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Wie bekommt man ein sachliches SUV aufregend? Hyundai zumindest hat da eine Idee – mit einer peppigen Farbtabelle. So bietet der Hersteller gleich zwei spannende Blautöne, nämlich „Surfy Blue“ und das aufpreisfreie „Dive in Jeju“. „Misty Jungle“ oder „Ignite Flame“ sind weitere von vielen Möglichkeiten, den Kona cool zu machen. Dafür gibt er innen ganz den sachlichen Begleiter – aber neuerdings mit viel Displayfläche. Das Kombiinstrument wurde von mechanischen Anzeigen befreit, stattdessen strahlen den Fahrer 10,25 Zoll Bildschirm an, auf dem aber klassische Rundskalen in nachgebildeter Form über Drehzahl und Tempo informieren. In der Mittelkonsole prangt ein weiterer Monitor – ebenfalls 10,25 Zoll messend. Dieser ist als Touchscreen ausgeführt, um die wichtigsten Features schnell und intuitiv bedienen zu können. Allerdings begeht Hyundai keinesfalls den Fehler und verzichtet auf physische Schalter – die alltäglichen Dinge inklusive Klimatisierung lassen sich auf diese Weise eben doch schneller und gezielter ansteuern als über das umfangreiche Menü.

Interessant ist der Diesel-Antriebsstrang mit 48-Volt-Netz. Hier boostet ein kleiner Elektromotor auf die Kurbelwelle, was nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für ein höheres Maß an Antriebskomfort sorgt. Wenn der Turbo wegen schwacher Abgasströme noch keine Puste hat, hilft die E-Maschine und eliminiert so wirkungsvoll eine etwaige Anfahrschwäche. Entsprechend flink setzt sich der Koreaner in Bewegung. Und wenn 136 PS nicht viel klingen mögen – mehr Leistung braucht der 1,5 Tonnen schwere Fronttriebler überhaupt nicht. Zumal es mit dem geschmeidig schaltenden Doppelkupplungsgetriebe sieben Möglichkeiten gibt, die zugkräftigen 320 Nm Drehmoment passend zu splitten. Dabei gibt der Vierzylinder seine Kraft kultiviert ab, wird selbst bei höherer Drehzahl nicht wirklich laut. Der Hyundai Kona ist trotz seiner kompakten Abmessungen (Länge 4,20 Meter) ein durch und durch langstreckentaugliches Fahrzeug mit viel Platz im Inneren, über alle Zweifel erhabenen Sitzen und einem betont ausgewogen abgestimmten Fahrwerk.

Bei der Assistenz lässt sich Hyundai selbstredend auch nicht lumpen – der Konzern hat immerhin geballte Sicherheitstechnik an Bord, die er durchaus in seine Autos einbaut. Für den aktiven Tempomat muss der Nutzer allerdings 840 Euro netto ausgeben. Dafür bekommt er aber auch einen Regler, der ausgezeichnet sensibel auf vorausfahrenden Verkehr reagiert. Völlig ruckfrei hält der Kona an, wenn es der Vordermann auch tut; auf der Autobahn kann man den Tempomat eigentlich durchgehend nutzen, ohne selbst einzugreifen zu müssen – nach dem Spurwechsel wird das vorgewählte Tempo zügig wieder erreicht. In dem Package sind auch noch Querverkehrwarner und Totwinkel-Assistent enthalten. Mindestens 23.865 Euro netto kostet der Hyundai Kona 1.6 CRDI mit Automatik – immer an Bord sind Bluetooth-Freisprechanlage, Lenkrad- und Sitzheizung, Parksensoren, Regensensor, Rückfahrkamera, schlüsselloses Schließsystem, Smartphone-Integration (Apple CarPlay oder Android Auto), aktiver Spurhalteassistent und Tempomat.