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Gute Nachrichten für Performance-Fans: CO2-Reduktion dank zusätzlicher E-Maschine geht häufig mit satter Performance einher. So auch beim Jaguar E-Pace, der als Doppelmotorer das „P 300e“-Badge trägt. Das heißt, hier werkeln über 300 Pferdchen unter dem Blech. Genaugenommen sind es sogar 309 PS, mit denen die beiden Aggregate den 2,2-Tonner nach vorn schmettern. So muss man es sagen bei einem Auto, das sich nur sechseinhalb Sekunden Zeit lässt für den Sprint auf 100 km/h. Doch das ist hier eigentlich nur Nebensache, schließlich soll ja CO2 eingespart werden. Also schön den 12 kWh-Akku laden und den Verbrenner Verbrenner sein lassen.

Keine Frage, mit dem E-Motor alleine (109 PS) fühlt man sich keineswegs untermotorisiert, er hat noch immer genug Punch, um das Lifestyle- SUV hurtig nach vorn zu treiben. Überdies klappt das über 50 Kilometer weit, ist also im Alltag gut umzusetzen. Ein andere wichtige Fragestellung ist zweifelsohne, ob ein Dreizylinder kultiviert genug läuft für die Ohren von Premium-SUV-Käufern. An dieser Stelle kann Entwarnung gegeben werden, die Techniker haben offenbar viel Dämmmaterial eingesetzt und eine clevere Motorlagerung konzipiert, so dass es innen weder laut wird noch vibriert. Vielmehr ist vom Otto wenig zu spüren, wenn er denn anspringt. Dreht man ihn gar aus, entwickelt er eine sportive Kulisse, die ja auch ganz charmant ist. Als Schnäppchen geht der stärkste und sparsamste E-Pace mit netto 49.025 Euro natürlich nicht durch – aber 5.625 Euro fließen ja immerhin über die Förderung zurück. Außerdem gilt bei der Dienstwagensteuer die Regel, als Bemessungsgrundlage für Privatfahrten nur ein halbes Prozent des Bruttolistenpreises heranziehen zu müssen. Damit wird der Power-CO2-Sparer dann doch wieder ganz schön attraktiv.