich sind ja zahlreiche Modelle wahlweise als reine Verbrenner lieferbar oder eben als Plug-in-Hybride mit 50 Kilometern (oder mehr) realer elektrischer Reichweite – Letztere ist die Bedingung, um in den Genuss von Förderungen zu kommen. Erstens winken für PHEV Förderungen bei der Anschaffung von bis zu 6.750 Euro und zweitens liegt die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung pauschaler Privatfahrten nur bei einem halben statt einem Prozent des Brutto-Listenpreises. 

Dass sich die Moden ändern, ist übrigens nicht nur an der Elektromobilität abzulesen. Auch bei den Karosserievarianten hat sich jede Menge getan. Schaut man sich die aktuellen Rankings an, fällt auf, dass es keinerlei Vans mehr gibt. Im Jahr 2015 belegte der Renault Scénic noch den zweiten Platz des Importeursrankings. Der Seat Alhambra tauchte immerhin auf Platz zehn auf. 

Im Gesamt-Flottenranking belegte der Volkswagen Touran den Platz neun; Volkswagen Sharan, Touran und Scénic waren richtige Verkaufsperformer – zusammengenommen kamen sie auf 16.495 Exemplare in den echten gewerblichen Zulassungen.

Heute sind diese Vans weitgehend durch SUV ersetzt worden. Als kleiner Ausreißer nach oben darf 2015 der Jeep Grand Cherokee auf Platz 28 des Importeursrankings betrachtet werden. Große SUV finden in der Masse indes nicht statt – das war auch früher schon so, ob nun wegen der CO2-Limitierung oder der hohen Anschaffungskosten, sei dahingestellt. Mit den Plug-in-Hybrid- Versionen wäre das CO2-Thema zumindest vom Tisch. Ironischerweise rangiert der Volvo XC90 in der aktuellen Importeurswertung auf Platz 28, analog zum großen Jeep vor genau sechs Jahren.

Ausblick in die Zukunft 
Aktuell sind Dienstwagen-Gepflogenheiten nicht zuletzt stark von der CO2-Thematik getrieben. Dabei ist die Frage, wie sich die Betrachtung darauf verändern wird. Elektroautos werden derzeit formal mit null Gramm CO2 bewertet, was faktisch natürlich vom Strommix abhängt, der in nächster Zeit aber noch nicht komplett regenerativ ist. Das hat zur Folge, dass Dienstwagenfahrer, ohne quasi „aufzufallen“, an extrem leistungsstarke Fahrzeuge kommen können. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Volvo XC40 Pure Electric mit null Gramm CO2, aber 408 PS Motorleistung.

Auch performante Plug-in-Hybride schneiden bei den formalen CO2-Angaben hervorragend ab, brauchen natürlich in Wirklichkeit viel mehr Kraftstoff, wenn sie hybridisch betrieben werden. Es könnte passieren, dass künftig Steuervorteile wegfallen, wenn diese Autos nicht tatsächlich über eine bestimmte Strecke auch rein elektrisch betrieben werden (siehe Artikel WLTP auf Seite 52).

Wird der Strommix aber besser, also würde der größte Teil des Stroms tatsächlich regenerativ erzeugt, hieße das im Umkehrschluss, dass bestimmte Fahrzeuggattungen wieder ohne gesellschaftliche Ächtung gefahren werden könnten, darunter auch große SUV. Denn dann wäre der CO2-Ausstoß ja schließlich eingestellt.

Andererseits muss man aber feststellen, dass Dienstwagenfahrer mitnichten auf ihr großes Fahrzeug verzichten, offenbar diejenigen zumindest nicht, die beruflich weite Strecken zurücklegen. Sonst wäre nicht erklärbar, dass Fahrzeuge wie der Audi A6 (Platz sechs) oder die Mercedes E-Klasse (Platz 14) vordere Ränge in den Flottenzulassungen einnähmen. Auch Vehikel wie der Audi Q5 (Platz 29) oder der Volvo XC60 (Platz elf im Import-Ranking) sind durchaus große Autos. Klar ist aber auch, dass das Gros der Dienstwagen sparsam und günstig ist – 17.320 Zulassungen in der Flotte entfallen auf Limousinen und SUV der Klein- und Kleinstwagenklasse. Somit ist die Dienstwagenzunft ökologisch doch vorbildlich aufgestellt.